Arnsberger Jugendzentren starten Kampagne

Drogen müssen draußen bleiben

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Die Aktionswochen "Drogen - Wir müssen draußen bleiben“ starten in der nächsten Woche.

„Ich muss nicht kiffen und saufen, um cool zu sein“, das muss in das Bewusstsein der Kinder und Jugendlichen eindringen, darüber ist sich das Team der Jugendzentren in Arnsberg einig. Die Aktionswochen "Drogen - Wir müssen draußen bleiben“, beginnen am Freitag, 6. November.

Zu vier verschiedenen Veranstaltungen zu dem Thema plus einer Abschlussveranstaltung lädt das Team ein. Diese Aktionswochen sind für Kinder ab zehn Jahren gedacht. „Wir müssen früh mit der Prävention beginnen. Wenn die Jugendlichen erst einmal 14 oder 15 sind, ist es zu spät“, erklären die Leiter der verschiedenen Kinder- und Jugendeinrichtungen. Es nehmen das JZ Hüsten, Kinder- und Jugendtreff Gierskämpen, das JBZ Liebfrauen, das KiJU in Neheim und die Bewährungshilfe Arnsberg an dem Projekt teil. In den Einrichtungen ist es aufgefallen, dass Kiffen und Alkohol trinken bei manchen Kids zum normalen Alltag gehört. „Es werden immer mehr und sie verstecken sich nicht mehr. Es geschieht genauso in der Stadt, wie auf dem Dorf, da gibt es keinen Unterschied“, erklärt Doris Berg vom Jugend-Begegnungszentrum Liebfrauen in Arnsberg. Das Team hat sich auf die Fahnen geschrieben, die Kinder stark zu machen, damit sie selbstbewusst genug sind, der Versuchung zu widerstehen. Aus ihren Erfahrungen wissen die beim Pressegespräch anwesenden Leiter, dass viel Unwissenheit mit im Spiel ist. „Was macht diese Droge eigentlich mit mir, was macht das mit meinem Geist und meinem Körper?“ Vielfach ist auch die Meinung verbreitet, dass es gesünder sei, drei Joints am Tag zu rauchen, als Alkohol zu trinken, womit die Jugendlichen natürlich völlig daneben liegen. Das eine wie das andere kann abhängig machen und den Werdegang eines Menschen für lange Zeit ausbremsen. Ein Logo, das in Kürze in jeden Jugendzentrum aushängen wird, ist auch erstellt worden. Bier und Joints sind auf einem rot umrandeten runden Schild durchgestrichen. Nun sind die Kinder und Jugendlichen gefragt. Sie sind es, die sich angesprochen fühlen und die zu den einzelnen Veranstaltungen kommen sollten.

Die Veranstaltungen:

Im JBZ Arnsberg: Freitag, 6. November, „Heiß am Kamin“, Talkrunde mit Betroffenen und Experten zum Thema: Hanf Dampf in allen Gassen“

Im KiJu Neheim: Freitag, 13. November, „...da rauch ich mir ne Möhre“, im mobilen Fotostudio werden witzige Plakate gegen Drogen gestaltet.

Im Jugendtreff Gierskämpen: Freitag, 20. November, „Shake ist – Rüttel deinen Kopf gerade“, eigene alkoholfreie Cocktails mixen und nachher im Rausch der Brille durch den Parcour gehen. Diese drei Veranstaltungen sind ab zehn Jahre.

Im Jugendzentrum Hüsten: Freitag, 27. November, ab 14 Jahre ist die Veranstaltung „Chill mal“, Kino mit anschließender Frage- und Diskussionsmöglichkeit.

Am Freitag, 4. Dezember, gibt es im Stadion Große Wiese eine Jugend-Disco zum Abschluss der Aktionswochen.

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