Theaterstück „Todesengel“ am 10. Mai thematisiert Gewalt in der Schule

Prall gefüllter Kulturrucksack in Arnsberg

Ein Graffiti-Workshop findet sich auch dieses Jahr im Kulturrucksack-Programm.

Arnsberg. Anfang des Jahres hatten die Kulturbüros der Städte Meschede und Arnsberg nach Projektideen für das Kulturrucksackprogramm gesucht und sind fündig geworden. Auch die in einer Umfrage benannten Ergebnisse haben Vorlieben der Altersklasse der Jugendlichen offenbart. Nicht fehlen im Kulturrucksackprogramm darf ein Graffiti-Angebot und Mangas zeichnen erfreut sich ebenso einer nicht nachlassenden Beliebtheit. Aber auch die medialen Kunstformen werden immer wieder nachgefragt.

In Arnsberg sind es vor allen Dingen die Jugendzentren, die seit Jahren ihr Ohr ganz dicht an den Kreativ-Wünschen der Jugendlichen haben, insofern ist es aus Sicht des Kulturbüros erfreulich, dass das KiJu Neheim, das JBZ Arnsberg, der Kinder- und Jugendtreff Gierskämpen, das Jugendzentrum ein stadtteilübergreifendes Angebot aufgestellt haben, indem unterschiedliche Künstler aus der Region eingebunden sind.

Erstmalig mit im Programm ist auch ein spartenübergreifender Workshop-Nachmittag in der Werkstattgalerie „Der Bogen“, der zum Ausprobieren und Kennenlernen auch ganz klassischer Kunstformen einlädt. Fast alle Angebote starten im Sommer.

Als erstes lädt Susanne Thoss zum Thema „Holz-Art“ am 17. Juni in den SGV-Jugendhof ein. Das ganze Programm mit weiteren Informationen liegt als Flyer aus, ist aber auch unter http://www.arnsberg.de/kultur/kinder-jugendliche abrufbar. Rückfragen beantwortet gerne: Kirsten Minkel, Fachdienst Kultur, unter Tel. 02932/201-1120, Mailto: k.minkel@arnsberg.de.

Kulturbüro steht für Fragen zur Verfügung

Ebenfalls im Rahmen des Kulturrucks findet am Dienstag, 10. Mai ein besonderes Theaterstück für Schüler ab zwölf Jahren statt. Zu einem gewaltfreien Schulklima beitragen, das ist das Ziel des Theaterstücks „Todesengel‘“, das ab 16 Uhr im Sauerland-Theater in Arnsberg zu sehen sein wird. Bereits im vergangenen Jahr wurde im Rahmen des Kulturrucksacks NRW ein Theaterstück mit gesellschaftspolitischer Relevanz angeboten. Auf Grund der positiven Resonanz hat das Kulturbüro die Regisseurin Sonni Maier in diesem Jahr mit ihrem Stück „Todesengel“ eingeladen.

Erzählt wird im Theaterstück die Geschichte eines Amoklaufs. Unter den Opfern ist die 16-jährige Mia. Im Jenseits erstreitet sie sich eine zweite Chance: Sie darf zurück auf die Erde, 24 Stunden vor den Amoklauf – und darf versuchen, die Tat zu verhindern. Mias Problem: Sie hat keine Erinnerung mehr an diese letzten 24 Stunden und keine Ahnung, wer zum Täter werden wird. Gemeinsam mit ihrem linkischen Banknachbarn Sandro macht sie sich auf eine fieberhafte Suche nach dem Täter und seinem Motiv – und die Uhr tickt.

Am Beispiel eines Amoklaufs thematisiert „Todesengel“ die verschiedenen Gewaltformen, die sich an Schulen zeigen: körperliche Gewalt wie Prügeln, Abzocke und Bullying, aber auch subtilere Formen wie Mobbing, Ausgrenzung und Rassismus.

„Das Theaterstück macht deutlich: An einem gewalt- und mobbingfreien Schulklima kann jeder mitarbeiten – und muss es sogar. Nur durch einen respektvollen Umgang miteinander und durch gegenseitiges Achten aufeinander finden Gewalt- und Rachefantasien keinen Nährboden“, heißt es in der Ankündigung.

Der Eintritt ist im Rahmen des Kulturrucksacks frei. Das Kulturbüro bittet jedoch um Anmeldung unter kulturbuero@arnsberg.de oder unter Tel. 02932/2011600.

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