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Programm zum Frauentag in Arnsberg will kulturellen Austausch fördern

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Auf kulturellen Austausch am Weltfrauentag freut sich das Arnsberger Frauenbildungsnetzwerk. Foto: Gaby Decker
Auf kulturellen Austausch am Weltfrauentag freut sich das Arnsberger Frauenbildungsnetzwerk. Foto: Gaby Decker

Arnsberg. Schon der Flyer verrät das Anliegen: Englische, französische, arabische und eine afghanische Sprache liefern erste Hinweise auf die Internationalität der Veranstaltung zum Frauentag, die am 7. März in Neheim stattfindet. Unter dem Thema: „Frau trifft Frau“ sind die Frauen eingeladen, die durch Flucht hier her gekommen sind und natürlich alle anderen Frauen, die sich davon angesprochen fühlen. Initiiert hat den Tag das Frauenbildungsnetzwerk der Stadt Arnsberg.

„Frauen verschiedenster Nationalitäten sollen hier miteinander ins Gespräch kommen“, erklärt Sylvia Müller-Dörfler von der VHS das Thema. Bei diesem niederschwelligen Angebot sind Vertreterinnen unterschiedlichster engagierter Stellen im Anton-Schwede-Haus in Neheim vertreten, um ihr Programm und ihr Anliegen bekannt zu machen und es näher zu den Frauen zu bringen.

So will die VHS mit ihren Sprachkursen für Flüchtlinge vor Ort schon einmal die ersten Berührungsängste nehmen. „Wenn die Menschen wissen, wer sie in der Volkshochschule erwartet und sie die Leute schon einmal gesehen haben, mit denen sie es zu tun haben werden, ist es um einiges leichter für sie, zu uns zu kommen“, macht Sylvia Müller-Dörfler klar.

Uschi Plenge von der Frauenberatungsstelle „Frauen helfen Frauen“, ist es ein Anliegen, besonders den Flüchtlingsfrauen klar zu machen, dass sie Gewalt in der Beziehung nicht hinnehmen müssen. „Für viele Frauen ist es ganz selbstverständlich mit der Gewalt zu leben, so dass sie gar nicht auf den Gedanken kommen, dass sie Rechte haben und sich von dem gewalttätigen Partner trennen können und letztendlich müssen, wollen sie ein normales Leben führen.“ Uschi Plenge will mit ihren Kolleginnen den Frauen aufzeigen, wie Stabilität im Alltag gewonnen werden kann und somit die Frauen stärken.

Die Familienbildungsstätte bietet im Anton Schwede die Räumlichkeiten für die Veranstaltung an. In Zusammenarbeit mit der Stadt Arnsberg und den Familienzentren geht es um Integration, mit dem Schwerpunkt auf der deutschen Sprache. Es sollen erste Möglichkeiten gefunden werden, sich mit deutschen Frauen, zum Beispiel über die Kinder, in kleinen Einheiten auszutauschen. Im Frauengesprächskreis können sich die Frauen kennenlernen. Die Flüchtlingsfrauen können besser in die hiesige Kultur hineinwachsen. Im Umkehrschluss können die deutschen Frauen auch viel von der Kultur des Gegenübers lernen. Das Verständnis füreinander kann auf dieser Basis wachsen. Gaby Heers von der Familienbildungsstätte macht auch auf die PEKIP-Gruppen aufmerksam. In diesen Gruppen wird intensiv auf die Bedürfnisse der Kleinstkinder eingegangen.

An diesem Tag für die Frauen wird auch zusammen gekocht, wie Renate Hock und Sabine Kleine von der kfd erklären. „Die Begegnung zwischen den Frauen ist wichtig“, bringt Sylvia Müller Dörfler es auf den Punkt. „Ich sehe es als ein bereicherndes Geschenk. Es bringt uns dazu, das eigene Leben zu reflektieren.“

Info: Der Frauentag findet am 7. März zwischen 11 und 15 Uhr statt. Wer eine Kinderbetreuung möchte, muss dies unter Tel. 02932/201-1491 vorab anmelden. Es werden Dolmetscherinnen vor Ort sein.

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