"Ein Gebäude, das sich treppt"

Eröffnungstermin des Sauerland-Museums steht fest - das erwartet die Besucher

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Der Neubau des Sauerland-Museums ist treppend konzipiert: Die Ausstellungsräume werden von oben nach unten größer.

Arnsberg. Die letzten Arbeiten am Neubau des Sauerland-Museums laufen auf Hochtouren. „Und sie laufen planmäßig“, freut sich Dr. Ulrike Schowe, stellvertretende Museumsleitung. Der Eröffnung am 1. September steht nichts im Wege. Und dann können sich die Besucher sogar auf eine Doppeleröffnung freuen.

Die Ausstellungsräume in dem dreigeschossigen Neubau an der Ruhrstraße sind soweit fertiggestellt. Jetzt steht das Vorbereitungsteam für die Ausstellung „August Macke ganz nah“ in den Startlöchern. Ist das Stellwandsystem für die Ausstellung zusammengeschraubt und aufgebaut und vom Maler tapeziert und gestrichen, heißt es Warten auf den Kunsttransport.

Die Werke August Mackes werden in den beiden unteren Ausstellungsräumen des Neubaus präsentiert. Im ersten und obersten Raum – dem Auftaktraum – werden die Besucher mit einer Videoprojektion auf das Leben des Künstlers eingestimmt. Auch wird der Eintrag ins Taufregister im Original zu sehen sein. Der biografische und kulturhistorische Aspekt wird sich auch durch die anderen beiden Räume ziehen.

Großes Panoramafenster

„Das Besondere: Es wird nicht nur eine tolle Kunstausstellung werden, sondern diese fügt sich wunderbar mit der Eröffnung des Gebäudes zusammen. Somit werden wir eine Doppeleröffnung feiern, bei der auch die Architektur gewürdigt wird“, sagt die stellvertretende Museumsleiterin.

Die Werke August Mackes werden so präsentiert, dass genug Raum zur Betrachtung der Architektur der Räume bleibe. Den Neubau nennt das Museumsteam ein „Gebäude, das sich treppt“, verrät Dr. Schowe. Wichtig war bei dem Konzept, dass der Blick auf den Landsberger Hof freibleibt und das neue Gebäude nach oben nicht so dominant wirkt. Daher vergrößern sich die Räume von oben nach unten. Fenster zieren das Gebäude wenige, denn man braucht im Innern möglichst viele Ausstellungswände, und auch den Exponaten bekommt helles Licht nicht besonders gut.

Ganz gezielt habe man jedoch zwei Highlights gesetzt: Ein großes Panoramafenster eröffnet den Blick auf die Neustadt. Und von der Brücke zwischen Alt- und Neubau kann man einen Blick auf das Flüsterhäuschen, Kloster Wedinghausen und die Ruhr genießen.

Eigenanteil liegt bei 7,6 Millionen Euro

Die Brücke ist momentan aber noch nicht begehbar, sie wird erst kurz vor der Neubau-Eröffnung freigegeben. Zu ihrer symbolischen Freigabe soll am 1. September offiziell ein Band durchschnitten werden. Kurz zuvor soll auch die provisorische Wand entfernt werden, die momentan den Übergang vom Landsberger Hof in das Erweiterungsgebäude verschließt. 

In dessen Treppenhaus stehen derweil nur noch letzte Malerarbeiten an, die Außenanlagen – es gibt einen Zugang zur großen Terrasse – sind fertig, die Außenarbeiten sind weitgehend abgeschlossen. „Alles ist greifbar“, freut sich Schowe. Die Kosten für die Sanierung des Altbaus und für den Neubau belaufen sich auf 13,5 Millionen Euro, der Eigenanteil des HSK beträgt 7,6 Millionen Euro.

Wer neugierig geworden ist, muss sich jedoch noch bis zur offiziellen Eröffnung gedulden, eine weitere Baustellenführung wird es nicht geben. „Seit April nehmen wir Klimawerte“, erklärt Dr. Ulrike Schowe. In zwei Ausstellungsräumen ist die Klimaanlage aktiv und die Werte werden alle 14 Tage an die Leihgeber der August-Macke-Werke geschickt – als Beweis für die Museen, dass die Werke in Arnsberg fachgerecht präsentiert werden.

„Daher wollen wir vermeiden, dass die Türen zu oft aufgehen. Außerdem wollen wir jetzt natürlich die Spannung hochhalten“, sagt Schowe.

Eröffnung

Nach dem offiziellen Eröffnungsakt mit den geladenen Gästen am Sonntag, 1. September, sind ab 14 Uhr die Exponate für jedermann zugänglich.

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