Schlaganfall - Was tun?

Die Wiederbelebungsmaßnahmen wurden im Johannes-Hospital anschaulich von Rettungsassistenten an einer Puppe demonstriert. Foto: Gaby Decker

Beim zweiten Schlaganfall-Tag gab es Theoretisches und Anschauliches Neheim. Noch einmal klar zu machen, wie wichtig schnelles Handeln ist, war das Ziel des zweiten "World Stroke Day". In Neheim beteiligte sich das Johannes Hospital in Neheim wieder an dieser Aktion.

Diejenigen, die an diesem Samstagmorgen das Hospital aufsuchten, konnten einen Vitalzeichen-Check absolvieren. Blutdruck, Puls, Sauerstoffsättigung, Blutzucker und Cholesterinwerte wurden überprüft. Der Check begann im Foyer und wer weiter in den sechsten Stock fuhr, traf auf Wilma May und ihre Kollegin, die für jeden eine Risikoprofilstellung ausarbeiteten. "Liegen Herzrhythmusstörungen vor, gibt es eine familiäre Vorbelastung, ist der Überprüfte Raucher und noch einige Aspekte mehr zeigen das Schlaganfall-Risiko für den Einzelnen auf". Dr. Armin Buss, Chefarzt der Klinik Abteilung Neurologie, erklärte: "Wo immer etwas beim Menschen ausfällt, sei es die Sprache, das Sehen, Lähmungserscheinungen auftreten, ist sofortige Hilfe wichtig. In den ersten drei Stunden nach einem Schlaganfall ist die medikamentöse Behandlung meistens erfolgreich, der Gefäßverschluss kann sich wieder öffnen. Und", so fügte er noch hinzu, "Männer sind Schlaganfall-gefährdeter als Frauen". Auf die Frage, was denn als erstes bei ein Schlaganfall zu tun sei, antwortete Rettungsassistent Sven Lohsträter lakonisch: "Die 112 wählen. Selbst, wenn sich herausstellt, dass es kein Schlaganfall, sondern etwas Harmloses war, entstehen durch den Einsatz keine Kosten für den Patienten." Manch einer hatte an diesem Morgen den Vitalzeichen Check hinter sich gebracht und kann nun an sich arbeiten.

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