Zahlreiche Interessierte bei Jubiläums-Aktion der kfd

Schöner Tag mit langer Tafel

Die kfd feierte auch in Neheim ihr 100-jähriges Jubiläum mit einer langen Kaffeetafel. Foto: Gaby Decker

Die kfd feierte Jubiläum mit einer langen gedeckten Tafel.

Und viele – zeitweise waren es um die 200 Frauen – waren in Neheim unter die Arkaden gekommen, um sich zu informieren, zusammen Kaffee zu trinken und ein wenig die Geselligkeit unter den Frauen zu genießen. Wichtig ist es den Verantwortlichen der kfd, als ein Verband gesehen zu werden, der nicht nur kirchlich aktiv ist, sondern sich auch politisch einmischt.

So gründete die kfd zum Beispiel schon im Jahre 1958 die ersten Verbraucherberatungsstellen, die heute bundesweit eine Selbstverständlichkeit sind. Bei der langen Tafel konnte auch die stellvertretende Bürgermeisterin Rosemarie Goldner, begrüßt werden. Nach einer Fragerunde mit den Veranstalterinnen gab es für den SauerlandKurier die Gelegenheit, mit Rosemarie Goldner, die 19 Jahre Dekanatsvorsitzende war, zu sprechen. Goldner gründete 1992 den ersten Tagesmütterverein in Arnsberg. Finanziell stemmen konnte die kfd dieses Projekt nur, weil alle 9000 Mitglieder mit je einem Pfennig ihren Obolus gaben. Die katholischen Kirchen waren ebenfalls mit einem Pfennig dabei, die evangelischen Kirchen brauchten nur einen halben Pfennig zu geben. Der Rest kam über Sponsorengelder herein. Zehn Jahre lang konnte sich der Verein so finanzieren. „Eine nicht ganz einfache Zeit“, erinnert sich Goldner.

Vor sieben Jahren übernahm die Stadt die Tagesmütter. Goldner, die 1993 in die Politik ging, erklärte: „Der Boden für meine politische Tätigkeit ist in der kfd gelegt worden. Was ich hier gelernt habe, habe ich zu 100 Prozent mit in die Politik hinein nehmen können.“ Man spürt, dass auch heute noch ihr Herz bei der kfd ist. So weist sie auf weitere Punkte hin, die die kfd beschleunigt und mitgetragen hat. Zum Beispiel ist 2014 mehr Rente für Mütter mit einer bundesweiten Unterschriftenaktion der kfd massiv eingefordert worden; 1994 wurden zum ersten Mal Ministrantinnen zugelassen sowie die kfd sich für das Diakonat der Frau einsetzt. „Die kfd als Verband hat viel bewegt und wird auch in Zukunft viel bewegen, vor Ort gestalten sich allerdings die Dinge oft etwas schwieriger“, weiß die stellvertretende Bürgermeisterin. (Von Gaby Decker, neheim@sauerlandkurier.de)

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