Aufruf von Bezirksregierung Arnsberg und Georg Kraus Stiftung

„sei genial – denk global“: Schulen können sich für Nachhaltigkeitspreis bewerben

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Bewerbungen sind ab sofort möglich: Monika Nienaber-Willaredt, Erich G. Fritz und Julia Dettmann stellten jetzt den Schulpreis der Georg Kraus Stiftung vor.

Hochsauerland – Es geht um die Nachhaltigkeitsziele der Vereinen Nationen (UN), es geht um Schüler, die sich dazu ihre eigenen Gedanken machen sollten: In Kooperation mit der Bezirksregierung Arnsberg, deren Regierungspräsident Hans-Josef Vogel die Schirmherrschaft für den Wettbewerb übernommen hat, hat die Georg Kraus Stiftung einen Wettbewerb ausgeschrieben.

Gesucht sind Ideen und Themen aus den Schulen im Regierungsbezirk, die sich mit der Nachhaltigkeit beschäftigen, das Ganze unter dem Motto „sei genial – denk global“. 

Dazu kam der Stiftungsvorsitzende Erich G. Fritz jetzt zur Bezirksregierung, um Idee und Projekt vorzustellen. Seit dem gestrigen Freitag läuft die Aktion unter dem Motto „sei genial – denk global“. Im Mittelpunkt des Wettbewerbes, der sich an die Schüler der 8. und 9. Klassen an über 500 Schulen im Regierungsbezirk richtet, stehen die insgesamt 17 Nachhaltigkeitsziele der UN, „SDG“, genannt. Zielpunkt für die „Sustainable Development Goals“ ist das Jahr 2030. Bis dahin sollen Armut und Hungersnot in der Welt beendet sein, oder zum Beispiel soll es Gleichberechtigung der Geschlechter geben. „Wir möchten die Bedeutung dieser SDGs als Botschaft in die Schulen bringen“, erklärt Abteilungsleiterin Schule, Monika Nienaber-Willaredt von der Bezirksregierung Arnsberg. 

Die Georg Kraus Stiftung hat das Thema „Nachhaltigkeit“ schon verinnerlicht. 1996 im westfälischen Hagen gegründet, sieht sich die Stiftung als ein Träger der Entwicklungszusammenarbeit. Sie unterstützt vorrangig Projekte in Afrika, Asien und Lateinamerika, bei denen sie die Förderung der Bildung in den Ländern ganz nach oben gestellt hat. „Von den 17 Nachhaltigkeitszielen der UN ist das der hochwertigen Bildung für unsere Stiftung das wichtigste“, sagt Vorsitzender Fritz. 

Besonderer Einsatz für Bildung

Die Georg Kraus Stiftung nehme dabei für sich in Anspruch, die Zusammenhänge für eine gelingende Bildung in den unterstützten Länder zu sehen, so Fritz. Deshalb solle mit der Förderung von Projekten auch die nötige Grundlage dafür geschaffen werden. So seien im Jahr 2018 vier Grundschulen speziell gefördert worden. Es gehe nicht nur um die Schaffung von Schulräumen, sondern auch das Ermöglichen von Bildung überhaupt. Gerade in afrikanischen Städten sei das eine Herausforderung, müssten doch vor allem auch Kinder und speziell Mädchen Leistungen für den Haushalt der Familie erbringen. 

Diesen Gedanken der Nachhaltigkeit möchte die Georg Kraus Stiftung mit ihrem Schulpreis jetzt in die Breite bringen. „Wir haben uns mit der Idee direkt an Regierungspräsident Vogel gewandt“, erzählt Vorsitzender Fritz, und man sei sofort auf Begeisterung gestoßen. Gesucht werden nun alle Themen, Diskussionsbeiträge, Aktionen, Kunstwerke, Medienbeiträge – einfach alles, mit dem sich die Schüler aktuell in Klassen und Kursen beschäftigen. Dabei sollen die Beiträge für den Wettbewerb nicht extra im Unterricht erarbeitet werden. An eine zusätzliche Belastung der Schüler und Lehrer sei nicht gedacht. 

"Wir möchten die Schüler über das Projekt zu Weltgestaltern machen"

Aus dem Material, mit dem gerade im Unterricht gearbeitet wird, sollen die Beiträge genommen werden können – egal ob Erdkunde, Geschichte, Politik oder Naturwissenschaften. „Wir möchten die Schüler über das Projekt zu Weltgestaltern machen“, formuliert Nienaber-Willaredt. Über selbstständiges Arbeiten in den Schulen sollen mögliche Antworten auf selbst gestellte Fragen erarbeitet werden, auch Themen wie Umwelt und Frieden könnten dabei eine Rolle spielen. Zählen doch auch sie zu den begleitenden Faktoren für das Erreichen einer hochwertigen Bildung. 

Rund drei Monate haben die Schulen jetzt Zeit, sich mit dem Wettbewerb und seinen Themen zu beschäftigen. Bewerbungsschluss ist am 28. Februar 2020 um 0.00 Uhr. Am 13. März 2020 wird dann eine Jury tagen, in der Lehrer, Spezialisten der Bezirksregierung Arnsberg und Mitglieder der Georg Kraus Stiftung über die eingereichten Wettbewerbsbeiträge befinden. Für den 1. April ist die Bekanntgabe der Gewinner vorgesehen – drei Schulen erhalten Preise, wobei keine Rangfolge vergeben werden soll. „Wir wollen auch weg von Geldpreisen für die Schulen“, beschreibt Julia Dettmann, Beauftrage für Öffentlichkeitsarbeit der Stiftung. Deshalb gibt es für die erfolgreichen Schulen einen Ausflug zu gewinnen. Ziel ist im Juni 2020 die erste kohlendioxid-neutrale Jugendherberge Deutschlands in Brilon. 

„Wichtiges Bildungsziel ist die Bildungs- und Chancengerechtigkeit, und da sind wir noch längst nicht fertig“, sagt Abteilungsleiterin Monika Nienaber-Willaredt. Zudem passe der angesetzte Wettbewerb auch gut in die Nachhaltigkeitsstrategie der Bezirksregierung Arnsberg. Zum Wettbewerb sollen die Schulen jetzt über ein Mailing informiert werden, das den Weg zur Teilnahme beschreibt.

Der Wettbewerb

Interessierte Schulen aus dem Regierungsbezirk können die Bewerbungsunterlagen über die Homepage der Stiftung www.georg-kraus-stiftung.de/Schulpreis/Bewerbungsformular herunterladen. Alle Wettbewerbsbeiträge müssen digital eingereicht werden über die Mail-Adresse „schulpreis@gkstiftung.de“ Der Ausflug in die JH Brilon ist für die drei Gewinner-Schulen schon fest gebucht – eine Terminverlegung ist nicht möglich.

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