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SGV und Regionalforstamt kooperieren: Das wollen sie erreichen

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Von: Rebecca Weber

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Wandererlebnis langfristig sichern SGV und Regionalforstamt Arnsberger Wald kooperieren
Unterzeichneten einen Kooperationsvertrag zur langfristigen Sicherung eines attraktiven Landschaftsbildes im Arnsberger Staatswald: SGV-Präsident Thomas Gemke (rechts im Bild) und Olaf Ikenmeyer, Leiter des Regionalforstamts Arnsberger Wald. © Privat

Der Arnsberger Wald ist als Wanderregion bekannt und beliebt. Die gravierenden Waldschäden der vergangenen Jahre haben die Landschaft und damit auch das Wandererlebnis verändert. Aber Hoffnung ist in Sicht.

Arnsberg – Es gibt eine neue Kooperation zwischen dem Sauerländischen Gebirgsverein (SGV) und dem Regionalforstamt Arnsberger Wald. Den Arnsberger Wald langfristig für Wanderer attraktiv zu halten, ist Ziel der neuen Kooperation zwischen dem SGV und dem Regionalforstamt Arnsberger Wald.  

Jetzt unterzeichneten SGV-Präsident Thomas Gemke und Forstamtsleiter Olaf Ikenmeyer einen Vertrag, der es dem SGV erlaubt, entlang ausgesuchter Streckenabschnitte im landeseigenen Wald durch die Anpflanzung von markanten Einzelbäumen und Baumgruppen über Baumreihen bis hin zu einer Allee langfristig attraktive Wanderwege zu erhalten.

Das Offenhalten von Ausblicken, welche die großen Schadflächen heute ermöglichen, die aber nach der Wiederaufforstung auch wieder zu verschwinden drohen, sei laut SGV ebenfalls Bestandteil des Projekts, das die Volksbank Sauerland finanziell unterstützt.

Landschaftsästhetik für die Erholungssuchenden langfristig verbessern

Es gehe hier nicht um Wiederaufforstung, sondern darum, die Landschaftsästhetik für die Erholungssuchenden langfristig zu verbessern, so Forstamtsleiter Ikenmeyer. Nach dem letzten großen Waldschaden 2007 durch das Sturmtief Kyrill sei dieser Aspekt häufig nicht berücksichtigt worden, so dass man hier teilweise vor grüne Wände schaut.

Nachmachen erwünscht: Die nun geschlossene Vereinbarung könne SGV-Abteilungen, Heimatvereinen und anderen Natur- und Wanderinteressierten als Mustervertrag vom SGV zur Verfügung gestellt werden, damit überall im Sauerland das Landschaftsbild und das Wandererlebnis durch Waldbesitzer und Wanderfreunde für die Zukunft positiv gestaltet werden können. Die ersten Bäume im Arnsberger Staatswald sollen in diesem Frühjahr gepflanzt werden.

Wegemarkierung aktuell große Herausforderung

Während bei dieser Kooperation eher die Attraktivierung der Waldwege im Vordergrund stehen, beschäftigt sich der SGV Hauptverein angesichts der Borkenkäferkalamität und den damit verbundenen Baumfällungen noch mit einer ganz anderen Herausforderung: Denn vielerorts ist durch fehlende Bäume eine Markierung der Wege, für die der SGV verantwortlich zeichnet, sehr schwierig geworden. „Das Thema hat bei uns eine hohe Priorität und Relevanz“, erläutert SGV-Geschäftsführer Christian Schmidt im Kurier-Gespräch. „Wo Sturm und Borkenkäfer für große Schäden gesorgt haben, können wir unsere Markierungrichtlinie eigentlich nicht mehr einhalten.“

So würden inzwischen auch an Bänken und Schutzhütten Wegezeichen angebracht, was sonst eigentlich nicht praktiziert wurde. Darüber hinaus sollen nun neue „Markierungspfosten“ aufgestellt werden. Christian Schmidt erläutert: „Das Ganze erfolg in Arbeitsteilung zusammen mit dem Landesbetrieb Wald und Holz. Der SGV ermittelt die Standorte, der Landesbetrieb übernimmt die Beschaffung und das Setzen der Pfosten und das Umweltministerium die Finanzierung.“ Aktuell seien die SGV-Abteilungen dezentral in die Ermittlung der Standorte eingebunden. Darüber hinaus würden auch die Ortstouristikstellen und Ranger Standorte melden. Im Frühjahr 2022 sollen die ersten Markierungspfosten dann aufgestellt werden.

Eine weitere Herausforderung für Wanderer derzeit ist der generelle Zustand der Waldwege, die durch die Holztransporter stark in Mitleidenschaft gezogen werden.

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