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Sparkassen-Kunden wollen Sicherheit in bewegten Zeiten

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Von: Christian Weber

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Die Vorstände Ernst-Michael Sittig und Norbert Runde (r.) stellten die Geschäftszahlen 2015 der Sparkasse Arnsberg Sundern vor. Foto: Christian Weber
Die Vorstände Ernst-Michael Sittig und Norbert Runde (r.) stellten die Geschäftszahlen 2015 der Sparkasse Arnsberg Sundern vor. Foto: Christian Weber

„Unser Name endet nicht auf ‘Bank‘. Aber es gibt noch vieles mehr, das uns besonders macht.“ Sparkassen-Vorstand Norbert Runde machte bei der Jahresbilanz-Pressekonferenz deutlich, warum die Sparkasse Arnsberg-Sundern aus seiner Sicht das erfolgreichste Bankinstitut dieser Region sei. Kompetenz, Vertrauen und Sicherheit seien die Gründe, warum die heimische Sparkasse Rekord-Kundeneinlagen in Höhe von fast einer Milliarde Euro verbuchen könnte.

Arnsberg/Sundern.

Dementsprechend zufrieden zeigten sich Runde und sein Vorstandskollege Ernst-Michael Sittig mit dem Geschäftsjahr 2015, das unter dem Strich eine leicht verbesserte Bilanzsumme von 1,142 Milliarden Euro ergab. (2014: 1,129 Mrd.). In Zeiten einer stabilen Konjunktur, die aber jederzeit durch unsichere Entwicklungen weltweit beeinflusst werden könne, sei die Sparkasse vor Ort ein verlässlicher Partner, der die Menschen verstehe und darüber hinaus starker Wirtschaftsfaktor in Arnsberg Sundern sei.

Die Kunden suchten sichere Anlagen und neigten zum Sparen – Ernst-Miachel Sittig ging genauer auf die Zahlen ein: Die Kundeneinlagen haben einen neuen Höchststand erreicht. 927,8 Millionen Euro (2014: 916,8 Mio.) bedeuten Rekord. Damit verband er gleich eine gute Nachricht an alle Privatkunden: Negativzinsen werde es in nächster Zukunft nicht geben. Dies sei höchstens bei Großanlegern ein Thema, die noch keine Sparkassen-Kunden seien. Weiterer Vorteil für die Kunden sei das sparkasseneigene Einlagensicherungssystem, das zusätzlich zur europaweiten Sicherung funktioniere.

Bei allem Sicherheitsdenken kristallisiere sich aber auch der Trend heraus, dass Kunden vermehrt auf Kapitalmarktprodukte setzen, die zwar mehr Gewinne versprechen, aber immerhin auch mit etwas Risiko behaftet sind. Der Wertpapierbestand der Sparkassenkunden lag 2015 bei 231,7 Millionen Euro. Aufgeschlüsselt wurden für 10 Millionen Euro Aktien, für 30 Millionen festverzinsliche Wertpapiere, für fünf Millionen Aktienfonds, für zwei Millionen Rentenfonds, für zwei Millionen Immobilienfonds sowie für 22 Millionen Euro gemischte Aktien- und Rentenfonds gekauft.

Da der Traum vom Eigenheim nach wie vor groß sei, wurden auch über 1000 Bausparverträge verkauft. Auch Lebensversicherungen spielten nach wie vor eine Rolle im Finanzplan der Kunden.

Insgesamt wurden im Jahr 2015 2631 Darlehen vergeben (87 Millionen gewerblich, 80 Millionen private Immobilienfinanzierungen und 15 Millionen private Anschaffungen). Beim Kreditgeschäft (839,6 Millionen Euro gesamt) unterschied Sittig zwischen privat und gewerblich. Die Niedrigzinsphase nutzten viele Privatleute für Renovierungen oder Anschaffungen. Die Unternehmen hingegen seien aktuell ohnehin sehr liquide und investierten nach Bedarf, nicht nach günstigen Zinsbedingungen.

Zum Schluss berichtete Norbert Runde erfreut, dass die Kunden die Anpassung der Filialstruktur gut angenommen hätten. Trotzdem setze die Sparkasse weiter auf qualifizierte Beratung durch gute Mitarbeiter. Das Angebot eines dualen Studiums für Auszubildende unterstreiche diese Strategie. Auch die Samstags-Öffnungszeiten als Alleinstellungsmerkmal unterstreichten dies. Hinzu komme das umfangreiche Service-Angebot, das eine Beratung nach Feierabend und beim Kunden zu Hause ebenso beinhalte wie das Telefon-Servicecenter, in dem Fragen und Aufträge innerhalb von 2,41 Minuten im Schnitt erledige. Selbstverständlich gehöre auch das stetig wachsende Online-Banking dazu.

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