Neue Regeln in den KiTas

Stadt Arnsberg informiert über Kinderbetreuung

Berichteten über den eingeschränkten Regelbetrieb in Kindertageseinrichtungen: Jugendamtsleiter Michael John und Cornelia Thiel-Kodalle, Fachdienstleitung Kindertagesbetreuung.
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Berichteten über den eingeschränkten Regelbetrieb in Kindertageseinrichtungen: Jugendamtsleiter Michael John und Cornelia Thiel-Kodalle, Fachdienstleitung Kindertagesbetreuung.

Arnsberg – Für viele Eltern und deren Kinder, die lange Zeit coronabedingt nicht die KiTa besuchen durften, ist es eine Erleichterung, dass die Tagesstätten nun wieder geöffnet haben. Allerdings herrscht ein eingeschränkter Regelbetrieb und damit verbunden neue Regeln in den KiTas. Die Eltern können für ihre Kinder nicht die eigentlich gebuchten Stunden umfänglich wahrnehmen.

Dies sorgt in vielen Fällen für Unmut, Unsicherheit und viele Fragen. Die Anpassung des Betreuungsumfangs erfolgt durch die Landesregierung. Es geht um die Reduzierung der vertraglich vereinbarten Betreuung um zehn Wochenstunden. Michael John, Jugendamtsleiter der Stadt Arnsberg, erklärte im Rückblick auf die vergangenen Monate, dass es eine schwierige Zeit für Eltern und Kinder gewesen sei. Die Eltern mussten oft im Homeoffice arbeiten und die Kinder betreuen; für die Kinder war es schwer, ihre Freunde so lange nicht zu sehen. 

Cornelia Thiel-Kodalle, Fachdienstleitung der Kindertagesbetreuung der Stadt Arnsberg, verwies auf die neuen Regeln für die städtischen Kitas, die die Landesregierung beschlossen hat, um die Ansteckungsgefahr möglichst gering zu halten. So dürfen seit dem 8. Juni die einzelnen Gruppen nur getrennt voneinander betreut werden. Zwei Personen müssen jeweils eine Gruppe betreuen. Die einzelnen Gruppen dürfen nicht durchmischt werden, das Mittagessen findet in jeder Gruppe statt und muss von den Erzieherinnen für jedes Kind aufgefüllt werden. Des Weiteren gibt es einen deutlichen Mehraufwand bei dem täglichen Reinigen nach dem KiTa-Alltag. Alles muss nach dem Spielen wieder desinfiziert werden. „Die Eltern dürfen die KiTa nicht betreten. Dies erfordert einen erhöhten Einsatz für die Erzieherinnen, denn sie müssen dafür sorgen, dass die Kinder an einem bestimmten Platz außerhalb der KiTa abgeholt werden können.“ 

"Keinerlei Handlungsspielraum"

Die pädagogische Arbeit muss angepasst und neu organisiert werden. Erschwerend kommt hinzu, dass es Risiko-Mitarbeiterinnen in den Kitas gibt, die nicht oder nur teilweise in der Kinderbetreuung eingesetzt werden können. „Das Fazit hieraus“, so Thiel-Kodalle: „es gibt einen erheblichen Arbeitsmehraufwand für das pädagogische Personal und gleichzeitig steht weniger Personal für die Betreuung der Kinder zur Verfügung.“ Dass die Tageseinrichtungen die Öffnungszeiten reduzieren mussten, sei für viele Eltern unverständlich, denn die Arbeitszeiten kollidieren häufig mit den Öffnungszeiten der KiTas. 

„Allerdings haben wir keinerlei Handlungsspielraum den Betreuungsumfang positiv für die Familien anzupassen“, erklärte Cornelia Thiel-Kodalle. Generell öffnen die städtischen Kitas von 7.30 bis 15 Uhr. „Dieser Zeitraum ist bereits nur durch erhebliche Personalverschiebungen und die temporäre Mehrarbeit einzelner Erzieherinnen möglich“, ergänzt Michael John. Die höchste Stundenzahl der Betreuung beträgt jetzt 35 Stunden, die weitere Staffelung ist 25 und 15 Stunden.

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