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Stadt Arnsberg verleiht Heimat-Preis 2021 - das sind die Gewinner

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Heimat-Preis Arnsberg 2021
Nahmen die Urkunden zum Heimat-Preis-Arnsberg 2021 entgegen: Torsten Kapteiner (Arnsberger Heimatbund), Bernhard Padberg (Arbeitskreis Ortsgeschichte Holzen) und Detlev Becker (Arbeitskreis Dorfgeschichte und -entwicklung). © Stadt Arnsberg

Zum dritten Mal hat die Stadt Arnsberg den mit insgesamt 5.000 Euro dotierten „Heimat-Preis-Arnsberg“ ausgeschrieben und dabei eingereichte Projekte bewertet.

Arnsberg - Nun steht die Entscheidung der Jury – bestehend aus Vertreteren der Stadtverwaltung Arnsberg um Bürgermeister Ralf Paul Bittner sowie Mitgliedern verschiedener Ausschüsse – und damit die Preisträger 2021 fest. Wegen der Corona-Pandemie erfolgte die Übergabe der Urkunden mit Bekanntgabe der Würdigungen nur in kleinem Rahmen.

Arnsberger Heimatbund

„Mit großer Freude gratuliere ich dem Arnsberger Heimatbund zum ersten Platz des diesjährigen Heimatpreises, die mit ihrem Kinder-Stadtführer „Werners Arnsberg-Abenteuer“ mit passendem Malbuch die Jury vollends begeistert und überzeugt haben. Der Arnsberger Heimatbund zeigt mit diesem Projekt, auf was für eine schöne Art und Weise „Werner“ unseren Kindern die Geschichte seiner Heimatstadt nahe bringt. Den jungen Arnsbergerinnen und Arnsbergern spielerisch zeigen, was es in Arnsberg geschichtlich alles zu entdecken gibt – dieses herausragende Engagement möchten wir mit dem ersten Platz besonders würdigen“, so Bürgermeister Ralf Paul Bittner in seiner schriftlichen Laudatio.

Mit der Vergabe des „Heimat-Preises-Arnsberg“ zollt die Stadt Arnsberg ehrenamtlich tätigen Vereine, Initiativen und Einzelpersonen, die sich in besonderer Weise um die Recherche bzw. Darstellung der Heimatgeschichte Arnsbergs bzw. ihrer Ortsteile verdient gemacht haben, ihre Anerkennung. Berücksichtigt wurden entsprechende Projekte, die innerhalb der letzten Jahre (von 2019 bis Mitte 2021) öffentlich zugänglich realisiert wurden.

Arbeitskreis Ortsgeschichte Holzen

Der Arbeitskreis Ortsgeschichte Holzen erreichte mit seinem Projektbeitrag „Willkommenskultur in Holzen“ den zweiten Preis. Er hat eine Broschüre aufgelegt, die das Dorf Holzen mit seiner Struktur und den dort aktiven Vereinen vorstellt. Die Broschüre mit einem stets auswechselbaren Einleger zu den aktuellen Vereinen und Initiativen im Dorf richtet sich vor allem an Bürger, die Interesse am Wohnen und Leben in Holzen haben. „Es ist für unsere Dörfer eine große Herausforderung, dörfliche Strukturen zu erhalten und trotzdem zukunftsgewandt zu sein. Dem Arbeitskreis Ortsgeschichte Holzen ist das mit der Broschüre besonders gut gelungen“, freut sich der stellvertretende Bürgermeister Peter Blume in seiner Laudatio.

Arbeitskreis Dorfgeschichte und -entwicklung Niedereimer

„75 Jahre danach – gerettete Geschichte(n) zur NS-Zeit, Krieg und Neubeginn wurde durch eine 25-jährige Aufarbeitung der NS-Geschichte vor Ort verwirklicht und umgesetzt und im Heimatblatt „Der Ninivit“ festgehalten“, so die stellvertretende Bürgermeisterin Margit Hieronymus zum dritten Preisträger der Jury. Dabei, so Hieronymus, seien vor allem die Zeitzeugenberichte und Fotos von historischen Dokumenten und Exponaten auf den insgesamt über 278 Seiten zu würdigen. „Ziel ist es, die hier vor Ort erlebte Geschichte wach zu halten und durch die Heimatnähe und Heimatverbundenheit eine besondere Nähe und Berührung als Mittel gegen das Vergessen zu schaffen“, so Hieronymus weiter. Die Jury würdigt mit dem dritten Preis das Engagement des AK für Dorfgeschichte und -entwicklung Niedereimer dafür, dass Zeitzeugen Niedereimers in dieser besonderen Form eine Stimme gegeben wird und durch dieses Projekt die Vergangenheit im positiven Sinne wachgehalten wird, sagte die stellvertretende Bürgermeisterin in ihrer Laudatio.

Alle Laudatoren aus dem Kreise der Jury lobten das Engagement und die Kreativität der eingereichten Projekte. „Wir können allen Teilnehmenden für diese kreativen und so wertvollen Projekte nur danken. Arnsberg hat durch alle zehn Projekte 100 Prozent gewonnen. Deshalb war die Wahl extrem schwer. Es steckt so viel Potenzial in der Kreativität und dem gemeinsamen Tun unserer Bürgerinnen und Bürger. Das kann gar nicht genug gewürdigt werden“, sagte Jury-Mitglied Nicole Jerusalem mit Blick auf alle eingereichten Wettbewerbsbeiträge.

Projekte werden ausgestellt

Die Engagementförderung der Stadt Arnsberg, die zusammen mit dem Zukunfts- und Strategiebüro Nachhaltigkeit den Heimat-Preis-Arnsberg begleitet, lädt in der kommenden Woche unter Beachtung der derzeit gültigen Corona-Schutzregeln in den Bürgerbahnhof ein, um alle eingereichten Projekte kennenzulernen.
Die Ausstellung aller zum Wettbewerb eingereichten Projekte findet vom 29. November bis zum 3. Dezember in der Eingangshalle des Bürgerbahnhofs Arnsberg statt und ist Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr sowie am Freitag von 8 bis 12 zu sehen.

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