"Ich habe das Gefühl, das Christkind war heute schon da“

Stiftung Denkmalschutz übergibt 100.000 Euro für Fassadensanierung der Auferstehungskirche

Pfarrer Johannes Böhnke (re.) nahm am Samstagabend einen Scheck über 100.000 Euro von Rolf Klostermann (DSD) für die Auferstehungskirche entgegen. Foto: Gaby Decker

Arnsberg. Eine großzügige Hilfe für die Sanierung der Auferstehungskirche in Arnsberg gab es jetzt von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD). Die Kirche wird nicht nur von innen erneuert, auch die Außenfassade bedarf einer dringenden Sanierung. Nach der Antragstellung bei der DSD durch die Kirchengemeinde erteilte die Stiftung nun die Zusage: 100.000 Euro konnte Pfarrer Johannes Böhnke am vergangenen Samstag entgegennehmen.

„Dieser Betrag hilft erheblich, die Kirche zu verschönern. Ich habe das Gefühl, das Christkind war heute schon da“, freute sich Wolfgang Ploog, Pressesprecher der evangelischen Gemeinde Arnsberg. Rolf Klostermann, Ortskurator Sauerland der DSD, berichtete, dass dank der Lotterie Glücksspirale und zahlreichen privaten Spendern, die regelmäßig die Stiftung unterstützen, diese Summe nach Arnsberg weiter gegeben werden könne. 

„Wieder einmal darf ich nach Arnsberg kommen und eine Spende überreichen. Würde ich mich auf das Dach der Kirche stellen, könnte ich so einige Gebäude sehen, die wir schon unterstützt haben“, so der Ortskurator. „Ein Fachgremium hat entschieden, die Putz-, Maler- und Natursteinarbeiten mit dieser Spende zu unterstützen. Sie haben hier ein Juwel, das untrennbar mit dem preußischen Baumeister Karl-Friedrich Schinkel verbunden ist. Ich freue mich schon auf die Fertigstellung des Gebäudes.“ Bauantrag ist bereits gestellt Pfarrer Böhnke dankte für die großzügige Spende und richtete seinen Dank auch an das Kreiskirchliche Bauamt in Soest. „Ohne diese Hilfe wäre das Ganze gar nicht möglich geworden.“ 

Zu den entstehenden Kosten für die Sanierung der Kirche, die auch gleichzeitig Gemeindezentrum werden soll, erklärte Pfarrer Böhnke: „Die Auferstehungskirche ist eine Patronatskirche, sie liegt unter der Schirmherrschaft eines Landes- oder Grundherrn. So entstehen für den Rechtsnachfolger Preußens, das Land NRW, ein Drittel der Kosten, also 143.000 Euro. Aus den Rücklagen für den Substanzerhalt kommen 192.000 Euro, an Spenden haben wir seit 2013 circa 30.000 Euro eingenommen. Die Gesamtkosten liegen bei 500.000 Euro. Der Bauantrag ist gestellt. Wir hoffen, dass wir im März 2019 mit den Bauarbeiten beginnen können.“

Hintergrund 

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist die größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland. Sie setzt sich seit 1985 kreativ, fachlich fundiert und unabhängig für den Erhalt bedrohter Baudenkmale ein. Ihr ganzheitlicher Ansatz ist einzigartig und reicht von der Notfall-Rettung gefährdeter Denkmale, pädagogischen Schul- und Jugendprogrammen bis hin zur bundesweiten Aktion „Tag des offenen Denkmals“ (Quelle Deutsche Stiftung Denkmalschutz).

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