Tafel zum 350. Geburtstag

Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Arnsberg beantragt, den früheren Arnsberger Bürgermeister Henneke von Essen anlässlich seines 350. Todestages im Jahr 2011 in angemessener Weise zu würdigen und zu dessen Gedenken eine Gedenktafel aufzustellen.

Als Begründung nennt die SPD-Fraktion Folgendes: "Das kurkölnische Sauerland war im 17. Jahrhundert eines der Zentren der Hexenverfolgung im Heiligen Römischen Reich mit zahlreichen Opfern. In einigen Orten der Region, wie etwa in Winterberg, wird den Opfern mit Denkmälern oder Gedenktafeln gedacht. In einem Vortrag über die Hexenverfolgung im allgemeinen und in Arnsberg im besonderen im Rahmen der Senkeka hat Pfarrer Hartmut Hegeler vorgeschlagen, den Opfern in Arnsberg exemplarisch in Gestalt des Bürgermeisters Henneke von Essen etwa in Form einer Gedenktafel zu gedenken. Dabei wurden zur Unterstützung dieses Vorhabens auch Unterschriften unter den Zuhörern gesammelt.

Nach der Veranstaltung haben Mitglieder des Arnsberger Heimatbundes signalisiert, dass sie diese Anregung aufgenommen hätten und in den entsprechenden Gremien des Heimatbundes ansprechen werden.

"Bürgermeister in schwierigen Zeiten"

Die Arnsberger SPD unterstützt diese Bestrebungen ausdrücklich. Sie fordert die Stadt auf, möglichst noch in diesem Jahr diese Anregung umzusetzen, weil sich 2011 der Geburtstag von Henneke von Essen zum 350. Mal und sein Todesjahr zum 280. Mal jährt."

Weiter heißt es im Antrag der SPD-Fraktion an Arnsbergs Bürgermeister Hans-Josef Vogel: "Henneke von Essen ist sowohl als Opfer der Hexenverfolgung, aber auch als aktiv gestaltender Bürgermeister in schwierigen Zeiten des Gedenkens der Stadt würdig. Er war unter anderem maßgeblich am Wiederaufbau der Stadt nach dem großen Stadtbrand von 1600 beteiligt. In seine Zeit fallen der dreißigjährige Krieg und Pestepidemien. Er starb nach Folter im Kerker, weil er Skepsis an der Praxis der Hexenprozesse gezeigt und sich damit selbst verdächtig gemacht hatte. Er hat wohl, wie erste Recherchen ergeben haben, in einem Vorgängerbau des Landpfennigmeisterhauses in der Hallenstraße direkt unterhalb des Rathauses gelebt. Dieses Haus würde sich als Standort für eine Gedenktafel eignen."

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