Agnes-Wenke-Schule startet Kooperationsprojekt

Talentscouts gesucht: Ehrenamtler sollen Schülern beim Ausbildungsstart helfen

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Die Beteiligten der Stadt Arnsberg und der Agnes-Wenke-Schule hoffen auf viele Ehrenamtliche, die die Begleitung Jugendlicher übernehmen.

Neheim - Ein Kooperationsprojekt zwischen der Agnes-Wenke-Schule in Neheim, dem Bildungsbüro Arnsberg, dem Fachdienst Zuwanderung/Integration und der Engagement Förderung Arnsberg soll Schülern helfen, den Weg in den Beruf zu finden.

Es wird unterschieden zwischen der „Talentscout Schulbegleitung“ und der „Talentscout Ausbildungsbegleitung“. Um den Jugendlichen helfen zu können, werden Ehrenamtliche gesucht, die die Patenschaft für die Begleitung der jungen Menschen übernehmen. 

Der Talentscout Schulbegleitung übernimmt die Unterstützung und Begleitung während der Schulzeit an der Agnes-Wenke-Schule, in enger Kooperation mit den verantwortlichen Personen in der Schule. Die Unterstützung wird direkt an der Schule geleistet. Der Talentscout Ausbildungsbegleitung übernimmt seine Aufgabe nach Beendigung der Schulzeit für die 15- bis 25-jährigen. Die Hilfe besteht zum Beispiel in der Auswahl des Berufes. Oft müssen die Schulabgänger motiviert und unterstützt werden, weil sie möglicherweise Brüche in ihrer Schullaufbahn haben oder die Sprache noch nicht so gut beherrschen. 

Lothar Molin hat als Ehrenamtlicher in diesem Bereich eine große Erfahrung. Er hilft seit Jahren den Schülern der Grimmeschule in einen guten Berufsstart. „Wenn die Schüler die Schule abgeschlossen haben, ist es oft so, dass sie eine Beratung brauchen. In der Schule ist es manchmal nicht so gelaufen, wie sie es sich vorgestellt haben. Sie wissen auch nicht, in welche Richtung der Berufsweg gehen könnte. Es sind Jugendliche dabei, die sich nichts zutrauen. Dann liegt es an uns Ehrenamtlichen, sie erst einmal aufzubauen und ihnen zu vermitteln, dass sie wertvolle Menschen sind und keine Looser, die nichts können.“

Die Jugendlichen sollen eine individuelle Betreuung bekommen. „Wir begleiten sie bis zum Vorstellungsgespräch. Ein großer Faktor ist die Zeit“, erklärt Lothar Molin. „Wir müssen uns Zeit für die Jugendlichen nehmen. Es geht im Gespräch mit ihnen ja nicht nur um die Schule und die Berufswahl. Hat man erst einmal ein Vertrauensverhältnis zueinander aufgebaut, wird auch über Privates gesprochen. Es ist auch ein Stück Lebenshilfe.“ 

Ohne Druck der Noten

Matthias Mörstedt, der Leiter der Grimmeschule zeigt sich sehr zufrieden mit dem Projekt, dass an seiner Schule schon seit Jahren erfolgreich läuft. „Die Paten für die Schüler müssen einen offenen Zugang zu den Jugendlichen haben“, erklärt er. Petra Vorwerk-Rosendahl stimmt dem zu und erklärt: „Es ist auch wichtig, dass das Ganze ohne den Druck der Noten im Hintergrund abläuft. So ist es viel entspannter.“ 

Andreas Schauerte, Leiter der Agnes-Wenke-Schule, weist darauf hin, dass mit den Ehrenamtlichen Hand in Hand gearbeitet wird. „Es ist unser Ziel, dass die jungen Menschen ihre Zukunft Schritt für Schritt selbst meistern können.“ Die Begleitung, Unterstützung und Einarbeitung der Ehrenamtlichen wird von der Engagementförderung, den Teammitgliedern der Joblotsen und Ausbildungspaten und natürlich von den kooperierenden Schulen gewährleistet. 

Petra Vorwerk-Rosendahl erklärt, was zukünftige Paten unter anderem mitbringen sollten: „Verständnis für Sorgen und Probleme der jungen Menschen, eine gute Kommunikationsfähigkeit sowie Geduld und Einfühlungsvermögen, Erfahrungswissen zu Schule, Ausbildung und dem heimischen Arbeitsmarkt und gegebenenfalls Kontakte zu heimischen Unternehmen. Geboten für die Ehrenamtlichen wird unter anderem eine kostenlose Basisqualifizierung beziehungsweise Weiterqualifizierung und Austauschmöglichkeiten und Hilfe beim Start der ehrenamtlichen Tätigkeit. Wichtig ist, dass jeder sich so einbringt, wie er an Zeit aufbringen kann. Niemand darf sich dabei überlastet fühlen.“

Weitere Informationen: Stadt Arnsberg, Zukunftsagentur Z.4 Engagementförderung, Petra Vorwerk Rosendahl, Tel. 0 29 32/2 01 14 02 oder p.vorwerk-rosendahl@arnsberg.de.

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