Planunterlagen liegen ab dem 6. April erneut öffentlich aus

Tunnelsanierung auf der Oberen Ruhrtalbahn: Bürger können Einwendungen abgeben

Einwendungen  Sanierung des Glösinger und des Freienohler Tunnels
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Einwendungen gegen die Sanierung des Glösinger und des Freienohler Tunnels können jetzt eingereicht werden.

Die beiden Eisenbahntunnel auf der Oberen Ruhrtalbahn zwischen Arnsberg und Meschede erneuert werden, um die Standsicherheit aufrechtzuerhalten und ihre Betriebssicherheit langfristig sicherzustellen. Während der kommenden Wochen werden nun die Planunterlagen ausgelegt und Bürger haben die Möglichkeit, Einwendungen einzureichen.

Arnsberg/Meschede - Der Freienohler und der Glösinger Tunnel, erbaut in den in den Jahren 1868 bis 1871, sollen aufgrund ihres Alters und des dadurch bedingten schlechten baulichen Zustandes erneuert werden. Anhörungsbehörde für die beiden Planfeststellungsverfahren ist die Bezirksregierung Arnsberg.

Die Planunterlagen beider Vorhaben hatten bereits Ende 2019 in den Städten Arnsberg und Meschede zur allgemeinen Einsichtnahme ausgelegen. Um formelle Fehler bei der ersten Auslegung sowie aktuelle Planänderungen mit berücksichtigen zu können, werden die Plan- und Deckblatt-Unterlagen beider Vorhaben nun (erneut) von Dienstag, 6. April, bis Mittwoch, 5. Mai, ausgelegt. Die mehr als 100 bereits erhobenen Einwendungen bleiben bestehen. Sie sind Bestandteil der Verfahren und müssen nicht erneut vorgelegt werden, so der Hinweis des Hochsauerlandkreises.

Diese Arbeiten sind geplant

Im Wesentlichen sollen die vorhandenen zweigleisigen Tunnelbestandsbauwerke abgebrochen, aufgeweitet und anschließend mit einer neuen Innenschale aus Stahlbeton ausgestattet werden. Anpassungsumbauten der Tunnelein- und ausgänge (Portale), Arbeiten an Erd- und Stützbauwerken und Entwässerungsmaßnahmen sind ebenfalls erforderlich.

Außerdem sind verschiedene Sicherungs- und Rettungseinrichtungen vorgesehen, unter anderem ein zweigeteilter Rettungsplatz von etwa 1.500 Quadratmetern Größe. Gegenstand der Verfahren sind auch temporäre Anlagen (wie etwa Baustelleneinrichtungsflächen, Lagerflächen, Zufahrten zu den Bau- und Rettungsbereichen einschließlich Straßenbehelfsbrücken). Während der Bauverfahren ist die fahrplanmäßige, eingleisige Weiterführung des Eisenbahnbetriebes geplant.

Einwendungen gegen das Vorhaben können bei den Städten Arnsberg und Meschede und bei der Bezirksregierung Arnsberg bis zum 7. Juni vorgebracht werden. Zur technischen Übermittlung per Email und De-Mail wird auf den verlinkten Bekanntmachungstext verwiesen.

Stellungnahmen und Einwendungen zu den beiden DB-Projekten werden gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt unter der Moderation der Bezirksregierung Arnsberg mit dem Eisenbahnbundesamt erörtert. Nach Abwägung aller öffentlichen und privaten Belange unter Berücksichtigung sämtlicher Stellungnahmen und Einwendungen wird das Eisenbahnbundesamt abschließend über die Anträge der DB Netz AG entscheiden und die Planfeststellungsbeschlüsse erstellen.

Die Unterlagen können bis Anfang Mai auch über das Internetportal der Bezirksregierung (Freienohler Tunnel: https://www.bra.nrw.de/4992338, Glösinger Tunnel: https://www.bra.nrw.de/4992378) aufgerufen werden.

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