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TV Arnsberg will sich mit „Sportbahnhof“ zukunftsfähig aufstellen

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Von: Gaby Decker

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Sportbahnhof TV Arnsberg Sportstätte
Zusammen mit zahlreichen Ehrengästen und Beteiligten traf sich der TV Arnsberg zum offiziellen Spatenstich auf dem Gelände des „Sportbahnhofs“. © Gaby Decker

 „Was lange währt, wird endlich gut“ – diese alte Weisheit trifft wohl auch auf das vom TV Arnsberg schon lange geplante Projekt „Sportbahnhof“, die vereinseigene Sportstätte, zu. Viele Hindernisse mussten aus dem Weg geräumt werden, damit auf dem Gelände des ehemaligen Hotel Menge die Baufahrzeuge rollen konnten. In dieser Woche erfolgte nun der offizielle Spatenstich.

Arnsberg - Stefan Helnerus, Geschäftsführer des TVA, stand die Freude ins Gesicht geschrieben, als er die zahlreichen Gäste begrüßte. Erst habe der TV das alte Hallenbad in Arnsberg in den Blick genommen, um die Idee der Sportstätte zu verwirklichen. Aber bald sei klar geworden, dass dies nicht die richtige Lage sei, erzählte Helnerus bei seiner Ansprache.

„Wir sind der heute hier anwesenden Edith Menge sehr dankbar, dass wir uns mit ihr einig werden konnten und sie das Grundstück verkauft hat. Das Hotel wurde abgerissen und so bekamen wir den Platz für unser Vorhaben. Es mussten trotzdem noch viele Hürden aus dem Weg geräumt werden und alle Beteiligten haben über die Jahre eine tolle Arbeit geleistet.“

Nebenan entsteht Kita-Nebau

Unmittelbar neben dem TVA-Gebäude entsteht zudem auch ein Neubau für den Evangelischen Martin-Luther-Kindergarten. „Dies ist auch ein finanzieller Vorteil“, erklärte Architekt Erich Wellie, der das Gesamtprojekt geplant hat und begleitet. Die vergangenen Jahre seien eine harte Zeit gewesen, man habe einige Rückschläge in Kauf nehmen müssen. „Jetzt können wir in 13 Wochen Richtfest feiern. Wobei wir hoffen, dass es nicht noch größere Probleme mit der Lieferung der Materialien gibt,“ so Erich Wellie.

Nach den Reden der Erwachsenen waren endlich die Kindergarten-Kinder an der Reihe. Mit einer neuen Form von „Wer will fleißige Handwerker sehen“ mit selbstgebauten Trommeln und kräftigen Stimmen machten sie auf sich aufmerksam.

„Projekt ist beispiellos in der Region“

Im Gespräch erläuterte Stefan Helnerus den Bau noch etwas näher: „Der geistige Vater des Sportbahnhofs ist Bernd Schenk, mein Vorgänger beim TVA. Er hat seit Jahren dieses Projekt im Kopf und hat es dann auch begleitet. Dieses Projekt ist beispiellos in der Region. Als einer der größten Sportvereine im Sauerland gehen wir den Weg der eigenen Sportstätte für Fitness, Reha und Freizeit. Es soll hier keine Stätte für den Leistungssport entstehen, sondern etwas, wo Großeltern, Eltern und Kinder sich sportlich betätigen können. Damit werden wir den Verein zukunftsfähig aufstellen.“

280 Quadratmeter sind für Kursräume gedacht und 140 Quadratmeter für den Individualsport, unter anderem an Geräten. Helnerus weiter: „Finanziell mussten wir einige Anpassungen vornehmen, aber der Kostenrahmen wird eingehalten. Es werden deutlich mehr als 2 Millionen Euro verbaut. 140.000 Euro haben wir inzwischen als Spenden eingenommen und wir hoffen, dass die Spendenbereitschaft noch ein wenig mehr wächst, jetzt, wo man sieht, dass es vorangeht.“

Josef Feldmann und Bodo Brosowski sind die Investoren für den Kindergarten. „Der Kindergarten hat vier Gruppen mit insgesamt 80 Kindern,“ erläutert Josef Feldmann. „Bei den Kosten liegen wir bei 1,7 Millionen Euro. Der Bau hat zwei Etagen mit 800 Quadratmetern. Hier fließt auch der Bereich für die Eltern – das Familienzentrum – mit ein. Die Aussenanlagen umfassen circa 900 Quadratmeter.“

Die neue KiTa soll im August 2022 bezugsfertig sein. Der Bezug des Sportbahnhofs ist für den Herbst vorgesehen.

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