DFB-Nachwuchs unterliegt Norwegen mit 2:5

U19-Nationalmannschaft hat trotz Niederlage Chance auf EM-Ticket

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In die Zange genommen: Die deutsche U19-Nationalmannschaft um Kai Havertz erwischte gegen Norwegen einen gebrauchten Tag.

Hüsten. Die Rahmenbedingungen passten, das Ergebnis allerdings nicht: Die deutsche U19-Nationalmannschaft hat ihr EM-Qualifikationsspiel gegen Norwegen in Hüsten mit 2:5 (1:4) verloren. Dementsprechend gedrückt war schließlich die Stimmung bei den rund 3100 Zuschauern im Stadion Große Wiese.

Nach dem Abpfiff jubelten die norwegischen Nachwuchs-Kicker ausgelassen, während die deutsche Mannschaft enttäuscht den Platz verließ. „Wir haben uns im Prinzip die letzten zwei Jahre mit diesem Jahrgang auf diese EM-Quali vorbereitet und in dieser Zeitspanne kein einziges schlechtes Spiel abgeliefert“, sagte DFB-Trainer Meikel Schönweitz im Anschluss an die Partie. „Dass wir ausgerechnet heute derart patzen, ist brutal bitter. Wir haben viele Missgeschicke und Ungenauigkeiten in unserem Spiel gehabt. Heute war ein Tag, an dem alles zusammenkam: Knapp vergebene Chancen, unglücklicher Spielverlauf, Ungenauigkeiten und simple Fehler sowie Verletzungen - ein absolut gebrauchter Tag.“

Bevor das Unheil seinen Lauf nahm, herrschte in Hüsten ausgelassene Stimmung. Beim Einlauf der beiden Nachwuchs-Teams bejubelte das Publikum besonders lautstark die Spieler von Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04. Die Partie begann verheißungsvoll: Linton Maina hatte bereits wenige Minuten nach dem Anpfiff die Chance zur Führung, scheiterte aber am norwegischen Keeper Julian Lund. Kurz darauf machten es die Norweger besser: Mittelstürmer Erling Haland traf in der 7. Minute per Kopf zum 1:0. Nur sechs Zeigerumdrehungen später egalisierte der DFB-Nachwuchs die Führung. Jan-Niklas Beste traf nach Vorarbeit von Arne Maier. Dann kam es für die deutsche Mannschaft allerdings knüppeldick: Innerhalb von 14 Minuten schossen die Norweger drei Tore und kamen durch Haland (29.), Leo Oestigaard (35.) und Hugo Vetlesen (43.) zum 4:1-Halbzeitstand.

Atakan Akkaynak verkürzte in der 62. Minute per Foulelfmeter auf 2:4.

Im zweiten Durchgang kam die Schönweitz-Elf wieder besser in die Partie und verkürzte in der 62. Minute auf 2:4, Atakan Akkaynak verwandelte einen Foulelfmeter. Das Glück währte allerdings nicht lange: Nur neun Minuten später stellte Simen Nordli den Drei-Tore-Abstand für die Skandinavier wieder her (71.). Das 5:2 blieb schließlich bis zum Ende der Partie bestehen. „Es ist leider kein Spieler an die Grenze gekommen, die er im Normalfall erreichen kann. Wir müssen uns erst einmal einen Tag lang sammeln, die Niederlage tut sehr weh“, erklärte Trainer Meikel Schönweitz und kündigte an: „Wir werden im letzten Gruppenspiel natürlich alles versuchen und wollen gegen die Niederlande gewinnen - schon alleine, um zu zeigen, dass der heutige Auftritt ein absoluter Ausrutscher war."

Und trotz dieses Ausrutschers hat das DFB-Team im abschließenden Gruppenspiel (Dienstag, 18 Uhr in Ahlen, live auf DFB-TV und bei Facebook) noch Chancen auf das EM-Ticket. Weil die Niederlande ihre zweite Partie gegen Schottland mit 0:2 verloren, haben alle vier Mannschaften drei Punkte auf dem Konto, sodass die Entscheidung über den Gruppensieg am letzten Spieltag fällt. Der deutsche Nachwuchs qualifiziert sich für die Endrunde in Finnland (16. bis 29. Juli), wenn er sein Spiel gegen das Nachbarland gewinnt und Norwegen im Parallelspiel gegen Schottland maximal einen Punkt holt - Hochspannung ist also garantiert.

Die Norweger bejubelten ihren Treffer zum 5:2 ausgelassen.

U19-EM-Qualifikation: Deutschland gegen Norwegen

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