Teatron Theater bringt das Leben Tucholskys auf die Bühne

Unterhaltung und Kritik

In der Inszenierung über Kurt Tucholsky zu sehen: Manuel Quero und Jutta Juchmann. Foto: Manfred Haupthoff

Das Teatron Theater lädt ein zu seiner neuesten Inszenierung „Kurt Tucholsky – Die Goldenen Zwanziger oder der Absturz ins Dritte Reich“.

Die Premiere ist am Freitag, 24. Januar, weitere Aufführungen gibt es am 25., 26. und 28. Januar um 20 Uhr in der KulturSchmiede Arnsberg. Zwar sind die Premiere am 24.1. und die Vorstellung am 25.1. bereits ausverkauft, aber es gibt noch Karten für die Vorstellungen am 26. und 28.1.2014 in den Stadtbüros Arnsberg und an der Abendkasse in der KulturSchmiede.

Zudem wird wegen der großen Nachfrage am 27. Januar, 20 Uhr eine Zusatzvorstellung geboten.

Mit seiner neuen Inszenierung über das Leben und Werk von Kurt Tucholsky hat das Teatron Theater einen Theater-Cabaretabend entwickelt, der die Zuschauer eintauchen lässt in die Zeit der „Goldenen Zwanziger“ mit ihren Kabarett- und Revuetheatern in Berlin einerseits und den politischen Turbulenzen der Weimarer Republik andererseits. Ein fünfköpfiges Ensemble erwartet das Publikum (Yehuda Almagor, Manuel Quero, Jutta Juchmann, Stefan Wolf, Gunther Tiedemann) und präsentiert Chansons, kabarettistische Darbietungen und tänzerische Einlagen, ebenso wie politische Texte und Briefe Kurt Tucholskys, die seinen dramatischen Kampf um Demokratie und Freiheit widerspiegeln.

„Kurt Tucholsky verstand es wie kein Zweiter, mit seinen Chansons und seinen kritischen und humorvollen Texten gleichzeitig zu unterhalten und zu kritisieren.

Veröffentlichungen unter Pseudonymen

Unter seinem eigenen Namen und unter den Pseudonymen – Ignaz Wrobel, Theobald Tiger, Peter Panter und Kaspar Hauser – bekämpfte er zeitlebens die antidemokratischen Tendenzen innerhalb der Weimarer Republik und prangerte Nationalismus und Militarismus an. Schon früh erkannte er die Gefahr des aufkommenden Nationalsozialismus. Seine Kassandrarufe blieben jedoch ungehört, und so wurden seine Bücher 1933 namentlich erwähnt dem nationalsozialistischen Feuer übergeben“, schreibt die Theatergruppe in ihrer Ankündung.

„Kurt Tucholsky erlebte sich selbst als gescheitert, da er und seine Schriften zwar „Erfolg“ beim Publikum, aber – wie er meinte - keine „Wirkung“ hatten. „Gegen einen Ozean pfeift man nicht an“, schrieb er 1933 - da hatte er seinen Wohnsitz schon längst zunächst nach Paris, dann nach Schweden verlegt, wo er 1935 aus dem Leben schied“, heißt es abschließend.

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