Achtung: Abzocke

Wenn Verlockung zur Falle wird: Verbraucherzentrale gibt Tipps, um Fake-Shops zu erkennen 

Fake Shops Verbraucherzentrale warnt Tipps
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Vor Fake-Shops warnt aktuell die Verbraucherzentrale.

Handtaschen, Designer-Klamotten, High-Tech-Trendprodukte und Marken-Uhren: Im Internet werben Shops mit verlockenden Waren. Werden begehrenswerte Produkte zum Schnäppchenpreis und gegen Vorkasse angeboten, sollten Kundenaugen vor einer Bestellung besonders wachsam sein.

Arnsberg – Denn Fälscher bieten auf kopierten oder nachgemachten Shop-Seiten im Internet attraktive Waren an, die niemals oder nur als schlechte Kopie den Weg zum Käufer finden.

Ihren Fake mit einem Online-Shop lassen sich die Schwindler von Kunden teuer bezahlen.

„Täuschung sollte angezeigt werden“

„Wer in die ausgelegte Falle tappt und den verlangten Betrag für das begehrte Produkt vorab überweist, hat kaum eine Chance, sein gezahltes Geld jemals wiederzusehen“, warnt Petra Golly, Leiterin der der Verbraucherzentrale NRW in Arnsberg. „Wird die Echtheit eines Shop-Angebots nur vorgegaukelt, um zu kassieren, handelt es sich um Betrug. Eine solche Täuschung sollte angezeigt werden“, rät die Verbraucherzentrale, die Abzocke bei einem FakeShop nicht auf sich beruhen zu lassen.

Golly seien derzeit mehrere Fälle von Betroffenen auch aus Arnsberg bekannt, die auf gut (nach-)gemachte Internetseiten hereingefallen seien. Die Verbraucherzentrale Arnsberg gibt Tipps, die helfen sollen, Fake-Shops vor einer Bestellung zu erkennen:

Erkennungszeichen

Ob es bei den Angeboten im Online-Handel immer mit rechten Dingen zugeht, sei selbst für Experten kaum auf den ersten Blick erkennbar. Internet-Fälscher, die Kunden nur ans Geld wollen, würden bei ihren Täuschungen immer perfekter und perfider ans Werk gehen: Durch das Kopieren oder Fälschen von Produktbildern und Informationen aus realen Internetseiten wirke ein Fake-Shop im Internet oftmals täuschend echt.

Um Seriosität vorzugaukeln, seien das Impressum mit der Händleradresse oder die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) ebenfalls von anderen Seiten abgekupfert oder frei erfunden.

Alle Angaben prüfen

Käufer sollten vor einer Bestellung folgende Punkte in einem Internet-Shop genau checken: Gibt es mehrere – darunter auch kundenfreundliche – Zahlungsarten und eine überprüfbare Anbieteradresse im Impressum? Werden Angebot und Preis mit allen erforderlichen Details – etwa der Beschaffenheit des Produkts – angegeben? Werden Lieferbedingungen und -kosten ausreichend dargestellt? Sind Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) und darin Hinweise zum Widerruf vorhanden? Wird mit einem vertrauenswürdigen Gütesiegel wie beispielsweise „Trusted Shop Guarantee“ (Trusted Shops), „s@fer-shopping“ (TÜV Süd) und „Geprüfter Onlineshop EHI“ (EHI Retail Institute GmbH) geworben?

Eine zuverlässige Orientierung würden solche Siegel jedoch nur bieten, indem die Bürger auf das Logo klicken und dadurch auf die Internetseite des Prüf-Unternehmens weitergeleitet werden.

Vorsicht bei Vorkasse

Kunden werden bis zum Anklicken des Kaufbuttons mehrere – auch kundenfreundliche – Zahlungsweisen angeboten. Sind sie bei der Kasse angelangt, haben Kunden plötzlich keine Wahl mehr: Dort wird nur noch eine umgehende Überweisung des geforderten Betrags verlangt – hier ist Vorsicht angesagt.

Auf der sicheren Seite seien Kunden, wenn sie Artikel nur bei Online-Händlern ordern, die mehrere kundenfreundliche Zahlungsarten bis zum Klick auf den Kauf-Button zur Verfügung stellen. Sicher seien Zahlungen auf Rechnung oder per Lastschrift. Bei der Zahlung auf Rechnung müssen Kunden erst bezahlen, wenn sie die Ware erhalten haben. Bei Zahlung per Lastschrift kann die Zahlung noch bis zu acht Wochen rückgängig gemacht werden.

Unerkannter Betrug

Wenden sich „Reingefallene“ über die angegebenen Kontaktdaten an das Unternehmen, um die richtige Ware oder ihr gezahltes Geld zurück zu erhalten, werden sie oft immer wieder vertröstet.

Briefe mit Rückzahlungsaufforderungen kommen als unzustellbar zurück oder bleiben unbeantwortet, so die Verbraucherzentrale. In den meisten Fällen seien Betroffene um eine schlechte Erfahrung reicher und hätten das Nachsehen.

Nicht wehrlos

Wer schon Geld überwiesen hat, sollte umgehend seine Bank auffordern, die Zahlung rückgängig zu machen, rät die Zentrale. Wenige Stunden nach einer Onlinebestellung ist dies oft noch möglich.

Bei anderen Zahlungsarten kann der Käufer eine Zahlung noch bis zu acht Wochen nach der Einzug rückgängig machen. Inwieweit dies gilt, wisse die Bank. Grundsätzlich sollten die Bürger sämtliche Belege von Online-Bestellungen sammeln oder sichern. Dazu gehören der Kaufvertrag, die Bestellbestätigung, E-Mails und ein Screenshot des Angebots.

Weitere Infos

Es besteht für Betroffene die Möglichkeit, die ausgedruckten Unterlagen in der Beratungsstelle der Verbraucherzentrale NRW prüfen zu lassen. Zudem sollten sie Strafanzeige bei der Polizei stellen. Dies ist auch unter www.polizei.nrw.de möglich.

Informationen und rechtliche Hilfestellungen zu akuten Verbraucherfragen gibt die örtliche Beratungsstellen der Verbraucherzentrale NRW in Arnsberg zurzeit ausschließlich unter der Tel. 0 29 32/5 10 97 01 oder per E-Mail. Kontaktdaten dazu gibt es auf der Internetseite www.verbraucherzentrale.nrw/arnsberg

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