Verbraucherzentrale gibt Tipps bei Sturmschäden

Schäden umgehend melden - Versicherungsleistungen klären

Arnsberg. (SK)

Wenn Sturmböen Dächer abdecken und Bäume umknicken, ist die Schadensregulierung in der Regel ein Fall für die Versicherung. Sturmschäden sollten dem Versicherer umgehend gemeldet werden, rät Petra Golly von der Verbraucherzentrale in Arnsberg. Betroffene sind zudem verpflichtet, alles zu unterlassen, was die Feststellung des Schadens erschweren könnte. Da sonst der Versicherungsschutz riskiert wird. Lediglich Gefahrenquellen dürfen beseitigt werden. Bei der Schadensmeldung müssen die Angaben wahrheitsgetreu angegeben werden. Im Zweifel hilft die Nachfrage beim Versicherer, wie sich Betroffene verhalten sollen.

Für Sturmschäden haften Gebäude-, Hausrat- und Kaskoversicherungen. Stürmisch ist es nach den Bedingungen der Versicherer ab Windstärke acht. Das entspricht einer Windgeschwindigkeit von 63 Stundenkilometern.

Wurden Hausratgegenstände zum Spielball des Sturms, sind diese Schäden durch die Hausratversicherung nur abgedeckt, wenn sie während der Böen in einem Gebäude untergebracht waren und dies ebenfalls vom Wind beschädigt wurde. Ausnahme: Antennen und Markisen, die einem Mieter gehören, außen am Gebäude angebracht sind und ausschließlich durch die Bewohner der versicherten Wohnung genutzt werden.

Hausrat- und Wohngebäudeversicherungen haften übrigens nicht, wenn Regen durch offene Türen oder Fenster eindringt.

Hat der Sturm Dachziegel auf ein parkendes Auto geschleu-dert, ist die Teilkasko des Autohalters in der Zahlungspflicht. Versichert ist allerdings nur der Fahrzeugwert, zum Zeitpunkt der Schadensmeldung. Ist ein gesunder Baum umgefallen, gilt dies als "höhere Gewalt", und der Eigentümer haftet nicht für den Schaden.

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