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Verbraucherzentrale informiert, wie Mieter Sonnenenergie nutzen können

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Von: Gaby Decker

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Solarstrom Verbraucherzentrale informiert Mieter
Bürgermeister Ralf Paul Bittner, Gerd Stüttgen, Verband Wohneigentum, Susanne Müller, Haus und Grund, Carsten Peters, Energieberater Verbraucherzentrale, Dominic Senft, Stadtwerke Arnsberg und Lena Herzog, Verbraucherzentrale (v.li.), informierten über Solarstrom. © Gaby Decker

Mit einem Modellhaus, an dem die Photovoltaikmodule auf dem Dach und Steckersolar-Anlagen an den Balkonen installiert waren, warb die Verbraucherzentrale Neheim jetzt für die Aktion „Solarstrom@home“. Auch eine Ladestation für Elektrofahrzeuge war Teil des Aktionsstandes, mit dem die Verantwortlichen auf die aktuelle Kampagne der Verbraucherzentrale NRW aufmerksam machten.

Neheim – „Es ist heute die Möglichkeit gegeben, als Privathaushalt der eigene Stromversorger zu werden“, erklärt Carsten Peters von der Verbraucherzentrale.

„Aktiv Klimaschutz zu betreiben und dabei unabhängiger vom Stromanbieter zu werden und dabei noch Geld zu sparen ist heute möglich. Es ist leider so, dass in NRW nur drei Prozent der Stromerzeugung mit Solarstrom abgedeckt werden. Das wäre anders möglich, denn das Sonnenpotential in NRW entspricht fast der Hälfte des heutigen Stromverbrauchs.“

Mitmachen beim Klimaschutz betrifft auch Mieter

Dass dieses Mitmachen beim Klimaschutz nicht nur Menschen mit eigenen Häusern betrifft, sondern auch Mieter, die eine Terrasse oder einen Balkon haben, wissen möglicherweise viele nicht. „Hierbei geht es um ein kompaktes Stecker-Solargerät, das mit normalerweise wenig Aufwand angebracht werden kann. Das Sonnenkraftwerk für den Balkon besteht aus ein bis zwei Standard-Solarmodulen und einem Wechselrichter, der den Gleichstrom der Anlage in 230-Volt-Wechselstrom für den Haushalt umwandelt. Dabei lassen sich nach günstigem Standort pro Modul 300 Kilowattstunden Strom erzeugen. Das ist ungefähr der Jahresverbrauch einer Spül- oder Waschmaschine“, klärt Carstens über die kleine Solaranlage auf.

Wer in der glücklichen Lage ist, ein Eigenheim zu besitzen, kann den Klimaschutz doch schon größer aufziehen. Die Besitzer können sich auf dem Dach ihr eigenes Sonnenkraftwerk bauen lassen. Eigenverbrauch und Einsparung sind hier die Hauptkomponenten. Mit der sogenannten Sektorkopplung, kommt man an die hausinternen Schnittstellen Strom, Wärme und Mobilität.“

PV-Anlage auf dem Dach ist die beste Lösung für einen Haushalt

Hier ist einiges drin in Sachen selbsterzeugtem Solarstrom. „Eine PV-Anlage auf dem Dach ist die beste Lösung für einen Haushalt“, so Peter Carstens. „Es lassen sich Batteriespeicher, Wärmepumpe und Elektroheizstäbe für Heizung und Warmwasseraufbereitung speisen. Die hauseigene Ladestation ermöglicht auch das Laden des E-Autos und des E-Bikes mit dem eigenen Strom.“

Viele Bausteine, die den Klimaschutz aktiv vorantreiben

Bürgermeister Ralf Paul Bittner machte deutlich: „Es sind viele Bausteine, die den Klimaschutz aktiv vorantreiben. Die weitere Nutzung der Solarenergie bei Privathaushalten ist eine davon. Arnsberg strebt im Jahr 2030 die Klimaneutralität an, deshalb werbe ich für die hier vorgestellten Möglichkeiten, die uns dem Ziel ein gutes Stück näher bringen können. Ich bin sicher, dass wir dafür auch viele Bürger unserer Stadt begeistern können.“ Ergänzend fügte er hinzu: „Eine PV-Anlage muss für uns alle zur Normalität werden. Auch bei jedem Bau von der Kommune muss überprüft werden, was in dieser Hinsicht machbar ist.“

Weitere Informationen und Beratung

Beim Energiestammtisch am 27. Oktober von 19.30 bis 21.30 wird Carsten Peters ebenfalls Informationen zum Thema Solarstrom geben. Die Verbraucherberatungsstelle in Neheim bietet auch Beratung im Videoformat an. Carsten Peters wird ab Oktober zudem monatlich im Alten Rathaus in Arnsberg und in der Verwaltung an der Goethestraße Beratungen zum Thema Solarstrom anbieten. Termine und Infos unter www.verbraucherzentrale.nrw/beratungsstellen/arnsberg. Die Stadtwerke, Haus und Grund und der Verband Wohneigentum, Kreisverband Arnsberg beraten ebenfalls zum Thema. Die Verbraucherzentrale NRW stellt zusätzlich unter www.verbraucherzentrale.nrw/sonnenseite umfangreiche Informationen zur Planung, Inbetriebnahme und Förderung von Solarstromanlagen für private Verbraucher zur Verfügung.

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