Pit Schrage bringt die Haarsträhnen der Anwohner ans Tor

Verbunden mit Moosfelde

Tor in Moosfelde

Das Tor soll ein besonderer Willkommensgruß sein, aber auch eine Verbundenheit mit dem Ortsteil zeigen. Jetzt wurde an der Eschenstraße in Moosfeld ein Tor aufgestellt, an dem von der einen Seite die Geschichte Moosfeldes mit Bildern und Daten aufgezeigt ist – und auf der anderen Seite wurden vom Künstler Pit Schrage kleine Haarsträhnen, die in Gießharz gegossen sind, angebracht.

410 Haarsträhnen sind inzwischen zusammen gekommen. „Es war viel Arbeit, die einzelnen Strähnen in das Gießharz einzuarbeiten“, erklärt Swen Busse, der im ehemaligen Beirat von Moosfelde tätig war. Als der Beirat aufgelöst wurde, war noch etwas Geld vorhanden. Es sollte etwas Besonderes für Moosfelde geschaffen werden, etwas, was in den Blickpunkt gerückt werden konnte. Und so wurde beschlossen, einen Künstler hinzuzuziehen. Die Wahl fiel auf Pit Schrage.

In seine Überlegungen hinein kam ein Film, der etwas über vietnamesische Haarjäger zeigte, die Frauen für wenig Geld ihre langen Haare abschneiden, sie weiter verkaufen und dann zu Perücken oder Haarverlängerungen verarbeitet werden. Schrage recherchierte noch weiter im Internet und so entstand langsam die Idee, die jedem, der sich beteiligen will, etwas Persönliches abverlangt. Vor gut einem Jahr begann man in Moosfelde mit der Haarsträhnensammlung. zuletzt begann Pit Schrage damit, die kleinen Gießharzplättchen am Tor anzubringen. Circa 1500 der Plättchen – in den Farben blau, weiß, kupferfarben und in einem Sandton – würden auf dem mit Aluminium verkleideten Tor Platz finden.

„Es soll das Zusammengehörigkeitsgefühl in Moosfelde stärken“, erklärt Ingeborg Lauber-Zelt und hofft mit den anderen Initiatoren, dass noch viele Haarsträhnen zusammen kommen werden. Auch Menschen, die nicht direkt aus Moosfelde kommen, können sich an der Aktion beteiligen. „So können sie ihre Verbundenheit mit Moosfelde zeigen“, erklärt Marianne Albrecht.

Sie weiß auch einiges über die andere Seite des Tores zu erzählen. So gab es zum Beispiel in Moosfelde ein großes Gut, das 1972 abgerissen wurde. Erstmals erwähnt wurde Moosfelde mit dem Namen Marsuelde. Dies und noch einiges mehr an Informationen ist sicher an dem neuen Tor unter Acrylglas gelegt.

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