RuhrtalRadweg und Stadtführungen sind in Arnsberg weiterhin beliebt

Verkehrsverein verzeichnet weiter positive Zahlen aber großes Hotel fehlt

Mit der Wiederwahl präsentierte sich der anwesende Vorstand des Verkehrsvereins fast komplett: Christian Prange, Tarek Jumah, Monika Gruttmann-Haase, Dr. Christine Dolle, Sabine Schwarz, Andrea Klöpper und Vorsitzender Heinz Hahn (v.li.). Foto: Frank Albrecht

Arnsberg.Ein Plus an vielen Stellen – das kennzeichnet in Kürze die touristische Entwicklung in Arnsberg. Der Verkehrsverein Arnsberg (VVA) blickte im Rahmen seiner Mitgliederversammlung überwiegend positiv auf das Jahr 2017 zurück. So stieg sowohl die Zahl der Radtouristen auf dem Ruhrtalradweg als auch die der Übernachtungen. Wermutstropfen bleibt die nach Darstellung von Geschäftsführerin Karin Hahn nicht ausreichende Zahl an Betten im Stadtteil Arnsberg. Bei oft ausgelasteten Kapazitäten vor allem für zusammenhängende Gruppen, wurde der Ruf nach einem weiteren 70-Betten-Hotel in Arnsberg erneuert.

VVA-Vorsitzender Heinz Hahn leitete eine Mitgliederversammlung, in der Geschäftsführerin Karin Hahn und Mitarbeiterin Annette Baumeister einen zufrieden stellenden Rückblick auf das Geschäftsjahr 2017 geben konnten. Dabei erläuterte Karin Hahn noch einmal die Grundaufgaben des Tourismusbüros am Neumarkt, das vor allem die Nachfrage steigern und neue Zielgruppen für die touristischen Angebote in der Stadt erschließen wolle. Mit entsprechender Beratung sowie Werbemaßnahmen sei man bestrebt, den Gästen die Ausflugs- und Reiseentscheidungen abzunehmen und für Motivation der Gäste zu sorgen. Besucherkontakte zeigten dabei da Akzeptanz, so Hahn: Im Mai 2018 nahmen 248 Gäste an Stadtführungen teil, 170 kauften ein Ticket für Veranstaltungen, 306 Mal wurden Unterkünfte nachgefragt sowie 974 Anfragen per Telefon abgearbeitet.

Werbemaßnahmen rund um den RuhrtalRadweg bleiben spürbar: Pauschalreisen an der Ruhr, die der Verkehrsverein zusammen mit Dienstleistern anbietet, haben 2017 zu einer Steigerung der Erlöse geführt. Mehr Gäste hatten dabei ein komplettes oder individuelles Arrangement gebucht. Arnsberg profitiere davon, dass deutschlandweit die Zahl der Radtouristen seit 2014 um 30 Prozent zugenommen hat. „Der Markt ist für Arnsberg noch nicht erschöpft“, fasste VVA-Vorsitzender Heinz Hahn zusammen.

Ein weiterer wichtiger Frequenzbringer bleiben die Stadtführungen in Arnsberg. Von Anfang Mai bis Ende Oktober habe es 2017 insgesamt 530 Führungen mit rund 10.000 Gästen gegeben. Die ausgebildeten Stadtführer des VVA haben dazu 26 Themenführungen angeboten und für einen Erlös von über 16.000 Euro gesorgt. „Wir können hier seit Jahren eine positive Umsatzentwicklung verzeichnen“, so Geschäftsführerin Karin Hahn. Eine insgesamte Steigerung der Übernachtungszahlen auf über 100.000 Übernachtungen seit 2014 wirkte sich auch 2017 aus: Zum Vorjahr konnte deren Zahl in Arnsberg um 7,5 Prozent gesteigert werden. Pro Übernachtung, so Hahn, hätten die Gäste im Durchschnitt 100 Euro in der Stadt gelassen.

An die Erfolge in der Vermarktung der Stadt und des Stadtteils will man anknüpfen. Investitionen in den Tourismus sollen sich perspektivisch unter anderem in einem neuen touristischen Leitsystem mit der „Kultur- und Naturroute“ widerspiegeln. Zu den bereits neu aufgelegten Broschüren „Wandern rund um Arnsberg“ sowie „Freizeitführer Arnsberg“ ist ein Führer zum historischen Rundgang in Neheim in Vorbereitung. Noch mehr Interesse an der Stadt und dem Stadtteil erhofft sich der VVA durch die komplette Öffnung des Sauerland-Museums sowie durch die Ausgrabungen in Kloster Wedinghausen.

Von der Arnsberger Woche bis zum Weihnachtsmarkt konnten Geschäftsführung und Vorstand des VVA den Mitgliedern eine Reihe gut besuchter Veranstaltungen aus 2017 im Stadtteil Arnsberg präsentieren. „Sie zeigen allesamt eine hohe Akzeptanz sowie positive Ausstrahlung in der Stadt“, zog Vorsitzender Hahn sein Fazit. Bei der Vorstellung des Jahresabschlusses musste trotzdem ein niedriger vierstelliger Betrag als Verlust ausgewiesen werden. Der, so Hahn, sei angesichts des Vereins-Guthabens aber zu verschmerzen. Der Haushaltsplan für 2018 wurde genehmigt. Bei den fälligen Wahlen zum Vorstand des VVA stellten sich Andrea Klöpper (Country Lodge) und Christian Prange (Schuhhaus Prange) zur Wiederwahl, die ebenfalls einstimmig erfolgte. Als Gast warb schließlich noch der Geschäftsführer des SGV-Jugendhofs für die in diesem Jahr mit 800.000 Euro sanierte Einrichtung.

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