Große Bemühungen zahlen sich aus

Versorgungslücke geschlossen: Tafel eröffnet wieder in Alt-Arnsberg

Freuten sich darüber, dass es endlich wieder eine Ausgabestelle der Tafel in Alt-Arnsberg gibt: Ewald Hille, Raimund Hoffmann, Carina Schnick und Stephan Blefgen (vorne v.li) mit Bürgermeister Ralf Paul Bittner, dem Tafel-Team und Eröffnungsgästen.
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Freuten sich darüber, dass es endlich wieder eine Ausgabestelle der Tafel in Alt-Arnsberg gibt: Ewald Hille, Raimund Hoffmann, Carina Schnick und Stephan Blefgen (vorne v.li) mit Bürgermeister Ralf Paul Bittner, dem Tafel-Team und Eröffnungsgästen.

Arnsberg – Eine bedeutende Versorgungslücke geschlossen hat die Arnsberger Tafel in dieser Woche mit der Eröffnung einer neuen Ausgabestelle in Alt-Arnsberg. In den Räumen der früheren Fleischerei Wirth an der Clemens-August-Straße werden Tafel-Kunden ab sofort dienstags- und donnerstagsvormittags mit Lebensmitteln versorgt.

Es war ein großer Verlust für die 850 bis 900 Tafelkunden aus dem Raum Alt-Arnsberg, als die Ausgabestelle an der Ruhrstraße vor rund drei Jahren schließen musste. So gab es für den 2019 neu gewählten Vorstand mit Peter Hoscheidt an der Spitze sowie Ewald Hille und Stephan Blefgen als Stellvertreter, schnell das Ziel, wieder eine Ausgabestelle einzurichten. 

Rund eineinviertel Jahr später nun die gute Nachricht: „Wir haben es hingekriegt, besonders dank Antriebsmotor Peter Hoscheidt“, betonte Ewald Hille am Dienstag bei der offiziellen Eröffnung in der Clemens-August-Straße. „Dass der Bedarf da war zeigte sich auch daran, dass bei der ersten Öffnung heute morgen direkt Kunden da waren, die zuletzt nicht mehr nach Neheim gekommen waren“, sprach Hille unter anderem den entscheidenden Faktor Mobilität an. Denn viele Kunden der Arnsberger Tafel sind auf Bus und Bahn angewiesen, ihnen fiel es mitunter schwer zur Ausgabe nach Neheim zu kommen. Zusammen mit Stephan Blefgen dankte Ewald Hille den an diesem Tag auch zahlreich erschienenen Unterstützern, Partnern und Vertretern der Politik für ihren Einsatz. 

"Der Standort ist richtig gut"

Bürgermeister Ralf Paul Bittner war es ein besonderes Anliegen, persönlich zur Eröffnung zu kommen: „Der Standort ist richtig gut. Es hat geklappt, weil viele das Projekt unterstützt haben“, überbrachte er den Dank der Stadt an alle Beteiligten. „Was die Tafeln leisten, Menschen in schwierigen Situationen ehrenamtlich zu helfen, das ist eine ganz wichtige Sache“, betonte Bittner.

Betreut wird die neue Ausgabestelle in Alt-Arnsberg von acht Mitarbeitern, die Leitung liegt bei Carina Schnick. Sie kennt die Vorzüge des Standortes genau: „Die Lage ist sehr zentral und die Kunden können zu Fuß zu uns kommen. Es gibt einen großen, nicht einsehbaren und dennoch hellen Wartebereich, so dass niemand draußen auf der Straße warten muss.“ Darüber hinaus waren eine geräumige Theke für Lebensmittel, sowie Kühlhaus und Lagermöglichkeiten in der früheren Fleischerei bereits vorhanden. Über die positive Resonanz direkt am ersten Tag freutr sich Carina Schnick sehr: „Wir haben auch schon einige Neuanmeldungen bekommen.“ 

Standort am Bahnhof Neheim-Hüsten wird weiter geplant

Parallel zur Vorbereitung der Eröffnung in Alt-Arnsberg laufen bei der Arnsberger Tafel auch die Planungen für den neuen Standort am ehemaligen Gebäude der Stückgutabfertigung am Bahnhof Neheim-Hüsten. „Die Vorplanung ist von unserer Seite soweit abgeschlossen, die entsprechenden Abstimmungen mit der Stadt Arnsberg, mit der wir eng zusammenarbeiten, erfolgen nun als nächstes“, berichtet Ewald Hille. „Die Bedingungen sollen mindestens so gut beziehungsweise noch besser sein als bisher an der Möhnestraße.“ Für den Aus- beziehungsweise Umzug im kommenden Jahr stehe bislang aber noch kein konkreter Zeitpunkt fest.

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