Synoden stimmen dafür - Presbyterien müssen noch zustimmen

Evangelische Kirchenkreise Arnsberg und Soest kurz vor Zusammenschluss

Mitglieder der Projektgruppe „Neuer Kirchenkreis“, beide Superintendenten, Verwaltungsleiter aus Lüdenscheid –Plettenberg und Soest-Arnsberg und Mitglieder des Finanzausschusses freuen sich über die Entscheidungen der Synodalen. Foto: KKB

Meschede/Arnsberg. Die Sommersynode im Evangelischen Kirchenkreis Arnsberg tagte in Meschede und fällte zukunftsweisende Strukturentscheidungen. Die 60 Delegierten beschlossen mit einer Gegenstimme und drei Enthaltungen die Urkunde über die Vereinigung der Kirchenkreise Arnsberg und Soest.

Superintendent Alfred Hammer danach zu den Synodalen: „Dies ist die Synode, in die ich mit der größten Spannung hineingegangen bin. Ich bin von dem, was Sie beschlossen haben, vollständig überzeugt.“ Mittelfristig werden die Zahl der Gemeindeglieder und die Kirchensteuereinnahmen sinken. Darauf müssten die Kirchenkreise Soest und Arnsberg mit richtigem Steuern reagieren, sagte Hammer. Der neue Kirchenkreis mit rund 100.000 Gemeindegliedern könne dafür sorgen, dass „wir morgen gute Arbeitsmöglichkeiten in den Kirchengemeinden und den Kirchenkreisen haben“.

Zwei Tage zuvor hatte die Synode im Evangelischen Kirchenkreis Soest in einem gleichlautenden Beschluss der Gründungsurkunde zugestimmt. Nun wird die Urkunde noch allen Presbyterien vorgelegt. Auch sie müssen zustimmen, damit der neue Kirchenkreis Soest-Arnsberg am 1. Januar 2019 gebildet werden kann. Im kommenden Jahr muss das für die Vereinigung genehmigte Grundlagenpapier an mehreren Punkten geschärft werden. Als Arbeitsaufträge ergänzten die Synodalen: die Kreispfarrstellen Diakonie und Krankenhausseelsorge angemessen zu beschreiben, Jugendmittel auch für entstehende und nicht nur vorhandene Jugendarbeit freizugeben, die notwendigen Voraussetzungen für gelingende Kommunikation im großen Flächenkreis zu beschreiben und mit der inhaltlichen Profilbildung des zukünftigen Kirchenkreises zu beginnen. Nachmittags beschloss die Synode einstimmig bei einer Enthaltung, den Kreiskirchenverband Sauerland-Hellweg zu errichten. Die Kreissynoden Lüdenscheid-Plettenberg, Iserlohn und Soest hatten diesen Beschluss zuvor schon gefasst.

Zu diesem Zusammenschluss sagt Dr. Arne Kupke, Juristischer Vizepräsident der Evangelischen Kirche von Westfalen: „Besonders gelungen ist es hier, mit vier Kirchenkreisen in einer riesigen Fläche, trotz der Konzentration der Fachlichkeit, die regionale Nähe und persönliche Betreuung zu sichern.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare