„Wünschen uns ein volles Haus“

Vorbereitungen für "Fest der Begegnungen" am 28. April in Neheim laufen

Viele Beteiligte laden für Ende April zum Fest der Begegnung in das Neheimer Kaiserhaus ein. Foto: Gaby Decker

Neheim. Viele Geflüchtete sind in der Stadt Arnsberg angekommen. Viele Arnsberger haben ihnen dabei geholfen, Schwierigkeiten zu überwinden, die sich ihnen in den Weg stellten. Um sich gegenseitig noch besser kennenzulernen, findet am Samstag, 28. April, ab 11 Uhr erstmals ein „Fest der Begegnungen“ mit Geflüchteten und Einheimischen im Kaiserhaus statt. Es soll ein Fest werden, das die Gäste unterhält, aber auch zum Nachdenken anregt. Der Schwerpunkt soll auf der Begegnung liegen.

„Begegnungen, aus denen möglicherweise tragfähige Beziehungen werden“, so Pfarrer Stephan Jung. Die katholische Kirche St. Johannes Baptist Neheim und Voßwinkel veranstaltet dieses Fest in enger Zusammenarbeit mit vielen anderen Vereinen und Institutionen. Pfarrer Jung und Hedwig Epping von der Caritas und mit dem Thema Flüchtlinge bestens vertraut, stellten das Programm dieses Tages vor. „Die Idee kam vom Freundeskreis Schleifmühlenweg. (Gruppe ehrenamtlicher Flüchtlingshelfer)“, erklärte Hedwig Epping. Man habe sich zusammen gesetzt und viele Gruppen mit ins Boot geholt. Zunächst sei man an die Neheimer Schützen heran getreten, was sich als guter Schritt erwiesen habe. „Bei der Suche nach einer Lokalität wurde uns das Kaiserhaus angeboten. Die Gruppen für das Fest sind nach und nach zusammen gekommen und es ist auch ein tolles Programm entstanden.“ Für die Kinder ist mit eigenem Programm gesorgt. Sie gehen nach der Begrüßung in die Betreuung, die der Kindergarten St. Elisabeth und das KiJu übernimmt. Für die Erwachsenen beginnt der Tag mit Szenen aus dem Stück „Wintergarten“, das einige Geflüchtete mit großem Erfolg schon mehrfach aufgeführt haben. Es wird ein Monolog von der Hauptfigur ‚Muhammad‘ zu sehen und zu hören sein. Albanischer Tanz und Neheimer Quadrille schließen sich an. 

Workshops, Tanz und Musik 

Unterschiedliche Workshops werden angeboten – zum Beispiel Lieder als Spiegel der Zeit, Christen in Syrien und ein Video von der Anti-Rassismus AG des St. Ursula Gymnasiums. Die Neheimer Schützen bieten den Workshop ‚Flüchtlinge in Arbeit‘ an. Hier zu wird es zwei Vorträge geben, einmal von der IHK und von einem Geschäftsführer aus der Region, der selbst Geflüchtete beschäftigt. In der Mittagspause gibt es für den kleinen und großen Hunger viele internationale Gerichte. Der Posaunenchor der Evangelischen Kirche und eine internationale Band werden dazu spielen. Die Arbeit von „Sea-Eye“ im Mittelmeer wird von einem Rechtsanwalt vorgestellt. Nach einer Trommelaufführung laden Balver und Sunderner Schüler zu szenischem Theater ein. ‚Krieg! Wohin würdest du gehen?’. Szenische Lesungen mit Musik, Tanz und Theater laden zu einem Gedankenexperiment ein. Man kehrt die Situation um. In der Vorankündigung heißt es: „Die westliche Welt ist zusammengebrochen. Es ist Krieg, aber nicht anderswo, weit weg, sondern bei uns mitten in Europa. Die westlichen Demokratien sind gescheitert und faschistische Diktaturen haben die Macht übernommen“, – ein Stück, das von einer neuen Seite her denken lässt. Die Stadtverwaltung ist bei diesem Fest mit Ansprechpartnern vor Ort, die auf die Situation und Fragen der Geflüchteten und Ehrenamtlichen eingehen können. Pfarrer Jung stellte zum Schluss noch eine Ausstellung vor, in der das Thema Flucht in der Bibel aufgegriffen wird. Hierzu gibt es Texte und Bildmaterial. Zum Fest sagte er: „Jeder ist eingeladen. Wir wünschen uns ein volles Haus. Hier im Kaiserhaus wird auf jeder Etage etwas angeboten. Beziehungen können geknüpft, Patenschaften übernommen werden, es wird sehr bereichernd sein. Es ist ein Geben und Nehmen.“

Die Teilnehmer:

Beteiligt am Fest der Begegnungen sind: Evangelische Kirche Neheim, Schützenbrüder St. Johannes Neheim, Caritasverband Arnsberg-Sundern, Kinder- und Jugendzentrum Neheim, Katholische Kindertagesstätten Neheim und Voßwinkel, Türkisch-Islamische Gemeinde Neheim, St. Ursula Gymnasium, Initiative Neue Nachbarn Arnsberg, Stadt Arnsberg sowie die katholische Kirche St. Johannes Baptist Neheim und Voßwinkel.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare