Neheimer Freiwillige übernehmen Telefondienst

Vorbereitungen für TV-Gottesdienst zu Todestag von Franz Stock laufen

Benjamin Krysmann schulte die Freiwilligen für die Hotline des TV-Gottesdienstes anlässlich des Todestages von Franz Stock. Foto: Gaby Decker

Neheim. Zum 70. Todestag von Franz Stock überträgt das ZDF am Sonntag, 25. Februar, live einen Gottesdienst aus der Kirche St. Johannes Baptist in Neheim. Circa 600.000 bis 800.000 Menschen werden erfahrungsgemäß den Fernsehgottesdienst an den Bildschirmen verfolgen – dementsprechend steigen Aufregung und Vorfreude in Neheim. Um den Menschen, die Fragen haben oder einfach nur Danke sagen wollen, hierzu eine Möglichkeit zu geben, wird für diesen Tag eine Hotline freigeschaltet.

Benjamin Krysmann, Theologe und Journalist sowie tätig bei der katholischen Fernseharbeit mit Sitz in Frankfurt, war jetzt zu Gast in Neheim, um die Freiwilligen zu schulen, beziehungsweise zu „sensbilisieren“ und ihnen zu zeigen, wie man auf die verschiedenen Anrufer reagiert. Circa 20 Freiwillige waren gekommen, um die Aufgabe am Telefon zu übernehmen. „Zwischen 500 und 1000 Menschen rufen nach einem Gottesdienst an“, erklärte Krysmann. „Und ungefähr zwischen 300 und 1000 kommen durch. Die Zahlen schwanken stark von Mal zu Mal. Unsere Aufgabe besteht darin, das Gespräch, das nach einem Gottesdienst sonst direkt unter den Gottesdienstbesuchern stattfindet, durch die Hotline zu ersetzen. Es können bis zu zehn Telefone freigeschaltet werden. Manche wollen einfach nur Danke sagen, andere werden möglicherweise und in diesem speziellen Fall etwas über Franz Stock wissen wollen. Manche möchten auch gerne den Predigttext haben, den wir ihnen dann selbstverständlich zukommen lassen.“

Fingerspitzengefühl ist gefragt

Es gebe aber auch die Fälle, bei denen die Menschen etwas los werden wollen, einfach mit jemandem reden. „Dann gilt es sehr sensibel darauf zu reagieren. Zum Beispiel wann beende ich mit viel Fingerspitzengefühl das Gespräch oder wo ist es nötig, an eine andere Stelle zu verweisen. Hierzu bekommen die Freiwilligen entsprechende Nummern an die Hand, die sie weitergeben können.“

Frank Trompeter, Geschäftsführer des Frank Stock-Komitees, nimmt auch an der Telefonaktion teil. Ihm ist es natürlich wichtig, auch Informationen über Franz Stock weitergeben zu können. „Es ist durch die Übertragung eine große interessierte Gemeinde, der ich gerne über das Telefon das sogenannte Kirchplatzgespräch ersetzen möchte. Dieses Gespräch ist oft sehr wichtig für die Zuhörer. Je mehr Freiwillige wir zusammenbekommen – es sind ja diesmal mehr als 20, die sich zu Hause an die Telefone setzen und Anrufe entgegennehmen – desto mehr Leute haben die Möglichkeit, auch mit ihren Fragen oder Statements zum Gottesdienst durchzukommen.“ Frank Trompeter war 2004 schon dabei, als der Gottesdienst zum 100. Geburtstag von Franz Stock übertragen wurde, allerdings nicht beim Telefondienst, sondern bei der Betreuung der französischen Gäste eingesetzt. Auch diesmal werden wieder einzelne Gäste aus Frankreich kommen, unter anderem der Pfarrer (ein Deutscher) der Französisch-Deutschen Gemeinde von Paris, die Franz Stock einmal geleitet hat.

Die Hotline ist geöffnet von 10 bis 19 Uhr. Der Tag wird in Schichten aufgeteilt. „Die meisten Anrufe kommen direkt nach dem Gottesdienst, aber es wird durchaus auch abends um 18 Uhr noch angerufen“, erklärt Benjamin Krysmann. „Für die Statistik werden einige Daten festgehalten -männlich, weiblich, Alter oder kritische Anmerkungen zum Gottesdienst. Diese Daten werden später ausgewertet, selbstverständlich sind die Daten anonym. Die Anrufe kann jeder Helfer von zu Hause aus entgegennehmen. Die meisten Gespräche dauern ein bis zwei Minuten. Es können gleichzeitig bis zu zehn Telefone freigeschaltet werden“, so Krysmann.

Der Gottesdienst

Die Messe beginnt am Sonntag, 25. Februar, um 9.30 Uhr. Sie wird von Erzbischof Franz Josef Becker zelebriert.

Der Todestag von Franz Stock ist der 24. Februar.

Pfarrer Stephan Jung weist noch einmal darauf hin, dass zu der Messe alle Gemeindeglieder willkommen sind.

Diese Live-Übertragung aus dem Neheimer Dom wird musikalisch gestaltet von einem ganz besonderen Projektchor: einer Kooperation aus „Belcanto“, Höingen und „Der Neue Chor, Neheim“.

Die Gottesdienstbesucher sollen an diesem Sonntag möglichst bis 9 Uhr ihre Plätze eingenommen haben, wegen technischer Ansagen und Einweisungen.

Wegen der Übertragung des ZDF-Gottesdienstes und den damit verbundenen Vorbereitungen bleibt die Kirche vom 22. bis 24. Februar geschlossen, so das Pfarramt.

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