30 herausragende Bauten ausgezeichnet

„Vorbildliche Bauten NRW 2020“: Zwei Gebäude in Arnsberg sind mit dabei

Sauerland-Museum Arnsberg Neubau Ruhrstraße
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Das Sauerland-Museum in Arnsberg – mit saniertem Altbau und modernem Neubau – zählt zu den „Vorbildlichen Bauten 2020“ in NRW.

Mit dem Titel „Vorbildliche Bauten NRW 2020“ zeichnen das NRW-Bauministerium und die Architektenkammer NRW jetzt insgesamt 30 neue oder erneuerte Gebäude und Freiraumgestaltungen aus ganz Nordrhein-Westfalen aus - darunter auch zwei in Arnsberg.

Arnsberg - Sowohl das Museums- und Kulturforum in Arnsberg, als auch das Gemeindehaus Christuskirche Neheim zählen demnach zu den vorbildlichen Bauten.

Die Bandbreite der besten Bauten der vergangenen fünf Jahre reicht vom großen öffentlichen Bauwerk über Wohnsiedlungen und Bürokomplexe bis zu Freiraumgestaltungen und kleinen privaten Wohnhäusern.

Die ausgezeichneten Bauwerke haben stadtbildprägende Wirkung und zeugen von der hohen Baukultur in unserem Land.

NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach

„Bauen ist weit mehr als nur Steine aufeinanderzusetzen. Bauwerke sind Teil unserer Heimat und prägen unsere Umwelt. Um diese Bedeutung in den Fokus zu rücken, zeichnen wir in diesem Jahr 30 herausragende Bauten im Rahmen des Auszeichnungsverfahrens ‚Vorbildliche Bauten NRW 2020‘ in Kooperation mit der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen aus. Die ausgezeichneten Bauwerke haben zum einen stadtbildprägende Wirkung und zeugen von der hohen Baukultur in unserem Land“, erklärt Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung anlässlich des Auszeichnungsverfahrens.

Das Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde wurden neben der Christuskirche an der Burgstraße in Neheim im Jahr 2015 neu gebaut und war damals in der Gemeinde ein nicht unumstrittenes Projekt. In der Begründung der Jury heißt es jetzt: „Als Ergebnis eines Wettbewerbs entstand ein formal mit der denkmalgeschützten Christuskirche kontrastierender Baukörper, der gleichwohl die Kirche wie das historische Pfarrhaus zu einem ausgewogenen Ensemble ergänzt. Die städtebauliche Idee einer Rahmung der Christuskirche aus der Hauptblickrichtung des vorgelagerten Gransauplatzes ist überzeugend, zumal hiermit an eine frühere Bebauung erinnert wird. Mit dem durch diese Geste neu geschaffenen, klar gegliederten ‚Kirchplatz‘ ist ein öffentlicher Raum entstanden, der gekonnt zwischen Stadtgesellschaft und Kirchengemeinde vermittelt.“ Die einfache bauliche Anbindung an die Kirche über ein breites Vordach sei gestalterisch und funktional konsequent.

Das Gemeindezentrum an der Christuskirche entstand im Jahr 2015. (für Vollbild oben rechts clicken)

Preisträger sind hier für die Architektur das Planungsbüro Keggenhoff + Partner mbB Architektin / Innenarchitektin + Beratender Ingenieur (LPH 1-8) aus Neheim sowie AD+D Architekten Fabian Dieterle (LPH 1-4) aus Olfen sowie für die Innenarchitektur ebenfalls das Planungsbüro Keggenhoff + Partner mbB Architektin / Innenarchitektin + Beratender Ingenieur (LPH 1-8). Bauherr: Evangelische Kirchengemeinde Neheim. 

Viel Lob gibt es darüber hinaus für das Sauerland-Museum Arnsberg – „Museums- und Kulturforum Südwestfalen“ als „überzeugender Museumsbau mit überregionaler Strahlkraft“, so die Jury. „Der Neubau wurde am Hang über drei Etagen skulptural abgetreppt und stellt auf den einzelnen Ebenen geschickt Bezüge zur Umwelt her – mal als eindrucksvolles Panoramafenster in der Treppenhalle und mal über Außenterrassen und Treppen. Dabei wurde die Landschaftsgestaltung bis zur Ruhr angestrebt, was die Stadt durch Umgestaltung der Straße und der Ruhrterrassen wirkungsvoll unterstützt hat.“

Preisträger sind hier für die Architektur Bez + Kock Architekten aus Stuttgart sowie für die Landschaftsarchitektur Wiederkehr Landschaftsarchitekten aus Nürtingen. Bauherr: Hochsauerlandkreis, Meschede 

Laut dem Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW bilde die Auszeichnung „Vorbildliche Bauten“ aufgrund ihrer Breitenwirkung seit 40 Jahren einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Baukultur in Nordrhein-Westfalen. Das aktuelle Verfahren erreichte mit 273 eingereichten Bauwerken die bislang stärkste Bewerberzahl. „Die Beiträge belegen eindrucksvoll, dass Architekten und Investoren sich auch intensiv mit der Sanierung und Weiterentwicklung des Gebäudebestandes beschäftigen“, betont der Präsident der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen, Ernst Uhing. Etwa ein Drittel der Preisträger befasste sich mit Planungs- und Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden: Sanierungen, Aufstockungen, Ergänzungsbauten, Umnutzungen.

Die Auszeichnung

Die Urkunden und Gebäudeplaketten werden im November im Düsseldorfer Kunstmuseum „K21“ an die Architekten sowie die Bauherren durch Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, sowie Ernst Uhing, Präsident der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen, überreicht.

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