Vorschriften über Vorschriften

Obristen, Hauptleute, Brudermeister und Vorsitzende der 57 Mitgliedsvereine des Kreisschützenbundes Arnsberg haben mit vielen behördlichen Aufgaben bei ihren Veranstaltungen zu kämpfen.

Die Obristentagung am Anfang des Jahres ist nicht nur ein Meinungsaustausch unter den führenden Köpfen der Schützenbruderschaften und -vereine im Kreisschützenbund sondern auch der Startschuss in das neue Schützenfestjahr. Deutliche Kritik wurde bei der jüngsten Sitzung laut: Viele "Hürden" machten den Schützen das Leben zunehmend schwerer.

Die geschäftsführenden Vorstände der angeschlossenen 57 Mitgliedsvereine des Kreises trafen sich im Schützenheim der Schützenbruderschaft St.-Hubertus-Arnsberg-Muffrika. Die brisanten Thematiken waren Änderungen im Vereinsrecht, wobei die persönliche Haftung der ehrenamtlichen Vereinsvorstände beschrieben wird. "Graue Haare" bekommen die Vorstände beim Thema Absicherung von Großveranstaltungen. Dietrich-Wilhelm Dönneweg, Kreisschützenoberst, ist sich bewusst, dass immer mehr behördliche Auflagen und Haftungsübernahmen bei Festzügen das ehrenamtliche Engagement schmälern und den Vereinsvorständen so langsam ihre ehrenamtliche Arbeit über den Kopf wachse. Hinzu komme noch, dass die behördlichen Bestimmungen bei der baulichen Absicherung und der Brandschutzauflagen der Schützenhallen nicht weniger werden. "Eine Überprüfung durch Fachpersonal jagt die nächste Überprüfung, die zusätzlichen Kosten treiben nicht nur kleine Vereine in den Ruin", meint ein Vereinsvertreter. Im Sommer komme vielleicht noch das uneingeschränkte Rauchverbot hinzu. Ein weiterer heikler Punkt war die Novellierung der Trinkwasserverordnung, die seit November 2011 in Kraft getreten ist.

Der Kreisschützenbund will zu den ganzen vereinsbelastenden Themen auch mit der politischen Seite Verbindung aufnehmen.

Arnsberg bewirbt sich für Kreisschützenfest

Für Meinolf Reuther, Anwalt und Bruchhausener (Ruhr) Schützenhauptmann, meint: "Erst mal Argumente sammeln. Es darf nicht sein, dass wir uns das Leben in den Vereinen holen wollen, durch Vorschriften wieder abwürgen lassen."

Erfreuliches gab es auch, denn die Arnsberger Bürgerschützengesellschaft möchte das Kreisschützenfest 2014 in Alt-Arnsberg ausrichten. Hauptmann Georg Schelle wird die offizielle Bewerbung bei der Kreisversammlung am 17. März bei der Schützenbruderschaft Affeln abgeben.

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