Mehrheit will weiterhin böllern

Votum für Silvesterfeuerwerk: Große Beteiligung an städtischer Umfrage in Arnsberg

Die Mehrheit der Befragten möchte auf ein Feuerwerk am Arnsberger Himmel nicht verzichten.
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Die Mehrheit der Befragten möchte auf ein Feuerwerk am Arnsberger Himmel nicht verzichten.

Arnsberg – Zu Silvester gehört das Feuerwerk für viele dazu. Raketen und Böller stehen jedoch auch immer mehr in der Kritik. Immer mehr Städte richten Verbotszonen für Böller und Knallerei ein – zum Schutz für Mensch und Tier. Zum Jahreswechsel hatte die Stadt Arnsberg die Debatte zum Anlass genommen, erste Erfahrungen mit ihrem städtischen Befragungstool zu sammeln.

In ihrer Online-Befragung wollte die Stadt von ihren Bürgern wissen, wie sie sich zu der Frage „Feuerwerke zum Jahreswechsel“ positionieren und ob sie sich auch Alternativen zum Feuerwerk vorstellen könnten.

905 Bürger hatten sich an der Umfrage, die vom 19. Dezember bis 6. Januar online geschaltet war, beteiligt – eine Rekordbeteiligung bei den städtischen Umfragen in Arnsberg. Mit 803 Beiträgen war bisher die Anfrage „Gelbe Tonne oder gelber Sack“ aus dem Jahr 2009 die teilnahmestärkste Befragung. Eine Mehrheit möchte generell weiterhin Feuerwerk an Silvester – dafür stimmten 500 Arnsberger. 

„Rund 100 dieser Personen sind allerdings der Meinung, dass es insgesamt zu viele Feuerwerke gibt“, heißt es in der Auswertung der Umfrage. „Die rund 400 Personen, die sich gegen Feuerwerke ausgesprochen haben, finden sinnvollere Investitionen besser und bemängeln zudem die Tatsache, dass Feuerwerke viel Abfall verursachen und damit die Umwelt verschmutzen.“ Rund 50 Prozent der Befragten (etwa 500 Arnsberger) würden lieber für den guten Zweck spenden statt Geld fürs Feuerwerk auszugeben. 102 Personen sind gegen eine solche Spendenaktion, die restlichen Teilnehmer haben diese Frage nicht beantwortet. Den meisten Spenden-Befürwortern ist allerdings der Spendenzweck wichtig für ihre Entscheidung. Hierbei stimmten mit 305 Personen die meisten Befragten für die Vereine im Stadtgebiet. 247 der Befragten sprachen sich für eine Unterstützung von Umweltschutzeinrichtungen im Stadtgebiet aus. 

Eine Patt-Situation gibt es bei der Frage nach Alternativen zum klassischen Feuerwerk: Rund 50 Prozent der Befragten möchten, dass „alles so bleiben soll, wie es ist“. Die andere Hälfte der Befragten kann sich Änderungen vorstellen. Die Frage nach einer „Laser-Show“ als Alternative zum klassischen Feuerwerk beantworteten 310 Personen mit „ja“, 570 Personen mit „nein“. Etwas weniger Teilnehmer können sich ein „zentrales Feuerwerk“ als Alternative vorstellen: Hier waren es 628 Personen, die mit „nein“ stimmten. 252 der Befragten stimmten mit „ja“. Ungefähr 50 Prozent der Befragten (440 Personen) sind an Silvester selbst aktiv und ungefähr 50 Prozent (464 Personen) führen selbst kein Feuerwerk zum Jahreswechsel durch. 

Die Ergebnisse der Umfrage wird sich auch der Klimaschutzbeauftragte der Stadt Arnsberg, Sebastian Witte, genauer anschauen. „Ein Verbot von Feuerwerk wird es aber nicht geben. Vielmehr überlegen wir, wie wir eine sinnvolle Alternative aufzeigen können, wie beispielsweise eine Spendenaktion für das kommende Jahr“, sagt Witte auf Anfrage des Kurier.

 

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