Angepasstes Konzept vorgestellt

Weihnachtsmarkt 2020 in Arnsberg: Entscheidung ist gefallen

Weihnachtsmarkt Arnsberg Neumarkt
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Bilder wie diese, wo sich Menschen dicht an dicht auf dem Weihnachtsmarkt tummeln, wird es 2020 nicht geben. Der Verkehrsverein Arnsberg hat jetzt ein Konzept für einen Corona-konformen Weihnachtsmarkt erarbeitet.

Intensiv hatte der Verkehrsverein Arnsberg in den vergangenen Wochen an einem alternativen Konzept für den traditionellen Weihnachtsmarkt gearbeitet und gehofft, dass die Veranstaltung stattfinden kann. Doch nun ist durch die aktuellen Entwicklungen die Entscheidung schneller gefallen als erwartet.

UPDATE, 28. Oktober, 13 Uhr: In einer gemeinsamen Entscheidung und in Absprache mit der Stadt Arnsberg haben die Organisatoren der Weihnachtsaktionen in den Stadtteilen Arnsberg und Neheim heute ihre Events abgesagt. Das teilte Stadtmarketingmanagerin Tatjana Schefers mit.

Ursprüngliche Meldung vom 23. Oktober: In fünf Wochen ist das erste Adventswochenende, an dem traditionell der Arnsberger Weihnachtsmarkt beginnt. Doch wie bei allen Veranstaltungen seit März ist in diesem Jahr alles anders. So hat sich der Verkehrsverein Arnsberg intensiv Gedanken gemacht, wie der Weihnachtsmarkt auch in Corona-Zeiten stattfinden könnte.

Entscheidende Änderung im angepassten Konzept ist ein Ortswechsel: „Wir werden nicht wie die Jahre zuvor auf dem Neumarkt sein, sondern auf der Wiese vor der Festhalle. Das liegt nicht daran, dass jetzt das gesamte Konzept des Weihnachtsmarktes umgestellt wird, sondern daran, dass wir das Hygiene-Konzept umsetzen müssen, was diese besondere Zeit einfach erfordert“, berichtet Tarek Jumah, Erster Vorsitzender des Verkehrsvereins. Heißt genauer gesagt: Auf dem Neumarkt sei eine Umzäunung nur schwer realisierbar, da es dort ja auch außerhalb des Weihnachtsmarktes Laufverkehr gebe.

Vor der Festhalle in der Promenade könne der Bereich des Weihnachtsmarktes entsprechend abgegrenzt werden, so dass man die Anzahl der Personen im Blick behalten und das Hygiene-Konzept erfüllen kann, so Jumah weiter. Dennoch macht er deutlich: „Das Ganze ist ein offenes Konzept, keine geschlossenen Räume, keine festen Zelte, sondern nur eine Überdachung.“ Wie auch auf Wochenmärkten werde auf dem Weihnachtsmarkt die Maskenpflicht gelten.

„Was natürlich wegfällt sind die Darbietungen auf der Bühne. Wir werden dort keine Bühne haben, denn das sorgt wieder für Besucherströme und das wollen wir vermeiden“, erklärt der Vorsitzende. Veränderungen werde es auch im Bereich Gastronomie-Stände geben. „Da müssen wir ein bisschen reduzieren, weil man feste Sitz- und Stehflächen anbieten muss, wo die Gäste sich zum Verzehr der Nahrung aufhalten können, weil sie ja dann die Maske absetzen.“ So sollen die Gäste dann unter anderem auch wieder in den Genuss der beliebten Spezialitäten aus der Punschhütte des Verkehrsvereins kommen.

Ansonsten hält der Verkehrsverein an der bewährten Struktur mit gemütlichen Fachwerkbuden und Aktionshütten sowie dem klassischen Programm mit bekannten Ausstellern und Kunsthandwerk fest.

Dennoch behält das Team des Verkehrsvereins Arnsberg die aktuellen Corona-Zahlen und Schutzverordnungen natürlich ständig kritisch im Blick: „So wie die Entwicklung momentan ist, ist es natürlich fraglich, ob der Weihnachtsmarkt überhaupt stattfinden kann, denn wir wollen keinen Herd entwickeln, bei dem sich nachher herausstellt, dass da weitere Infektionen entstanden sind. Die Sicherheit und die Gesundheit der Menschen stehen an oberster Stelle“, macht Jumah deutlich.

Eine endgültige Entscheidung für oder gegen den Weihnachtsmarkt im Corona-Jahr werde der Verkehrsverein Mitte November fällen.

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