Wenn es brennt: "112"

Viele theoretische Hinweise und praktische Dinge lernten die Kindergartenkinder von den Feuerwehrleuten.

Es brennt im Kindergarten! Dies dürfte wohl eines der schlimmsten Szenarien für Feuerwehrleute sein. Auch haben viele Kinder von klein auf Angst vor Feuer. Dies sind zwei Gründe, warum eine Projektgruppe der Arnsberger Feuerwehr seit Mitte des Jahres ein neues Brandschutzerziehungskonzept für die Feuerwehr der Stadt entwickelt. Dieses fand zum ersten Mal im aktuellen Kindergartenjahr Anwendung - und stieß auf positive Resonanz.

Das Konzept basiert auf vier aufeinander aufbauenden Modulen. Im ersten Modul erfolgt die Brandschutzerziehung durch die Erzieher in den Kindergärten. Hierfür wurden die Erzieher zuvor im Rahmen einer Fortbildungsveranstaltung im Arnsberger Rathaus geschult. Anhand des Unterrichtskonzepts und mit leihweise zur Verfügung gestellten Notrufsimulationsanlagen wurden dann in den Kitas eigenständig Brandschutzerziehungsmaßnahmen durchgeführt. Hierbei standen Themen wie "Gefahren durch Feuer", "Verhalten im Brandfall" und das Absetzen eines Notrufes auf dem Plan. Im Rahmen des zweiten Moduls kommen die Brandschutzerzieher der Feuerwehr dann in die Kindergärten, bevor die Kinder im dritten Modul die Feuerwehr in ihren Gerätehäusern besuchen.

Das vierte Modul, das bei größeren Veranstaltungen greift, sieht schließlich den Einsatz des sogenannten Info-Mobils der Feuerwehren des Hochsauerlandkreises vor, mit dem eine intensive "Open- Air-Brandschutzerziehung" durchgeführt werden kann. Jetzt besuchten die teilnehmenden Kitas zum Abschluss der Projektwoche "Brandschutzerziehung der Städtischen Kindergärten" schließlich die Feuerwehr. Diese zentrale Abschlussveranstaltung fand auf dem Hof des Gerätehauses des Löschzugs Arnsberg an der Ruhrstraße statt, Kindergärten von Oeventrop bis Holzen waren dabei mit insgesamt 183 Kindern vertreten. Die Arnsberger Brandschützer hatten vier Stationen vorbereitet, die von den Kindern der Reihe nach durchgelaufen wurden.

Die Resonanz der Kindergärten jedenfalls war durchweg positiv, was die Mannschaft um Martin Hamm in ihren Bestrebungen bestärkt und sie die noch bevorstehenden Aufgaben zuversichtlich angehen lässt. So soll ab dem kommenden Jahr die Brandschutzerziehung auch in den nicht städtischen Kindergärten nach diesem Konzept durchgeführt werden.

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