Wiedereröffnung im Juni

Sanierung des Sauerland-Theaters kostet 856.500 Euro

Im Juni sollen Kulturinteressierte wieder im Sauerland-Theater Platz nehmen können, zu diesem Termin ist die Wiedereröffnung geplant.

Arnsberg. Das Sauerland-Theater wird als Stätte für Theater und kulturelle Veranstaltungen jeglicher Art genutzt. Im Herbst 2017 entstand durch Wasser erheblicher Schaden im Gebäude, seitdem ist es geschlossen und die Freunde des Theaters warten auf die Wiedereröffnung. In der vergangenen Woche wurde im Ausschuss für Kultur, Tourismus, Sport und Weiterbildung bekannt gegeben, welche Arbeiten schon ausgeführt wurden und was noch bis zum Wiedereröffnungstermin zu tun sei.

Jürgen Kilpert vom Gebäudemanagement der Stadt Arnsberg klärte über den Stand der Dinge auf. Unter die Versicherungsleistung falle der Bühnenboden, die Bodenfliesen, die hochgekommen seien, und die Bühnenscheinwerfer. Ebenso fallen die Elektroanlage, der Estrich, Decken und Wandflächen, Antrieb für das Orchesterpodium sowie der Hauptvorhang mit Antrieb darunter. „Diese Arbeiten sind schon erledigt und wir hoffen, dass die Versicherung für diesen Schaden von 320.000 Euro aufkommt.“

Im Zuge der Sanierung sind auch Modernisierungsmaßnahmen getätigt worden. Teile des Parkettbodens und Teile der Schließanlage wurden erneuert. Die Beleuchtung im Foyer und im Saal wurde auf LED umgestellt. „Weiter wurden Textilbeläge im Saal erneuert. Die Vorschrift verlangt, dass Treppengeländer erhöht und ergänzt wurden, außerdem haben wir eine Flex-Stepp-Treppe mit Hebebühne für die Barrierefreiheit eingebaut. Diese auch schon getanen Arbeiten liegen bei 250.000 Euro“, so Kilpert.

Geld aus städtischem Topf

Bewegliche Scheinwerfer im Saal, eine Mithöranlage für Hörgeschädigte und eine Beschallungsanlage werden noch eingebaut. Die Kosten dafür liegen bei 280.000 Euro. Die beiden zuletzt genannten Positionen – zusammen 530.000 Euro – werden aus dem städtischen Topf der Bauunterhaltung bezahlt. „Hier müssen wir immer weit im Voraus denken, was nötig ist. Wäre das Geld hier nicht vorhanden, könnten wir auch die Neuerungen im Theater nicht bezahlen“, macht Jürgen Kilpert klar. Was noch zu reparieren ist, ist der Verursacher des Desasters, die Sprühwasserlöschanlage. Dafür sind noch einmal 6.500 Euro zu investieren. Dies konnte erst in Auftrag gegeben werden, nachdem der Ausschuss informiert worden war.

„Der Termin zur Wiedereröffnung wird im Juni sein. Der erst genannte Termin im März war nicht zu halten. Für die Sanierung eines Theaters müssen spezielle Handwerker angefordert werden, und diese sind nicht immer leicht zu bekommen. So hat sich alles etwas hinaus gezögert“, sagte Kilpert.

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