Ausstellungseröffnungen und Konzerte am Wochenende

Wochenende mit vielen Highlights: Tanzinszenierung und Percussion zur Kunstsommer-Eröffnung

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Am Eröffnungstag mit dabei sind Punkadeira (Batucada-Percussion aus Spanien).

Arnsberg - Die Wahrnehmung von Zwischentönen erfordert Aufmerksamkeit, um mitklingende Nuancen, gesprochene Subtexte und sich mischende Farben aufzuspüren. Zwischentöne sorgen für die Lebendigkeit in Wort, Bild und Musik. So entstand schließlich das Motto des Kunstsommerfestivals „Zwischentöne“, das vom 17. bis 25. August für Klang und Vielfalt in der Stadt sorgen wird.

Als Kunstsommer Warm up wird am Freitag, 16. August, um 21 Uhr  Cybulska + Partners Lighting Solutions, Frankfurt, an der Brunnenkammer hinter dem Glockenturm Informationen zum „Beleuchtungskonzept Glockenturm“ geben und den ersten umgesetzten „Lichtbaustein“ präsentieren. Alle Interessierten sind dazu eingeladen. 

Offiziell eröffnet wird der Kunstsommer am Sonntag, 18. August, um 14.30 Uhr am Alten Markt. Mit dabei sind „Punkadeira“ (Batucada-Percussion aus Spanien) und die Compagnie Irene K. aus Belgien. In den kommenden rund zehn Tagen erwartet die Arnsberger ein abwechslungsreiches Programm aus Musik, Tanz und bildender Kunst. 

Musik und Konzerte

Unter dem Bandnamen „Aufglauft“ haben sich Absolventen der Enscheder Pop-Akademie zusammen gefunden. Mit Einflüssen aus Balkan, Reggae, Metal und Funk laden die niederländischen Jazz-Punks zum Mitsingen/-tanzen ein (Freitag, 16. August, 20 Uhr, Ruhrterrassen). Das Blues-Duo „Something Special“ gastiert mit Akustik-Musik an den Ruhrterrassen (Sonntag, 18. August, 15 Uhr). „Klassik live“ ist der Titel des Dozentenkonzertes – Jahr für Jahr ein Highlight im Kunstsommer (Montag, 19. August, 20 Uhr, Sauerland-Theater). Das Elbtonal-Percussion-Duo entführt in verschiedene Klanglandschaften (Dienstag, 20. August, 15 und 19.30 Uhr, Sauerland-Theater). 

Ausstellungen mit verschiedenen Schwerpunkten

Das Bürgerprojekt zeigt Werke unter dem Kunstsommer-Titel „Zwischentöne“ am Nordportal der Propsteikirche (Eröffnung: Donnerstag, 15. August, 17 Uhr). Im Blauen Haus sind die Werke der SUG-Schüler über die „Opfer der Möhnewiesen“ zu sehen (Eröffnung Samstag, 17. August, 16 Uhr). Zum 75. Jubiläum der Möhnekatastrophe beschäftigten sich in den letzten Jahren 17 Schülerinnen und Schüler des St. Ursula Gymnasiums mit den vergessenen Opfern der Katastrophe. Unter Anleitung der Arnsberger Künstlerin Astrid Breuer, widmeten sich die jungen Kreativen den ca. 700 Zwangsarbeiterinnen, die 1943 in der Flut ertranken. Um von den vergessenen Schicksalen der Frauen zu erzählen, setzt sich jeder der Schüler mit einem der Opfer auf künstlerische Art und Weise auseinander. Es wird deutlich, wie viele einzigartige junge Frauen fast vergessen wurden.

Die SUG-Schüler erinnern mit ihren Werken an die Opfer der Möhnewiesen.

Fotografin Barbara Anneser zeigt „Ich habe einen Traum“ im Foyer der Stadtbibliothek (Eröffnung 17. August, 17 Uhr). Im Kloster Wedinghausen gibt es die Bild- und Soundinstallation des Foam Kollektiv aus Münster sowie Outsider-Kunst unter dem Titel „Anpassungsstörung“ (Eröffnung Sonntag, 18. August, 15 Uhr). „Anpassungsstörung“ zeigt Werke von Susanne Lüftner und drei Outsider-Künstlern, die sie während eines einjährigen Kunstprojektes in der Psychiatrie (1992/1993) kennen und schätzen lernte, deren Leben und Werk sie seitdem fördert und begleitet. Die dialogische Ausstellung ist so konzipiert, dass die Kunstwerke der drei Outsider untereinander und mit einigen dazu ausgesuchten Arbeiten von Susanne Lüftner korrespondieren: Es entstehen Überschneidungen und Parallelen, Bezüge und Absonderungen, Fremdheit und Annäherung zwischen den Exponaten - und den Betrachtenden: „Anpassungsstörung“- das gemeinsame Thema dieser Gruppenausstellung.

Werke unter dem Titel "Anpassungsstörung" sind im Kloster Wedinghausen zu sehen.

Das Künstlerkollektiv "Foam" gibt es seit 2018. Seither haben die Künstlerinnen mehrfach Ausstellungen in Köln und Münster organisiert, die ihre Besucher in abgelegene Welten entführten. In Arnsberg laden sie zu einer multimedialen Ausstellung ein, die sich mit unserer Heimat beschäftigt. In Interaktion mit Arnsberger Bürgern und deren Geschichten entstand „Die dort lebenden Menschen“. Das Künstlerinnenkollektiv hat sich in Arnsberg umgehört, um etwas über die anwesenden und abwesenden Menschen und ihre Verbindung mit ihrer Stadt zu erfahren.

Wieder mit dabei sind die „Refugess of Wonderland“, diesmal als „Window-Shopping-Tour“ (Treffpunkt 18. August, 17 Uhr, sowie Dienstag, 20. August, 17.30 Uhr am Neumarkt).

www.kunstsommer-arnsberg.de

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