19-Jährige Oeventroperin geht für ein Jahr nach Afrika

Ziegen-Projekt in Namibia

Fühlt sich für ihr Jahr in Afrika gut gerüstet: Die 19-jährige Patricia Reinsch. Foto: Rebecca Rath

Reisen wollte Patricia Reinsch schon immer, eigentlich sollte es auch erst ein Auslandssemester sein.

Schließlich entschied sich die 19-jährige Oeventroperin in diesem Jahr nach ihrem Abitur für ein freiwilliges soziales Jahr nach Afrika zu gehen. In drei Wochen ist es nun soweit.

Dann fliegt Patricia Reinsch mit der Stiftung „weltwärts“ die mit dem Roten Kreuz kooperiert, nach Namibia. In Katima Mulilo, einem Ort im Nordosten des Landes mit rund 28.000 Einwohnern, wird sie für die „Namibia Red Cross Society“ zu arbeiten.

Gesteuert werden ihre Einsätze von dem örtlichen Büro des Roten Kreuzes. „Meine Aufgaben werden dort in erster Linie Jugendarbeit, erste Hilfe und Aids-Vorsorge sein“, weiß die 19-Jährige. Doch sie hat auch schon eigene Projekte im Kopf: „Ich würde gerne ein Ziegen-Projekt in Angriff nehmen. Hier sollen die Menschen lernen, wie sie die Ziegen selbst aufziehen und Milch und Fleisch nutzen und verkaufen können um sich selbst zu helfen und nicht so abhängig zu sein.“ Darüber hinaus möchte die Hobby-Fußballerin dort ein Fußball-Team gründen – „für Jungs und Mädchen, wenn sie Lust dazu haben“.

Für ihre Pläne, ein Jahr rund 12.000 Kilometer entfernt von ihrer Heimat zu verbringen, hat sie von ihrer Mutter und ihren Freunden Unterstützung erhalten. „Sie haben zwar schon Respekt davor, aber finden es auch gut.“

Schließlich steht die Oeventroperin selbst voll hinter ihrem Vorhaben: „Afrika ist eine ganz andere Kultur. Ich möchte lernen wie es ist, ohne den Luxus, den wir hier gewohnt sind zu leben, so wie die Menschen vor Ort, die nicht immer fließend Wasser und Strom zur Verfügung haben.“ Zudem möchte sie dort noch eigenständiger werden und natürlich eines ganz besonders: den Menschen helfen, wenn auch nur mit kleinen Aktionen.

Um für ihre Tätigkeit gut gerüstet zu sein, hat sie an zwei Vorbereitungsseminaren in Deutschland teilgenommen und auch den großen Erste-Hilfe-Kurs absolviert. Verständigen wird sie sich hauptsächlich auf Englisch, würde aber auch versuchen, die einheimische Sprache zu erlernen.

Zwar übernimmt das Rote Kreuz einen Teil der Kosten, trotzdem ist die Freiwillige auf Spenden von Sponsoren angewiesen. Wer Patricia Reinsch in ihrem Jahr in Namibia unterstützen möchte, kann sich bei ihr per E-Mail unter patricia.reinsch94@web.de melden. (Von Rebecca Rath, r.rath@sauerlandkurier.de)

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