„Großes Vorbild für uns“

Neheimer CDU möchte Abbé Franz Stock auf Ortsschild würdigen

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Geht es nach der CDU in Neheim, könnte hier bald „Heimat von Abbé Franz Stock“ stehen.

Neheim. Die CDU Neheim spricht sich für den Namenszusatz „Franz Stock“ im Neheimer Ortsschild aus. Den Beschluss fasste der Vorstand in seiner jüngsten Sitzung. Ein entsprechender Antrag soll für die nächste Bezirksausschusssitzung im März vorbereitet werden. Die CDU Neheim will damit einen Erlass von Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, zu Zusatzbezeichnungen auf Ortsschildern nutzen, um Franz Stock als herausragenden Neheimer und Europäer zu würdigen.

Das NRW-Heimatministerium hatte im Dezember 2017 den Weg für die Ergänzungen frei gemacht. „Die Zusatzbezeichnungen auf den Ortsschildern sind ein Beitrag zur Identitätsstiftung in den Orten“, betonte Ministerin Ina Scharrenbach damals. Namenszusätze sind seitdem beispielsweise möglich bei Bezeichnungen, die in regionale Mundart übersetzt sind, sich auf die Bedeutung einer Kommune beziehen, auf der Geschichte beruhen oder mit einer bekannten Person verknüpft sind. 

Hier setzt der Vorschlag der CDU Neheim an: „Franz Stock hat Übermenschliches geleistet und ist für uns ein großes Vorbild. Wir wollen bei jeder Einfahrt in unser schönes Neheim an Abbé Franz Stock und seine Botschaft nach Frieden und Aussöhnung erinnern. Gerade in der heutigen Zeit ist die Botschaft von Franz Stock für Europa, aber auch für das Zusammenleben in unserer Stadt besonders wichtig“, so der Vorsitzende Marcel Kaiser. Als mögliche Zusätze wurden folgende Vorschläge gemacht: „Heimat von Abbé Franz Stock“, „Franz Stock Stadt“, „Geburtsstadt von Abbé Franz Stock“. 

Weitere Vorschläge durch die Bürgerschaft sollen in einem Prüfverfahren durch den Bezirksausschuss gemacht werden können, kündigt die CDU an. Die CDU Neheim plant für 2019 diverse Veranstaltungen, die sich mit der Geschichte von Franz Stock beschäftigen. Dieser wurde vor 115 Jahren in Neheim geboren.

Tatjana Schefers, Stadtmarketing Stadt Arnsberg, ist der Meinung, dass Namenszusätze auf Ortsschildern  Alleinstellungsmerkmale ausdrücken sollten, die eine Stadt oder Gemeinde nach außen repräsentieren und nach innen Identität stiften. "Dabei halte ich die überregionale Bedeutung des gewählten Themas für sehr wichtig. Von Informationen mit rein regionalem Bezug würde ich eher abraten. Vor einer Entscheidung muss sorgfältig geprüft werden, was tatsächlich sinnvoll ist, denn dabei handelt es sich meist um eine langfristig angelegte Außendarstellung, die mit nicht unerheblichen Kosten verbunden sein kann. Bei einer polyzentrischen Stadt wie Arnsberg würde ich den gewählten Begriff außerdem auf seinen gesamtstädtischen Bezug untersuchen.“

Prof. Dr. Patrick Sensburg (MdB) hat den Vorschlag der CDU Neheim zwischenzeitlich auf Facebook als "eine sehr gute Initiative" bezeichnet.

In der näheren Umgebung führt Meschede bereits den Titel „Kreis- und Hochschulstadt“ auf dem Ortsschild.

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