Bilder für die Ewigkeit

24-Stunden-Bergwerkstauchen in Gedenken an verstorbenen Unterwasserfotograf 

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Es sind faszinierende Aufnahmen wie diese, die Björn Dorstewitz unvergessen machen. 

Nuttlar/Hochsauerland. Er hat es durch seine weltweit bekannten Unterwasserfotos mitgeprägt, das Bergwerktauchen in Nuttlar im Schieferbau. Der Unterwasserfotograf Björn Dorstewitz ist am 9. Februar 2019 im Alter von nur 40 Jahren gestorben, acht Monate nach der Diagnose Hirntumor. Zu seinem Gedenken und um seiner Familie ein Stück finanzielle Unterstützung in dieser schwierigen Zeit zukommen zu lassen, findet am Samstag und Sonntag, 11. und 12. Mai, ein 24-Stunden-Tauchen im Nuttlarer Bergwerk statt.

Die offizielle Eröffnung ist Samstag um 14 Uhr, Anmeldungen werden ab 12.30 Uhr entgegengenommen. Schirmherr der ehrenvollen Gedenkveranstaltung ist der CDU-Bundestagsabgeordnete Prof. Dr. Patrick Sensburg.

„Uns ist es ein besonderes Anliegen, Björn Dorstewitz auf eine ganz besondere Art und Weise zu gedenken. Wir wollen ihn so in Erinnerung behalten, wie er immer war, nämlich fröhlich, authentisch und mitreißend, dazu ein außergewöhnlicher Fotograf. Darum wird auch zu Beginn der Veranstaltung eine Gedenktafel in der Nähe des Überkopfladers unter Wasser für ihn angebracht“, so Anke Müller vom Organisationsteam 24-Stunden-Tauchen zu Ehren Björn Dorstewitz.

Matthias Richter, Gerd Mengelers, Manuel Eickhoff und Anke Müller möchten eine würdige Gedenkveranstaltung.

Gemeinsam mit Matthias Richter, Manuel Eickhoff und Thomas Pesch stellt sie das außergewöhnliche Tauchevent für den allseits beliebten Unterwasserfotografen auf die Beine. Im Mittelpunkt soll dabei vor allem die Person Björn Dorstewitz stehen. Der Autodidakt und gelernte Elektriker, der sich das Fotografieren erst über und dann unter Wasser selbst beigebracht hat und durch seine einzigartigen Unterwasserfotos großen Ruhm erlangte, hat seit 2012 beim Aufbau und der Exploration des Nuttlarer Bergwerktauchens mitgewirkt. Seine eindrucksvollen Fotos vom vermutlich außergewöhnlichsten Tauchparadies Deutschlands schmücken Zeitschriften weltweit.

Hirntumor mit nur 40 Jahren

In allen Printmedien rund ums Tauchen sowie in zahlreichen Fernsehproduktionen wurden seine Aufnahmen veröffentlicht. Im Reich der Finsternis vom Schieferbau Nuttlar, unter Tage und in den dunklen Höhlen, die ein Zeugnis längst vergangener Zeiten widerspiegeln, hat Björn Dorstewitz seine Bilder bei Tag und bei Nacht sowie am Wochenende geschossen, ehe ihn ein Hirntumor im Februar dieses Jahres mit nur 40 Jahren viel zu früh aus dem Leben riss.

Björn war ein außergewöhnlicher Mensch. Wir von der Tauchszene sind wie eine große Familie. Darum möchen wir auch gemeinsam den gesamten Erlös aus der Veranstaltung an seine Ehefrau Britta und seine drei Töchter Jannika Mia (12 Jahre), Lena (9 Jahre) und (4 Jahre) spenden“, erklärt Manuel Eickhoff.

MdB Patrick Sensburg übernimmt als Hobbytaucher gerne die Schirmherrschaft.

Am zweiten Maiwochenende wird daher auf dem Event neben dem 24-Stunden-Tauchen ein Vortrag am Sonntagvormittag um 10 Uhr in der Halle der Wale stattfinden. Kein geringerer als Uli Kunz, Meeresbiologe, Forschungstaucher, Polarreisender und Expeditionsleiter, wird in seinem Fotovortag über verschiedene seiner Projekte referieren.

Des Weiteren wird es ein entsprechendes Rahmenprogramm mit Rainer und Gerd Mengelers am Samstag im Besucherbergwerk geben. Die gesamten Einnahmen rund um die Veranstaltung gehen an die hinterbliebene Familie des verstorbenen Unterwasserfotografen. Der einmalige Eintrittspreis für das Tauchen beträgt 60 Euro, auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. Die Teilnehmerzahl ist auf 99 begrenzt.

„Jeder darf so lange tauchen, wie er möchte, es gibt keine Zeitbestimmung. Nur eine Gruppe von zwei bis drei Personen soll immer unter Wasser sein. Das gesamte Programm steht im Andenken an unseren Freund Björn“, betont Matthias Richter, Geschäftsführer der Tauchschulen Sorpesee und Biggesee, das übergeordnete Anliege

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