Elina ist wieder da

Weihnachtsmärchen wird wahr: Abgeschobene Armenierin zurück bei ihrer Familie

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Ein Küsschen zur Begrüßung: Überglücklich nimmt Elina Darbinyan ihr kleines Schwesterchen Emeli in die Arme.

Velmede/Frankfurt. Die großen, dunklen Augen, gefüllt mit Tränen. Diesmal aber vor Freude, vor Erleichterung, vor Glückseligkeit. Wie ein Weihnachtsmärchen hört und fühlt sich das Drama um Familie Darbinyan aus Bestwig-Velmede an.  Das monatelange Hoffen und Bangen um Tochter Elina, die in ihre Heimat Armenien abgeschoben wurde (Kurier berichtete), hat für Familie Darbinyan aus Velmede ein glückliches Ende gefunden.

Momente größten Glücks: Familie Darbinyan kann es immer noch nicht wirklich begreifen, dass die gesamte Familie noch vor Weihnachten wiedervereint ist.

Am Dienstagmorgen um genau 10.17 Uhr schlossen Nona und Merushan Darbinyan ihre Tochter auf dem Frankfurter Flughafen nach fast zehn langen Monaten der Trennung in ihre Arme. Zehn Monate, in denen sie gelitten, gehofft und gebetet haben, dass ihre Tochter heil aus Armenien zurück nach Deutschland kommen darf. Zurück in das Land, das über vier Jahre ihre Heimat war und indem sie fest integriert ist. 

„Das ist das allergrößte Glück, was uns widerfahren konnte. Endlich sind wir wieder eine Familie und unsere kleine Emeli kann ihre große Schwester Elina kennenlernen. Das ist so unglaublich, dass nach den langen Monaten der Trennung doch noch alles zu einem guten Ende gekommen ist. Vielen, vielen Dank an alle, die uns in dieser schweren Zeit unterstützt haben“, so die glückliche Mutter Nona Darbinyan.

"Das schönste Weihnachtsgeschenk überhaupt"

Auch Tochter Elina war überglücklich. "Ich habe in Armenien regelmäßig mit meiner Familie Kontakt gehabt und habe meine kleine Schwester über Skype aufwachsen sehen. Dass ich sie nun endlich in die Arme schließen kann, ist für mich das schönste Weihnachtsgeschenk überhaupt", sagte das Mädchen mit stockender Stimme nach der Ankunft am Frankfurter Flughafen. 

Zuhause fiel sie dann erleichtert ihrem Bruder Edgar, dessen geplante und letztlich gescheiterte Abschiebung deutschlandweit für Schlagzeilen gesorgt hatte, in die Arme. Und wieder füllen sich die großen, dunklen Augen mit Tränen.

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