Es tut sich was

Alte Schule auf neuen Wegen: Innovativer Dorftreff in Nuttlar nimmt Gestalt an

Freuen sich über die Fortschritte an der Alten Schule: Ortsvorsteher Markus Sommer, mit dem ehemaligen stell.v Landrat Rudolf Heinemann und dessen Frau Dorothee.
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Freuen sich über die Fortschritte an der Alten Schule: Ortsvorsteher Markus Sommer, mit dem ehemaligen stell.v Landrat Rudolf Heinemann und dessen Frau Dorothee.

In der alten Nuttlarer Schule am Sengenberg tut sich was: Der Weg zu dem künftigen, innovativen Dorf-Treff ist in doppeltem Sinne geebnet, denn der neue, barrierefreie Zugang „schlängelt“ sich inzwischen entlang des historischen Gebäudes hoch zum zweiten Obergeschoss.

Nuttlar –„Mit der Stahlrampe haben wir gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Zum einen haben wir einen barrierefreien Zugang und zum anderen gleichzeitig den erforderlichen Fluchtweg“, freut sich Ortsvorsteher Markus Sommer über das gelungene Projekt.

Nur eine Woche hat es gedauert, bis aus sechs Meter langen Einzelteilen, zwischen denen sich jeweils ein 1,50 Meter langes Zwischenpodest befindet, eine Stahlkonstruktion geschaffen wurde, die den Aufgang mit Rollator, Rollstuhl oder auch einem Kinderwagen in die obere Etage möglich macht. Von der Straße Zum Kreuzberg führt der Zugang zur Rückseite der Schule, wo zudem eigens ein neuer Gebäudeeingang angelegt wurde. Die Gitterroste mit rutschfester Oberfläche, die beiden Handläufe in unterschiedlicher Höhe für kleine und große Besucher sowie die sogenannten „Radabweiser“ sorgen für ein hohes Maß an Sicherheit.

„Bereits 2013 hatten wir die Idee, aus den Räumlichkeiten etwas zu machen. Inzwischen wurde eine gläserne Brandschutzwand errichtet, die ich mir extra für die Vereine gewünscht habe. Zudem wurden die Elektroanlagen erneuert und eine Akustikdecke für eine bessere Raumakustik abgehangen“, erläutert Markus Sommer. Der ursprüngliche Charakter der Alten Schule mitsamt aufgearbeitetem Parkettfußboden, den dunklen Holztüren, dem pompösen Treppenhaus mit seiner natürlichen Beleuchtung sowie der schwarz-weiße Mosaikboden im Eingangsbereich soll laut Sommer erhalten bleiben. „Der traumhaft schöne alte Fußboden wurde abgeschliffen und anschließend neu versiegelt. Er gibt den hellen, lichtdurchfluteten Räumen einen ganz besonderen individuellen Charme“, so Markus Sommer.

Rund zwei Drittel der Arbeiten bereits erledigt

Zwischen den beiden alten Unterrichtsräumen, die künftig für Projekte, Hochzeiten, Kommunionfeiern, Seminare oder auch Seniorentreffen genutzt werden können, befindet sich eine Trennwand, die nach Bedarf ganz oder teilweise geöffnet werden kann. Neue Sanitäranlagen sowie ein neues WC für Menschen mit Behinderungen komplettieren den neuen Innnenausbau.

Rund zwei Drittel der Arbeiten seien bereits erledigt, sodass mit einer Fertigstellung im Herbst zu rechnen sei, zeigt sich der Ortsvorsteher optimistisch. Dort, wo Generationen von älteren Nuttlarern viel „für das Leben“ gelernt haben, soll der neue Ort der Begegnung und des Miteinanders dazu beitragen, Freude und Spaß zu verbreiten. Als Ergänzung soll zudem ein Archiv über die Geschichte des Schieferdorfes mitsamt seinen Erzählungen, alten Fotos u.v.m. eingerichtet werden

„Um die Historie festzuhalten, sammeln wir alles über Nuttlar. Die Einheimischen können alle Unterlagen bei mir abgeben, die für die Nuttlarer Geschichte wertvoll sind. Die älteste Überlieferung die wir haben stammt aus dem 18. Jahrhundert“, so Markus Sommer abschließend.

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