„Gute Seele“ seit 30 Jahren

Brunhilde Icking-Brösel mit „TuS-Herz 2015“ ausgezeichnet

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Brunhilde Icking-Brösel (mi.) wurde vom TuS Velmede-Bestwig ausgezeichnet. Vorsitzender Jörg Fröhling und Mia Reineke vom Ehrenrat gratulieren.

Velmede/Bestwig. Ein Verein lebt von den Menschen, die sich in ihm engagieren. Einen dieser Menschen, die sich in besonderer Weise für den Sport im Doppelort einsetzen, würdigte der TuS Velmede-Bestwig jetzt in seiner Mitgliederversammlung: Brunhilde Icking-Brösel erhielt das „TuS-Herz 2015“. Mit dieser Auszeichnung dankt der TuS für ehrenamtliches Engagement „hinter den Kulissen“, das Angebote für kleine und große Sportler überhaupt erst möglich macht.

Seit 1982 engagiert sich Brunhilde Icking-Brösel für den Jugendfußball im TuS Velmede-Bestwig und wurde in diesen mehr als 30 Jahren zur „guten Seele“, die sich um weit mehr kümmerte als organisatorische Abläufe und Spielbetrieb. „Sie ist Ansprechpartnerin, Vertrauensperson und Freund für die Kinder und Jugendlichen, die hier bei uns Sport treiben“, so TuS-Vorsitzender Jörg Fröhling. 

Brunhilde Icking-Brösel war dabei in allen Bereichen aktiv. Zum Beispiel, wenn ein Nachwuchs-Kicker einmal unsanft in Kontakt erst mit dem Gegenspieler und anschließend mit der heimischen Asche gekommen war. „Gegen den ersten Schmerz gab es bei Bruni ein Pflaster und auch mal ein Bonbon – also im wahrsten Sinn des Wortes ein Trost-Pflaster, das den eben noch so schlimmen Vorfall gleich wieder ein Stück weniger dramatisch machte“, so Jörg Fröhling. Immer mit dabei: Ein Korb, gefüllt mit Pflaster, Eisspray, Traubenzucker, heißem Tee oder Mineralwasser, Ersatzstrümpfen, Handtuch und Schienbeinschoner. Brunhilde Icking-Brösel habe das mitgebracht, was in der Arbeit mit jungen Menschen unverzichtbar sei: Herz. Heute stehe an der Wand des Sportheims am Valmesportplatz der Slogan „Mehr als Sport“ unter unserem Vereinswappen, betonte Fröhling: „Mehr als Sport – das war und ist Bruni Brösel für unseren Jugendfußball.“ 

Grundversorgung der Bürger mit Sport

Im Jahresbericht des ersten Geschäftsführers Martin Icking konnte eine positive Bilanz gezogen werden: „Unsere Übungsleiter stellen sich an fast 80 Stunden in der Woche an den verschiedenen Sportstätten zur Verfügung, um unsere Angebote durchzuführen. Hinzu kommen nochmals die zahlreichen Wettkämpfe, Meisterschaftsspiele und Veranstaltungen. Wir können stolz sein auf das, was in unseren Abteilungen geleistet wird.“ Die Sport- und Bewegungsangebote von Vereinen seien eine Art Grundversorgung der Bürger mit Sport – für alle Bevölkerungsgruppen zu sozial angemessenen Beiträgen. Man biete keine gewinnträchtige Luxusware, so der erste Geschäftsführer: „Durch ihre lebensbegleitenden Angebote tragen die Sportvereine in erheblichem Maße zur Gesundheitsförderung in der Bevölkerung bei.“ 

In den Vorstandswahlen setzen die TuS-Mitglieder auf bewährte Kräfte: Jörg Salinus als zweiter Vorsitzender wurde ebenso einstimmig bestätigt wie Carmen Baumann als zweite Schriftführerin. Christian Hegener wirkt künftig im Beirat an der Vorstandsarbeit mit. Einstimmigen Rückhalt gab es auch für den Ehrenrat mit Klaus Dröge, Günter Noll, Mia Reineke, Edeltraud Sauerwald, Klaus Wegener und Dietmar Häger. 

Neue Akzente wird der TuS in seiner abteilungsübergreifenden Jugendarbeit setzen: Eine Gruppe von Jugendlichen will sich an dieser Stelle verstärkt in die Vereinsarbeit einbringen. Für die Sommerferien ist ein Aktionstag geplant. Und am 28. Oktober will der TuS Velmede-Bestwig im Bürgertreff des Bürger- und Rathauses seine Jubilare ehren. Für den Juni plant der Verein ein „Public Viewing“ der Fußball-Europameisterschaft bei den Spielen mit deutscher Beteiligung.

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