Velmede wird zur Schützenhochburg

Bundesdelegiertentag des SSB steht im Zeichen von Wahlen und Ehrungen

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Die geehrten und gewählten Schützen: Markus Bröcher (r.), Addi Grooten (3.v.l.), Heribert Jakoby (Mitte) und Hubert Schröder (3.v.r.), mit dem geschäftsführenden Bundesvorstand.

Bestwig-Velmede. Der neue zweite Mann an der Spitze des Sauerländer Schützenbundes ist der Oberst des Kreisschützenbundes Olpe, Markus Bröcher aus Rüblinghausen. Das ist wohl die wichtigste Nachricht von der Bundesdelegiertentagung des Sauerländer Schützenbundes, die am vergangenen Samstag in der Schützenhalle in Bestwig-Velmede stattfand.

Markus Bröcher, 56 Jahre, zwei Kinder, steht bereits seit der Wahl von Martin Tillmann zum Bundesoberst an der Spitze des Kreises Olpe und übernimmt nun die Nachfolge von Adalbert „Addi“ Grooten als stellvertretender Bundesoberst. Grooten musste nach neun Jahren aus Altersgründen sein Amt zur Verfügung stellen. 

Die 798 anwesenden Schützen erlebten insgesamt eine äußerst ruhige Bundesdelegiertentagung. Im Anschluss an die Begrüßung durch Bundesoberst Martin Tillmann richteten der Velmeder Brudermeister Roland Burmann, Bestwigs Bürgermeister Ralf Péus, Landrat Dr. Karl Schneider und der Bundespräses des Sauerländer Schützenbundes Pastor Richard Steilmann ihre Grußworte an die Zuhörer. Es folgten die üblichen Berichte von Bundesoberst, Bundesgeschäftsführer und Bundesjungschützensprecher. 

Beim Bericht des Bundesschatzmeisters hörten die Schützen jedoch besonders genau zu. Aufgrund des Bundesschützenfestes, welches ja nur alle drei Jahre stattfindet, und dem damit verbundenen Zuschuss an den Ausrichter sowie der Tatsache, dass der SSB im vergangenen Jahr komplett auf die Mitgliedsbeiträge verzichtet hat, stand am Ende der Abrechnung zwar ein Minus von rund 22.000 Euro, allerdings ist dieser Verlust den oben genannten Mindereinnahmen und Sonderausgaben zuzurechnen und bei einem Gesamtkassenbestand von über 47.000 Euro auch einmalig verschmerzbar, so Bundesschatzmeister Arthur Wahle. 

„Urgestein“ der Sauerländer Schützen geehrt

Ein Meer von grünen Uniformen versammelte sich am Samstag in Velmede. 

Neben Addi Grooten, der als scheidender stellvertretender Bundesoberst mit einer Ehrentafel des SSB ausgezeichnet wurde, standen noch zwei ganz besondere Ehrungen auf der Tagesordnung. Zum 25. Jubiläum seiner Bundesschützenkönigswürde überreichten Bundesoberst Martin Tillmann und Bundesgeschäftsführer Wolfram Schmitz „Silberkönig“ Heribert Jakoby eine Urkunde, die an dieses Jubiläum erinnert. Als Hubert Schröder, langjähriger Bundesschießmeister und Kreisoberst des Kreises Meschede die Bühne betrat, brandete regelrecht Applaus in der Schützenhalle auf. Hubert Schröder errang vor 50 Jahren die Bundesschützenkönigswürde. Er sei ein „Urgestein der Sauerländer Schützen“ stellte Martin Tillmann den mittlerweile 82-Jährigen aus Nuttlar den fast 800 Schützen vor, der sichtlich gerührt den langanhaltenden Applaus genoss. Aus Anlass dieser beiden Ehrungen war die stattliche Anzahl von insgesamt neun ehemaligen Bundeskönigen gekommen, um den Jubilaren zu gratulieren und gemeinsam mit ihnen noch ein paar gemütliche Stunden zu verbringen. 

Vorbereitungen auf Bundesschützenfest 2019 laufen

Alle Wahlen waren einstimmig, sowohl die des neuen stellvertretenden Bundesoberst Markus Bröcher, als auch die Wiederwahl von Bundesgeschäftsführer Wolfram Schmitz und Bundesschießmeister Wolfgang Klauke. Die Schützen aus Bad Westernkotten gaben ein positives Resümee des Bundesschützenfestes 2016 und der Velmeder Brudermeister Roland Burmann stellte den ersten Vorbereitungsstand für das Bundesschützenfest 2019 in Velmede vor. Zu diesem Großereignis werden im September 2019 bis zu 15.000 Teilnehmer in der Gemeinde Bestwig erwartet. 

Die musikalische Umrahmung der Versammlung lag in den Händen des Musikverein Bremke unter dem Dirigat von Michael Pfläging. Die Musiker lieferten mit ihren Konzertstücken und Märschen eine Visitenkarte ab, die sicherlich von einigen anwesenden Schützenvereinigungen dankbar aufgenommen wurde, denn es wird heutzutage immer schwerer, eine Kapelle zu finden, die ein dreitägiges Schützenfest – oft inklusive des Schützenfestmontags – noch übernimmt und gestaltet.

Im Anschluss an den offiziellen Teil blieben viele Schützen noch in Velmede, um sich untereinander auszutauschen, den Jubilaren und neu gewählten Kameraden zu gratulieren, oder auch neue Kontakte zu anderen Vereinen zu knüpfen.

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