„Wir können Krise“

CDU-Kreisparteitag: Amtsinhaber Dr. Karl Schneider zum Landratskandidaten gewählt

Stehen in Krisen-Zeiten als starkes Team vereint: Für „erfolgreiche Politik“, insbesondere auch während der Corona-Pandemie, lobte Landrat Dr. Karl Schneider die zahlreichen Gesichter hinter der CDU im Hochsauerlandkreis.
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Stehen in Krisen-Zeiten als starkes Team vereint: Für „erfolgreiche Politik“, insbesondere auch während der Corona-Pandemie, lobte Landrat Dr. Karl Schneider die zahlreichen Gesichter hinter der CDU im Hochsauerlandkreis.

Bestwig/Hochsauerland – Mit einer prominenten Videobotschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel zur aktuellen Situation startete am Samstagmorgen der Kreisparteitag der CDU in der Schützenhalle der St.-Andreas-Schützenbruderschaft Velmede-Bestwig.

Seit dem zweiten Weltkrieg habe es keine größere Herausforderung als Corona gegeben. Jetzt komme es auf solidarisches Handeln an, verdeutlichte die Kanzlerin. Daran anknüpfend dankte Matthias Kerkhoff, Landtagsabgeordneter der CDU, allen „Helden“ in der Corona-Krise wie Krankenschwestern, Ärzten, Handel und Behörden für ihren hervorragenden Einsatz in den letzten Monaten. Nach den Ausschreitungen rund um den Polizeieinsatz in Stuttgart und den damit verbundenen Rassismusvorwürfen stellte er deutlich heraus, dass die CDU an der Seite ihrer Polizei steht. Weiterhin erklärte Kerkhoff, dass die Krise viele Opfer und die Bekämpfung einen hohen Preis gefordert habe wie Arbeitsplatz-, Umsatz- und Existenzverluste. „Wir haben so gut es ging geholfen. Alle staatlichen Ebenen haben sich massiv verschuldet, damit wir möglichst gut aus der Krise herauskommen. In Europa haben wir begriffen, dass wir nur gemeinsam gegen die Krise und ihre Folgen ankommen können“, so der Landtagsabgeordnete. 

Kerkhoff sprach weiter von einer positiven Grundstimmung in der Partei und stellte anschließend den Landratskandidaten für den Hochsauerlandkreis Dr. Karl Schneider vor, der mit 222 von 240 Stimmen gewählt wurde. In seiner Rede kommunizierte Schneider sofort: „Wir können Krise.“ Die Arbeit im Krisenstab und im Gesundheitsamt seien der erfolgreiche Schlüssel dafür gewesen, dass der Hochsauerlandkreis die Pandemie gut gemeistert habe. Er lobte die „Top Mannschaft“ hinter ihm, die zu jeder Zeit handlungsfähig und wach für die richtige Entscheidung gewesen sei. Zusammen für erfolgreiche Politik im Hochsauerlandkreis stünden zudem die derzeitigen Abgeordneten Dr. Peter Liese, Prof. Dr. Patrick Sensburg, Matthias Kerkhoff sowie Staatssekretär Klaus Kaiser. 

Landrat mit Leib und Seele: Amtsinhaber Dr. Karl Schneider (li.) wurde beim Kreisparteitag der CDU erneut zum Landratskandidaten gewählt.

„Wir bilden ein starkes Team, setzen uns leidenschaftlich für eine Politik der Regionen in Europa und dem ländlichen Raums ein“, erklärte Dr. Karl Schneider, der von sich selbst behauptet, mit Leib und Seele Landrat zu sein. 

Der dynamische Schmallenberger erklärte weiter, dass der HSK und die westfälische Region mit ihm gewaltige Schritte nach vorn getan haben. Sichtbar sei dies beispielsweise an der A46 zwischen Velmede und Nuttlar. „In der CDU wird Politik vor Ort gemacht. Ein guter Slogan, der stimmig ist und treffend unsere Politik beschreibt“, so Schneider. Weiter führte er aus: „Wir sind vor Ort, wir hören hin, was Menschen in unserer Heimat bewegt, was sie uns zu sagen haben.“ Dies sei ein wichtiger Grundsatz, der es möglich mache, den Fokus auf Digitalisierung, Wirtschaft und Fachkräfte, Familie, Kinder und Jugend, Mobilität, Umwelt und Klimaschutz, Sicherheit, Gesundheit und Ehrenamt auszurichten. 

Alles zusammen seien Teile des 20 Punkte-Programms für die 2020er Jahre. Der amtierende Landrat betonte zudem, der Zusammenhalt und das Miteinander habe das Sauerland immer geprägt, dadurch sei es möglich, die Krise zu überstehen. Selbst sieht er sich als großer Antreiber und Motor, der mit dem Motto „Mit Kontinuität in die Zukunft“ bei den Kommunalwahlen am 13. September antritt. 

Merz lobt Merkel für "Nervenstärke"

Prominent ging es nach der Rede des Landrats weiter. Neben dem Bundestagsabgeordneten Prof. Patrick Sensburg und dem Europaabgeordneten Dr. Peter Liese äußerte sich auch Friedrich Merz, der bekanntermaßen seinen Hut beim Kampf um eine mögliche Kanzlerkandidatur in den Ring wirft. Er berichtete auf dem Kreisparteitag von seiner eigenen Corona-Erkrankung und dankte explizit der Kreisverwaltung mitsamt Gesundheitsamt für ihre geleistete Arbeit. 

Auch ein selten vernommenes Lob für die Kanzlerin hatte der Arnsberger parat: „Das Ausland beneidet uns um unseren Staat, wie wir in Deutschland mit der größten Herausforderung nach der Nachkriegszeit umgegangen sind. Angela Merkel hat Nervenstärke in der Krise gezeigt, auch wenn ich sonst mit vielen Entscheidungen nicht einverstanden war“, so der CDU Politiker. Merz erklärte zudem, die EU dürfe keine Transfer-Union werden. Die 750 Milliarden Euro für das Wiederaufbauprogramm müssten in Zukunftsprojekte fließen; es wäre völlig inakzeptabel, damit Haushaltslöcher in Italien und Griechenland zu stopfen.

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