"Die ersten Kinder aus der Kanalisation geholt"

Hauswirtschafterin Dana, Schwester Benedikta vom Kreuz Lerch, die Leiterin Claudia Ciceu, die rumänische Krankenschwester und Schwester Adelgundis Pastusiak (v. li.) vor dem neuen Zentrum in Siretu. Foto: SK

Schwestern betreiben neues soziales Zentrum in Rumänien

Bestwig. (SK)

Die Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel erweitern ihr pastorales und soziales Engagement in Rumänien. Das neue Zentrum in dem Nachbarort Siretu stellt ein weiteres und breiteres Hilfsangebot für die Region dar."Hier sollen Kinder und Jugendliche, die sonst auf der Straße leben oder aus zerrütteten Familienverhältnissen stammen, eine neue Anlaufstelle haben, um ihre Freizeit sinnvoll zu verbringen oder auch Hilfen für den Schulalltag zu erhalten", erklärt die Missionsprokuratorin der Ordensgemeinschaft, Schwester Christa Maria Henninghaus, aus Bestwig.

"Die ersten Kinder haben wir im wahrsten Sinne des Wortes aus der Kanalisation geholt", erinnert sich Schwester Adelgundis Pastusiak, die für das Projekt des Generalats in Rumänien verantwortlich ist. Mittlerweile gibt es in Schineni zwei Häuser mit jeweils acht Wohnplätzen für Jungen und Mädchen. Darüber hinaus verfügt das Schwesternhaus über ein Zentrum, in dem sich die Ordensfrauen insbesondere um die Kinder und Jugendlichen des Dorfes sowie um zahlreiche Familien kümmern. Das neue Sozialzentrum in Siretu übernimmt ähnliche Funktionen. "Es soll aber auch ein Ort sein, an dem Jugendliche sowie deren Eltern in schwierigen Lebenslagen und Krisensituationen eine erste Beratung in Anspruch nehmen können", betont Winfried Meilwes, der die Projektentwicklung vom Bergkloster Bestwig aus zusammen mit Schwester Adelgundis begleitet. Darüber hinaus wird für die kranken und alten Menschen in der Gemeinde zusammen mit den Ärzten und einer Krankenschwester schrittweise ein kleines ambulantes Pflegeteam aufgebaut.

Die Schwestern betreiben das soziale Zentrum in enger Kooperation mit der politischen Gemeinde Saucesti. Die stellt das Haus zur Verfügung. Die Ordensgemeinschaft übernimmt die Verantwortung für das pädagogische Konzept. Inzwischen sind eine rumänische Sozialarbeiterin als Leiterin des Zentrums sowie eine Krankenschwester für den Betrieb und Aufbau des Pflegeteams angestellt worden. Die pastorale Begleitung erfolgt durch den Konvent der Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel in Schineni. Schwester Adelgundis und Winfried Meilwes haben das Haus im Beisein von Vertretern aus Kirche und Politik im Dezember eröffnet.

Um den Betrieb sicherzustellen, wurde ein eigener Trägerverein gegründet.

Wer die Arbeit der Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel in Siretu/Rumänien fördern will, kann dies mit einer Spende tun. Bankverbindung: Kreissparkasse Eichfeld, Konto Nr. 2000 10 697, BLZ 820 570 70, Stichwort: Zentrum Siretu

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