Leader-Verein entwickelt Ideen und Projekte für neue Förderphase

„Die Marschroute steht“

Volles Engagement für die Region: Der 16-köpfige Vorstand des Leader-Vereins mit Regionalmanager Stefan Pletziger (2. Reihe/2. v. l.). Foto: P. Senske

Rückblick und Ausblick bereiteten Reinhold Weber sichtlich große Freude: „Es war eine sehr erfolgreiche Förderphase mit 49 sinnvollen und zukunftsträchtigen Projekten für das Leben in den Dörfern“, sagte der Vorsitzende des Leader „4 mitten im Sauerland“ auf der Jahreshauptversammlung in Bestwig. „Die vier Kommunen sind weiter zusammengewachsen; das gegenseitige Verständnis ist gestiegen. Diesen Weg wollen wir fortsetzen.“

Rund eine Million Euro stand der Region mit Meschede, Bestwig, Eslohe und Schmallenberg von 2009 bis 2013 aus den Leader-Töpfen der Europäischen Union zur Verfügung. Für die neue Förderphase von 2014 bis 2022 sind es 2,3 Millionen Euro. Mit diesen Mitteln soll der ländliche Raum gefördert und voran gebracht werden.

Das Leben in den Dörfern wird eine zentrale Rolle spielen“, meinte Weber, der sich auch über die Rekordteilnahme an der Versammlung freute: 75 von 241 Mitglieder waren im Bürger- und Rathaus erschienen. „Das zeigt auch das Interesse an der Enwicklung unserer Region.“ Gleichzeitig kündigte Weber an, künftig auch mit benachbarten Leader-Regionen wie dem Altkreis Brilon oder der neuen Region Arnsberg-Sundern-Balve-Neuenrade zu kooperieren. Die „Marschroute“ für die neue Förderphase steht. „Wir stehen in den Startlöchern“, sagte Regionalmanager Stefan Pletziger, dessen Arbeit nachdrücklich gelobt wurde.

Rund zehn Ideen für Projekte seien schon entwickelt worden. Diese waren zum Teil in die Bewerbung für die neue Förderphase eingeflossen, wie die mögliche Weiterentwicklung der leerstehenden evangelischen Kirche in Reiste oder weitere Themenwanderungen im Schmallenberger Sauerland. „Die neuen Projekte werden künftig mit 65 Prozent aus den Leader-Töpfen gefördet, bisher waren es 50 Prozent.“ Die weitere Finanzierung müsse mit öffentlichen Mitteln erfolgen. Die Arbeit vor Ort laufe gut an, so Pletziger.

Vier Handlungsfelder mit den dazu gehörenden Kompetenzgruppen sollen die Arbeit konzentrieren: Investitionen in Kinder und Jugendliche (Ansprechpartnerin: Steffi Kühn-Maier/Andreasberg), Wasser, Umwelt und Dorf (Klaus Wahle/Meschede), Wirtschaft, Wald, Tourismus (Johannes Trippe/Schmallenberg-Kückelheim) und Versorgung im ländlichen Raum (Siegmar Moritz/Berge).

Pletziger und Weber rechnen damit, dass die ersten Bewilligungsbescheide im Frühjahr 2016 eintreffen. Die Förderung der EU läuft über das Land. „Wir warten noch auf die Richtlinien aus Düsseldorf, sie sind die Grundlage der Arbeit“, erklärte Pletziger. „Unabhängig davon wollen wir diese Phase nutzen, um Ideen zu entwickeln. Wir machen unsere Hausaufgaben.“ Dazu gehört auch, den Vorstand der Leader-Region „4 mitten im Sauerland“ auf eine breitere Basis zu stellen.

Nach der beschlossenen Satzung gehören dem erweiterten Vorstand jetzt 16 statt 12 Mitglieder an: Huberta Sasse (Fleckenberg), Doris Schön (Cobbenrode), Dorothea Heinemann (Nuttlar) und Franz-Josef Rickert (Calle) wurden einstimmig gewählt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare