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„Ein Zeichen unserer Solidarität“: So wollen die Pastoralverbünde Energie sparen

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Von: Daniela Weber, Stefanie Schümmer

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Meschede Kirche
Auch Kirchengemeinden sparen Energie: Gläubige müssen sich in nächster Zeit wärmer anziehen, so zum Beispiel auch in der St-Walburga Kirche in Meschede. © Archiv

Warme Mütze, dicker Schal – so eingemummt müssen Gottesdienstbesucher wohl in nächster Zeit in den Kirchen sitzen. Aufgrund der Energiekrise sind auch die Kirchen angehalten, Energie zu sparen. 

Bestwig - Der SauerlandKurier hat bei den Pastoralverbünden nachgefragt, wie die Situation in unserem Verbreitungsgebiet aussieht.

Das Erzbistum Paderborn hat vor einigen Tagen empfohlen, die Kirchen völlig unbeheizt zu lassen. Wie regeln das die Pastoralverbünde?

Im Pastoralen Raum Meschede Bestwig haben sich die Kirchenvorstände und die Pfarr- und Kirchengemeinderäte darauf geeinigt, die Kirchen in den kommenden Monaten zu den Gottesdiensten niedriger als gewohnt zu heizen. Damit das Gottesdienstangebot in der Fläche erhalten bleibt, sei eine Grundtemperatur von zehn Grad einstimmig beschlossen worden. „Aufgrund der angespannten Lage können und wollen wir uns den Sparmaßnahmen nicht entziehen. Sie sind ein Zeichen unserer Solidarität“, heißt es vonseiten des Pastoralverbund Meschede Bestwig.

Grundtemperatur festgelegt

Auch die Pastoralen Räume im Dekanat Hochsauerland-Ost (Bigge-Olsberg, Brilon, Marsberg, Medebach-Hallenberg und Winterberg) wollen nicht gänzlich auf eine Beheizung der Kirchen verzichten. Daher empfehlen die Pastoralverbundsleiter, eine Grundtemperatur von acht Grad in den Kirchenräumen nicht zu unterschreiten. Zu den Hauptgottesdienstzeiten soll diese dann auf zwölf Grad erhöht werden.

Alternativ besteht zudem in allen Gemeinden im Verbreitungsgebiet die Möglichkeit, die Gottesdienste gegebenenfalls in die besser zu temperierenden Pfarrheime zu verlegen.

Die Kirchengemeinden Bigge und Olsberg gehen hier noch einen Schritt weiter. Um die Kirche bei eventuellen Minusgraden im bevorstehenden Winter nicht gänzlich unbenutzbar zu machen, haben Pfarrer Richard Steilmann und die Gremien entschieden, dass in den beiden großen Kirchen über die Wintermonate nur noch wechselseitig Gottesdienste stattfinden werden.

Appell an Kirchenbesucher

„Dies ermöglicht es in der Kirche, in welcher dann zeitweise überhaupt keine Gottesdienste stattfinden, komplett ungeheizt zu lassen und somit deutlich Energie einzusparen. Die jeweils andere Kirche wird mit einer reduzierten Grundtemperatur bei Nichtnutzung und mit einer etwas höheren Temperatur im Gottesdienst geheizt“, so die Begründung. Bis zum 24. Dezember finden alle Gottesdienste von St. Martin Bigge und St. Nikolaus Olsberg in der Kirche in Bigge statt.

Der Pastoralverbund Bigge-Olsberg appelliert in dem Zusammenhang an alle Kirchengänger: „Da nicht alle Kirchenbesucher gleichermaßen mobil sind, wäre es wünschenswert, wenn Kirchenbesucher der jeweils anderen Gemeinde eine halbe Stunde vorher an ihrer Kirche mit dem Pkw warten. So könnten auch nicht mehr ganz so mobile Besucher mit zur Kirche, in der dann Gottesdienst gefeiert wird kommen.“

Was empfehlen die Pastoralverbünde den Gottesdienstbesuchern?

Die Pastoralverbünde raten allen Gottesdienstbesuchern, sich warm anzuziehen und sich Bedarf, eine Decke mitzubringen. „Man möchte den Gläubigen den Besuch der Gottesdienste in den Kirchen nicht erschweren“, betont Dekanat Hochsauerland-Ost.

Was sind die Planungen für Weihnachten?

Im Pastoralen Raum Meschede Bestwig soll an den Weihnachtstagen etwas höher geheizt werden. Die Gottesdienste finden im gesamten Verbreitungsgebiet an den Festtagen in gewohntem Umfang statt. Auch im Pastoralverbund Bigge-Olsberg werden die Weihnachtsgottesdienste wieder in beiden Kirchen gefeiert.

Gibt es noch weitere Maßnahmen, um Energie einzusparen?

Vor einigen Wochen wurde, auf Erlass der Bundesregierung, bereits die Außenbeleuchtung der Kirchen im gesamten Verbreitungsgebiet abgeschaltet.

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