Eröffnungstermin wegen Coronavirus noch nicht absehbar

Coronavirus: So bereitet sich Fort Fun auf den ungewissen Saisonstart vor

Auch die Thunderbirds bleiben derzeit am Boden: Aufgrund der aktuellen Bestimmungen zur Eindämmung des Coronavirus musste das Fort Fun Abenteuerland den Saisonstart verschieben.
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Auch die Thunderbirds bleiben derzeit am Boden: Aufgrund der aktuellen Bestimmungen zur Eindämmung des Coronavirus musste das Fort Fun Abenteuerland den Saisonstart verschieben.

Bestwig – Dort, wo sonst die Marienkäferbahn ihre rasanten Runden dreht oder die Thunderbirds ihre imposanten Schwingen ausbreiten, steht zurzeit alles still. Wie alle Freizeitparks in Deutschland ist auch das Fort Fun Abenteuerland von den derzeitigen Bestimmungen zur Eindämmung des Coronavirus betroffen.

„Wann wir wieder aufmachen können, können wir nicht beeinflussen. Aber wir arbeiten derzeit weiter an den Vorbereitungen für den Saisonstart“, betont Geschäftsführer Andreas Sievering im Gespräch mit dem SauerlandKurier.

Konkret werden derzeit mehrere Systeme durchdacht. Dabei haben Sievering und sein Team das Gebot der Stunde – „Social Distancing“ – immer im Blick: „Wir könnten etwa die Kapazitäten von Besuchern begrenzen oder nur den Verkauf von Onlinetickets zulassen. Man könnte zum Beispiel den Park auch in verschiedene Bereiche einteilen, um Abstand zu gewährleisten“, so die möglichen Überlegungen.

Auch wenn die derzeitige Krise viele Unsicherheiten mit sich bringe, sei doch eines gewiss: „Wir sind sehr kreativ und wir nehmen die Situation an und bleiben nicht passiv.“ Ein Beispiel dafür sind die Autokinoveranstaltungen, die noch bis mindestens zum 3. Mai mit Blockbustern wie etwa „Le Mans 66“ oder „Es: Kapitel 2“ und auch Kinderfilmen wie zum Beispiel „Angy Birds 2“ oder „TKKG“ für gute Unterhaltung sorgen sollen. Auch für den Fall der Fälle, dass die Bundesregierung auch in den Sommermonaten keine Lockerungen der Einschränkungen für Freizeitparks vollzieht, fühlt sich der Geschäftsführer gerüstet. „Wir arbeiten immer an neuen Ideen. Wenn es eine Chance für Events, abgesehen vom Autokino, unter gewissen Schutzvorkehrungen gibt, nutzen wir die.“

Dass Andreas Sievering so gelassen und optimistisch mit der derzeitigen Krise umgeht, liegt an der recht soliden wirtschaftlichen Aufstellung des Parks. „Wir gehören nicht zu den 40 Prozent.“ Der Geschäftsführer bezieht sich dabei auf die Aussage des Geschäftsführers des Verbands Deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen, Jürgen Gevers, der prognostiziert, dass, wenn auf den ausgefallenen Saisonstart in den Osterferien auch ein Besuchsverbot in den Sommerferien folgen sollte, das für rund 40 Prozent der Parks das Aus bedeuten könnte. 

"Wir haben einen gewissen Puffer"

„Wir haben einen gewissen Puffer. Wir haben ja im Winter sowieso immer sechs Monate, in denen wir keinen Umsatz haben. In dieser Zeit tätigen wir viele Investitionen, der TÜV kommt, Reparaturen oder Neubauten werden durchgeführt.“ Um nun die ausbleibenden Einnahmen durch den verschobenen Saisonstart zu kompensieren, werden einige Reparaturen verschoben. „Wir haben unsere Pläne an die Situation angepasst. Große Projekte werden abgeschlossen, kleinere Projekte erst einmal verschoben, dazu zählt beispielsweise der Austausch von Bänken oder Mülleimern.“

Hilfreich sei zurzeit auch, dass man für den April aufgrund der Witterungsverhältnisse immer etwas defensiver kalkuliere. „Als Freizeitpark sind wir es gewohnt, eine Weile ohne Umsatz zu sein. Aber aktuell besteht natürlich auch ein hohes wirtschaftliches Risiko, mit dem man natürlich nicht gerechnet hat“, räumt Sievering ein und betont, dass durch die möglichen Umsatzeinbußen dann für das kommende Jahr eventuell ein kleinerer Puffer für Investitionen vorhanden sei.

Doch auch das tut seinem Optimismus keinen Abbruch und er zeichnet ein durchaus positives Bild der Zukunft. „Wir wollen Spaß verkaufen und ich finde, dass es wichtig ist der Gesellschaft eine Chance zu geben, den Tag mit der Familie zu genießen. Wir hoffen, dass, wenn dann erst einmal die Restaurants und Hotels wieder öffnen, auch über eine Öffnung der Freizeitparks nachgedacht wird.“ Denkbar sei auch die Saison bis in den Winter zu verlängern. „Wir warten mal ab und wir hoffen dann auf jeden Fall wieder auf eine starke Saison im kommenden Jahr.“

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