„Kompass für gemeinsamen Weg“

Gemeinde Bestwig und Bildungsakademie wollen kooperieren

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Gemeinde Bestwig und Bildungsakademie wollen am Schulzentrum kooperieren: (v.l.) Andreas Pfläging, Geschäftsführer der Bildungsakademie für Therapieberufe, Bürgermeister Ralf Péus, Roland Burmann, für Schulangelegenheiten zuständiger Mitarbeiter der Gemeinde Bestwig und Dipl.-Ing. Hubertus Kreis vom Bau- und Umweltamt der Gemeinde Bestwig.

Bestwig – Die Gemeinde Bestwig und die Bildungsakademie für Therapieberufe haben Gespräche über eine teilweise Nutzung des Franz-Hoffmeister-Schulzentrums aufgenommen. Ziel ist es, ab dem Schuljahr 2020/21 einige Bereiche des Schulzentrums für die Ausbildungsgänge der Bildungsakademie zu nutzen. Beide Seiten wollen nun offene Fragen klären, um das Vorhaben zu einem positiven Abschluss bringen zu können. Das bekräftigen Bestwigs Bürgermeister Ralf Péus und Andreas Pfläging, Geschäftsführer der Bildungsakademie für Therapieberufe.

Die Akademie ist eine Einrichtung der Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel und der Elisabeth-Klinik Bigge. Sie bietet Lehrgänge für Ergo- und für Physiotherapie an; zudem steht den Auszubildenden in Kooperation mit der Hamburger Fernhochschule der Duale Studiengang „Therapie-und Pflegewissenschaften“ mit Abschluss Bachelor of Science (B.Sc.) offen. Durch die hohe Qualität der Ausbildung genießt die Bildungsakademie einen hervorragenden Ruf. Seitdem die Ausbildungsgänge seit einigen Jahren zusätzlich von der Zahlung von Schulgeld befreit sind, erlebe die Bildungsakademie einen regelrechten „Boom”, so Geschäftsführer Andreas Pfläging: „Unsere Raumkapazitäten stoßen aktuell mehr als an ihre Grenzen.” Wichtig sei ihm dabei, dass Absolventen der heimischen Ausbildungsgänge sehr gute Berufsperspektiven haben: „Der Therapiebereich ist eine Wachstumsbranche.” 

Platzkapazitäten sind vorhanden

Die nötigen Platzkapazitäten für die Bildungsakademie sind am Franz-Hoffmeister-Schulzentrum vorhanden. Hier ist aktuell der Teilstandsort der Sekundarschule Olsberg-Bestwig untergebracht. Allerdings: Mit Blick auf die demographische Entwicklung und das Anmeldeverhalten der Eltern haben die Stadt Olsberg und die Gemeinde Bestwig jüngst beschlossen, zum kommenden Schuljahr am Bestwiger Teilstandort keine Eingangsklassen mehr zu bilden. Diese Entwicklung sei schmerzlich, so Bürgermeister Ralf Péus: „Aber in solch einer Situation gilt es auch, Perspektiven zu entwerfen, um das Franz-Hoffmeister-Schulzentrum als Bildungsstandort zu erhalten.” Mit der Bildungsakademie für Therapieberufe gebe es dafür einen etablierten und qualifizierten Partner in der Gemeinde Bestwig: „Wir wollen Raum-Bedarf und Raum-Angebot zusammenbringen.”

Wichtig:

 Weder Betrieb noch Raumangebot für den Sekundarschul-Teilstandort werden durch die jetzigen Überlegungen eingeschränkt, betont Bürgermeister Ralf Péus: „Die Eltern der Kinder, die zurzeit in den Klassen sechs bis zehn den Teilstandort im Franz-Hoffmeister-Schulzentrum besuchen, können sich sicher sein, dass diese Schülerinnen und Schüler hier weiter in gewohnter Qualität unterrichtet werden und hier auch ihren Abschluss machen können.“

Sollte am Ende des jetzt eingeschlagenen Weges eine Zusammenarbeit von Bildungsakademie und Gemeinde Bestwig stehen, würde parallel dazu auch die Akademie-Praxis für Physiotherapie erst einmal an ihrem aktuellen Standort in Velmede verbleiben. In den nächsten Schritten sollen nun die Überlegungen konkretisiert und offene Fragen geklärt werden. Ralf Péus: „Das Ziel ist klar - nun richten wir den Kompass für den gemeinsamen Weg aus.“

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