Dank für das Engagement

Gemeinde Bestwig blickt beim Jahresmpfang zurück und voraus

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Mit seiner Zauberkunst sorgte Marc Dolle beim Jahresempfang für abwechslungsreiche Unterhaltung.

Bestwig. „Mit der Einladung zum Neujahrsempfang wollen wir Danke sagen. Danke für das Engagement in der Gemeinde Bestwig“, begrüßte Bürgermeister Ralf Péus die zahlreichen Gäste, die seiner Einladung zum traditionellen Neujahrsempfang in das Rathaus der Gemeinde Bestwig gefolgt waren. Über 400 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kirche, Vereinen und zahlreichen Organisatoren waren zum inzwischen zehnten Empfang erschienen.

„2016 war weltweit ein Jahr des Schreckens. Terrorattacken, der Türkeiputsch, der Syrienhorror, Naturkatastrophen, Millionen von Menschen auf der Flucht und vieles mehr waren und sind an der Tagesordnung. Das für uns Deutsche schlimmste Ereignis, das Attentat in Berlin, steckt uns immer noch in den Knochen. Anis Amri war mit falscher Identität sogar der Gemeinde Bestwig zugewiesen. Die Bevölkerung und andere Asylbewerber müssen daher wachsam sein“, so der Bestwiger Bürgermeister.

In seinem Rückblick auf das vergangene Jahr schnitt Péus weiterhin den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU („Brexit“), die Wahl von Donald Trump zum neuen US-Präsidenten oder auch den beängstigenden Anstieg der rechtspopulistischen Parteien an. Beim anschließenden chronologisch vorgetragenen Jahresrückblick an Ruhrtal und Elpe erfuhren die Gäste im Ratssaal so manch interessante Begebenheit aus der Gemeinde. Positiv deutlich wurde wieder einmal, dass es die Bürger sind, die ihre Ortschaften repräsentieren und nach vorne bringen. Neben dem Bau der trotz ihrer imposanten Höhe grazilen, 115 Meter hohen Autobahnbrücke in Nuttlar oder der guten Basis der Arbeitslosenquote stand natürlich das Drama um Familie Darbinyan aus Velmede auf der Agenda. Aber nicht nur das Happy-End zum Jahresende stand im Fokus der Veranstaltung.

Feuerwehreinsätze und Stolpersteine

Auch der Anstieg der Eheschließungen an ungewöhnlichen Orten wie im Nuttlarer und Ramsbecker Bergwerk und im Freizeitpark Fort Fun, die steigenden Probleme in der Flüchtlingsproblematik oder auch der Gemeindefeuerwehrtag in Ostwig sowie die bevorstehenden Großveranstaltungen, das Kreisschützenfest 2017 in Heringhausen und das Bundesschützenfest 2019 in Velmede, trugen dazu bei, den Jahresrückblick zu einem interessanten und spannenden Ereignis werden zu lassen.

Andreas Schulte, Wehrführer der freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Bestwig, im anschließenden Interview: „Die Feuerwehr war und ist immer ein Spiegelbild der Gesellschaft. Sie bietet Kameradschaft und Teamgeist sowie kontinuierliche Weiterbildung. Die Arbeit bei der Feuerwehr ist eine Arbeit die erfüllt.“ Aber nicht nur der positive Einsatz der freiwilligen Feuerwehr, die durchschnittlich 115 bis 135 Einsätze jährlich absolviert stellt eine Bereicherung der Gemeinde dar.

Auch die Verlegung der fünf Stolpersteine, ein Stück Andenken an die seit 1942 verstorbene jüdische Familie Marcus, durch den Künstler Gunter Demnig, setzte Akzente. „Die Familie Marcus war damals gut in Ramsbeck integriert. Sie hat das Leben im Ort mitgestaltet und geprägt, sich immer wieder sozial engagiert, hat sogar Ratenzahlungen ohne Zinsen bewilligt. Das Projekt Stolpersteine ist eine Gemeinschaftsleistung des Dorfes Ramsbeck im Bezug auf die humanitäre Einstellung der Familie Marcus“, so Friedrich Schröder vom Heimatbund der Gemeinde Bestwig.

Musikalisch, lyrisch und magisch umrahmt wurde der Abend von Detlev Müller (Klavier) und Wolfgang Rinschen (Lyrik) sowie Marc Dolle (Zauberkunst und Komik).

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