Die Welt ein bisschen bunter machen 

Graffiti-Künstler Henning Marten Feil ist von seiner Welttournee zurück

Auch an der Jefferson Street Station in Brooklyn hat sich Urban Artist Henning Marten Feil verewigt.

Hongkong/New York/Hochsauerland. Japanische Samurais, die Brooklyn Bridge mit Manhattan im Hintergrund oder auch die Nautilus mit Hippie-Hut und Federschmuck als Markenzeichen vor der Golden Gate Bridge in San Francisco – der Sauerländer Urban Artist und Graffiti-Künstler Henning Marten Feil hat sich auf seiner ersten Welttournee für alle Zeiten in Asien und Nordamerika verewigt.

„Am 30. September ging es von Frankfurt aus nach China, genauer gesagt nach Hongkong. Um 7 Uhr angekommen hieß es ab ins Hostel, das ich vom Flugzeug aus gebucht habe. In der Unterkunft lernte ich direkt drei Künstler aus Atlanta kennen, die mich zu ihrer kleinen Vernissage abends im Hostel eingeladen haben. Das Coole daran war, dass ich so gleich direkt am ersten Abend Live-Painting auf einer großen Wand machen durfte“, berichtete der 35-jährige gelernte Maler- und Lackierermeister schmunzelnd von seinem ersten Gemälde in einer anderen Welt. Danach hieß es dann erstmal ab in die City und das riesengroße, einstündige Feuerwerk bestaunen.

Nach einer ereignisreichen Nacht stand am folgenden Tag der erste große, bereits in Deutschland gebuchte Job auf der Agenda: eine Wand für das Youth Outreach Center zu bemalen. „Das war mega, denn daraus ist direkt der nächste Auftrag entstanden. Nächstes Jahr soll ich im Frühjahr ein Motiv in der Art der chinesischen Oper auf eine 40 Quadratmeter große Wand malen“, freut sich Henning Marten Feil, der aus Nuttlar stammt und heute in Brilon wohnt, über sein neues Projekt.

Hongkong, Tokio, San Francisco, New York

Nach den beiden erfolgreichen Tagen in Hongkong hieß es Abschied nehmen, denn bereits am dritten Tag ging es mit dem Flieger nach Japan. In Tokio gelandet stand sofort die Ausstellung der Whole 9 Group auf dem Plan. „An den folgenden Tagen habe ich viel in Tokios Clubs mit anderen Künstlern zusammen gemalt und jede Menge Connections aufgebaut, unter anderem nach Singapur. 

Nach der anstrengenden Woche war dann erstmal Sightseeing angesagt. Ich bin mit dem Shinkansen (Hochgeschwindigkeitszug) über 1000 Kilometer durch das Land gefahren; habe mir Kyoto, Okayama, Hiroshima und einige andere Städte mit ihren Tempelanlagen angeschaut. In Osaka bemalte ich schließlich bei einem Privatmann eine große Wand mit einem Samurai und der Nautilus“, so der Künstler, der im kommenden Jahr in den Sommermonaten seine nächste große Ausstellung in der Bomb Ink Gallery mitten im Zentrum von Osaka veranstalten wird.

Die Nautilus vor der Golden Gate Bridge prangt nun als 25 Quadratmeter großes Motiv an einer Wand in San Francisco.

Zurück in Tokio hieß es am 13. Oktober über die Tagesgrenze hinweg nach San Francisco zu fliegen. „Das war vielleicht anstrengend. Ich habe den Samstag so zweimal erlebt mit einem tierischen Jetlag“, erzählte Henning Marten Feil lachend. „Doch ich habe mich davon nicht unterkriegen lassen, denn mein nächstes großes Projekt, eine Streetart Tour im Mission District stand an. Über die International Art Gallery hatte ich den Auftrag erhalten im District eine 25 Quadratmeter große Wand mit der Nautilus vor der Golden Gate zu malen.“

"Ohne Pause eine Woche durchgemalt"

Gesagt getan, nach Vollendung des Werkes ging es bereits am 17. Oktober weiter nach New York. In Brooklyn galt es dann schnell das Appartement beziehen, Koffer auspacken und ab in die City. „Ich hatte in San Franciso so viele Kontakte aufgebaut, dass ich direkt an einer Ausstellung teilnahm und dort eine Wand mit der Brooklyn Bridge bemalte. Der nächste Auftrag kam darauf sofort. Im Frühjahr 2019 soll ich in einem Innenhof eine Wand mit einem großen Samurai schmücken““, freut sich der Sprayer über seinen grandiosen Erfolg. Zahlreiche bemalte Straßenwände in Brooklyn und Bushwick sind seit der ersten erfolgreichen Weltreise von Henning Marten Feil Zeitzeugen seiner außergewöhnlichen Kunst.

„In New York habe ich eine ganze Woche ohne Pause durchgemalt. Gebracht hat es mir eine weitere große Ausstellung im nächsten Jahr. Ich kann einfach nur sagen: Meine erste Welttournee war hammerfettbombekrass, anders kann ich das nicht beschreiben. Es wird auf jeden Fall eine Fortsetzung geben. Mein Plan ist es Ende 2019, Anfang 2020 Südafrika ein bisschen bunter zu machen“, so der Weltenbummler.

Graffiti-Künstler Henning Marten Feil auf Welttournee

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