Lehrschwimmbecken wird umgebaut

Hell, freundlich, multifunktional - neuer Mehrzweckraum in Ramsbeck nimmt Form an

Der neue Mehrzweckraum für Ramsbeck nimmt Schritt für Schritt Form an.
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Der neue Mehrzweckraum für Ramsbeck nimmt Schritt für Schritt Form an.

Ein Raum für Sport, Musik, Begegnung – und vor allem jede Menge Erlebnis: Der neue Mehrzweckraum für Ramsbeck nimmt Schritt für Schritt Form an. Wo früher das Lehrschwimmbecken war, ist jetzt ein Betonboden aufgebaut; große Durchbrüche sorgen nicht nur für Licht, sondern ebenso für Zugang zu einer drei Meter breiten Terrasse, die sich künftig an das Gebäude anschließen wird.

Rambeck – „Multifunktional“ ist das Zauberwort für die Zukunft des Bauwerks, das an die Wilhelmine-Lübke-Schule angrenzt. Der neue Raum kann dann zum Beispiel für Kulturprojekte, Versammlungen, Gymnastik, Musikproben und schulische Veranstaltungen genutzt werden. Die Bestwiger Gemeindeverwaltung, Ortsvorsteher Paul Schüttler, die Leitung der Wilhelmine-Lübke-Grundschule und Vorstandsvertreter von TuS Valmetal und Valmetaler Musikanten haben bereits ein entsprechendes Nutzungskonzept abgestimmt.

Vom früheren Lehrschwimmbecken ist mittlerweile nichts mehr zu sehen. Der Beckenbereich ist verfüllt, die neue Deckenplatte ruht zur konstruktiven Stützung auf Betonpfeilern. Der neue Mehrzweckraum erhält einen Doppelschwingboden mit PVC-Belag - „wie in einer Turnhalle“, erläutert Dipl.-Ing. Hubertus Kreis vom Bau- und Umweltamt der Gemeinde Bestwig. Die Seitenwände werden mit einem Prallschutz aus Nadelfilz versehen.

Der Raum ist dann in hellen Brauntönen gehalten; für viel Helligkeit sorgen große Fensterelemente mit Außenraffstores zum benachbarten Schulhof hin: „An einem schönen Sommertag lässt sich das alles öffnen.“ Auch auf der Nordseite des Gebäudes gibt es einen Durchbruch für ein Fenster - Hubertus Kreis: „So wird effektives Querlüften ermöglicht.“ Als Nebenräume wird es zum einen ein Stuhllager geben sowie einen Lagerraum für Musikinstrumente der Valmetaler Musikanten. „Der Lagerraum wird auch direkt von der Straße aus erreichbar sein“, so Hubertus Kreis.

Beheizt wird der Raum über eine Fußbodenheizung. Sie wird vor allem mit der „Kraft der Sonne“ über eine bestehende Solarthermie-Anlage auf dem Dach des Gebäudes gespeist. Zusätzlich werden im Mehrzweckraum Deckenstrahler angebracht, die im Infrarotbereich Wärmeenergie auf den Fußboden abstrahlt.

Fertigstellung bis zum Ende der Sommerferien 2022 geplant

„Das ist die behaglichste Wärme und eine sehr effiziente Form des Heizens“, so Hubertus Kreis. Um einen barrierefreien Zugang zu schaffen, entsteht vom Schulhof aus eine Rampe. Das Gebäude selbst wird mit Lärchenholz verkleidet, das mit der Zei einen hellen Grauton annehmen wird. Bis zum Ende der Sommerferien 2022, so die Erwartung von Dipl.-Ing. Kreis, sollen die Arbeiten am Mehrzweckraum beendet sein.

Schon bis zum Jahresende sind die Nebenräume fertig. Sanitär-, Elektotechnik- und Fliesarbeiten sind bereits beendet – nun folgen Einbauten, Beleuchtung und Lüftung. Im Vergleich zu früheren Zeiten hat sich der Raumzuschnitt komplett verändert. Das Grundprinzip dabei lautet: Aus zwei mach eins. „Umkleiden und Sanitärräume waren früher von ihrer Aufteilung für die Schwimm- und für die Turnhalle zugeschnitten, nicht aber für einen Mehrzweckraum“, erläutert Hubertus Kreis: „Wir haben den Raumzuschnitt auf die neue Nutzung ausgerichtet.“

Rund 475.000 Euro stellt die Gemeinde Bestwig für das Gesamt-Projekt aus Eigenmitteln bereit. Für den eigentlichen Umbau des früheren Lehrschwimmbeckens zum Multifunktionsraum steuert das Land NRW Fördermittel in Höhe von 250.000 Euro bei. Gut angelegtes Geld, unterstreicht Bürgermeister Ralf Péus. Gerade die vielseitigen Nutzungsmöglichkeiten erweitern das Spektrum für Veranstaltungen und Angebote mitten im Ort deutlich: „Für das Dorfleben kann das einen echten Schub mit sich bringen.”

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